Der perfekte Bausparvertrag

Frankfurt 18.04.2014 –– Allein im Bausparvertrags-Vergleich der FMH-Finanzberatung finden sich über 300 Varianten von über 62 Bauspartarifen. Wie soll ein normaler Mensch da durchblicken? Worauf Sie achten sollten und wie Sie den richtigen Bauspartarif finden.

Den besten Bauspartarif findet man nicht wie einen Ratenkredit, indem man einfach den Anbieter mit dem niedrigsten Darlehenszins wählt. Das Bausparen ist so individuell wie die Menschen und ihre Motivationen selbst. Deshalb lautet die erste Frage auf dem Weg zum perfekten Bausparvertrag: Wofür wollen Sie den Bausparvertrag einsetzen?

Bauspartarife für Modernisierung und Renovierung

Nach Aussagen der Bausparkassen werden die meisten Bausparverträge für die Modernisierung und Renovierung von Wohneigentum eingesetzt. Doch wer für eventuelle Arbeiten am Haus sparen will, weiß selten im Voraus, wann er wie viel Geld braucht. Deshalb ist Flexibilität die Hauptanforderung an den idealen Bauspartarif. Im Idealfall können sowohl der Zuteilungszeitpunkt als auch die Höhe der verfügbaren Bausparsumme flexibel gestaltet werden. Dafür sind Bauspartarife mit Wahlzuteilung und Mehrzuteilung optimal.

Denn bei der Wahlzuteilung können Bausparer auch schon dann über ihr zinsgünstiges Darlehen verfügen, wenn sie statt der Mindestansparung von 40 oder 50 Prozent erst 20 oder 30 Prozent erreicht haben. Bei der Mehrzuteilung kann der Bausparer ein bis zu 50 Prozent höheres Darlehen erhalten – ohne dass eingezahlte Guthaben erhöhen zu müssen.

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Bausparen für Kinder und Enkel

Einen Bausparvertrag für Kinder oder Enkel abzuschließen, ist vielleicht nicht die lukrativste Anlageoption, aber zumindest eine sichere. Da Eltern und Großeltern noch nicht ahnen können, ob der fünfjährige Nachwuchs in 15 oder 20 Jahren überhaupt bauen und wohnen will – oder das Geld doch eher für ein Studium benötigt, ist die Prämisse für den Bauspartarif in diesem Fall ein möglichst hoher Guthabenszins. Auch die Flexibilität in der Ansparungszeit sollte möglichst hoch sein, um die Sparraten einem veränderten Einkommen anzupassen und die Abschlussgebühr sollte bei maximal einem Prozent liegen. Die Darlehenszinsen dagegen sind weniger wichtig. Denn will der Nachwuchs das Bauspardarlehen später doch in Anspruch nehmen und die Zinsen des Bauspardarlehens sollten weniger attraktiv als der dann geltende Hypothekenzins sein, könnte er einfach auf das Darlehen verzichten und stattdessen ein Hypothekendarlehen aufnehmen.

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Bauspartarife für echte Häuslebauer oder –käufer.

Wer gezielt für sein Häuschen sparen will, hat meist den Zeitpunkt und die Darlehenszinsen im Blick. Deshalb sind in diesem Fall ein möglichst genauer Sparplan und Tilgungsplan die Entscheidungsgrundlage für den idealen Bauspartarif. Die Darlehenszinsen sollten in Anbetracht der aktuellen Niedrigzinsphase idealerweise unter 2,5 Prozent liegen. Auch der Bauspargrundsatz „Zeit mal Geld“ spielt hier ein große Rolle: Wer der Bausparkasse das Guthaben lange Zeit zur Verfügung stellt – also über einen möglichst langen Zeitraum einbezahlt, hat auch lange Zeit für die Rückzahlung. Und das würde eine geringe Tilgungsrate bedeuten, die viel finanziellen Spielraum lässt.

Bauspartarife zur Hypothekentilgung.

Wer mit seinem Bausparvertrag ein laufendes Hypothekendarlehen ablösen will, weiß, wann er die Bausparsumme braucht und legt Wert auf Ausgewogenheit zwischen Ansparrate und Tilgungsrate. Denn in der Ansparzeit muss gleichzeitig das laufende Hypothekendarlehen getilgt werden, die Besparung des Bausparvertrages kann deshalb meist nicht allzu hoch ausfallen. Auch in der Tilgungszeit sollte die Rate so gering wie möglich sein, falls die Zinsen für das restliche Hypothekendarlehen sehr hoch ausfielen. Auch wer mit seinem Bausparvertrag den gesamten Hypothekenrest abbezahlen will, sollte auf die Ratenhöhe achten und möglichst einen niedrigen Darlehenszins garantiert bekommen.

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