Alte Liebe rostet nicht: Das Sparbuch ist beliebt

Frankfurt 03.11.2010 –– Sage und schreibe 497 Milliarden Euro haben die Bundesbürger auf Sparbüchern angelegt – das geht aus einer Statistik der Bundesbank vom August 2010 hervor. Doch wer spart auf Konten, die eine Kündigungsfrist von drei Monaten haben, wenn er sein Geld genauso gut verzinst auf einem Tagesgeldkonto flüssig halten könnte?

Gründe gibt es einige: Da ist zum einen das Sparbuch, auf das die Großeltern für ihre Enkelkinder einzahlen, zum anderen das Mietkautionskonto, das insolvenzsicher sein muss. Gut möglich auch, dass ein junger Mensch mit etwas Stolz weiterhin das Sparbuch bespart, das ihm seine Eltern übertragen haben, als er volljährig wurde. Oder das Sparbuch gehört einfach dazu, weil eben schon immer Geld darauf floss und seine Sicherheit gerade in Krisenzeiten wertgeschätzt wird. Kurzum: Es gibt viele Gründe, warum das Sparbuch auch heute noch zu den beliebtesten Anlageformen zählt. Hinzu kommt der Hang der Menschen zu etwas Handfestem. So wirbt etwa ein Institut im Zeitalter der Online-Konten damit, dass man auf Wunsch auch ein physisches Sparbuch bekommt.

Bislang haben jedoch nur wenige Häuser den Reiz des Sparbuchs erkannt. Die betreffenden Banken verzinsen die Spareinlagen, wie das Geld auf dem Sparbuch auch genannt wird, mit höheren Zinsen als auf dem Tagesgeldkonto. Schließlich hat die Bank hat den Vorteil, dass sie besser planen kann. Denn die Sparer werden es, wenn möglich, vermeiden, ihr Sparkonto ohne Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist zu plündern. Der Grund: Wer mehr als 2.000 Euro im Monat abhebt,  ohne die Kündigungsfrist zu respektieren, muss einen Strafzins von 0,25 Prozent entrichten. Auch die Anleger haben durch das Sparbuch Vorteile, etwa den Komfort, sich nicht um Anlagezeiten kümmern zu müssen. Und sollten sie tatsächlich unvorhergesehen ihr Geld benötigen, spielt der Strafzins meist eine untergeordnete Rolle.

Stichhaltig ist diese Argumentation, solange die Sparbuchzinsen mit dem Festgeld- oder Tagesgeldzins mithalten können. Doch das ist längst nicht bei jeder Bank der Fall. Wer sich bei Inflationsraten von einem Prozent mit 0,5 Prozent Zinsen begnügt, signalisiert, dass er sich um seine Geldanlage nicht kümmert oder kümmern will. Und warum sollte die Bank bequemen Kunden höhere Zinsen zahlen? Damit Sie, liebe® Leser(in), mit Ihrer eigenen Geldanlage nicht ins Hintertreffen geraten, können Sie unseren neuen Sparbuch-Rechner auf der FMH-Seite nutzen und sich für das bessere Angebot entscheiden. Denn nur wenn Kunden von den Banken mit Niedrigzinsen abwandern, werden diese auch reagieren – machen Sie den Anfang.