Frankfurt 13.03.2009 –– Mit Forward-Darlehen ist es so eine Sache: Je höher der Zinsaufschlag beim Hypothekenzins wird, den man erst in der Zukunft in Anspruch nehmen will, desto unattraktiver erscheint das Vorgehen für Immobilienbesitzer. Leider haben alle Banken die Aufschläge für Forward-Darlehen erhöht: Lange Zinsbindungszeiten sind zurzeit um einiges teurer als kurze Laufzeiten.

Dennoch kann es sinnvoll sein, jetzt ein Forward-Darlehen abzuschließen. Um das zu verstehen, muss man sich in die professionellen Kapitalanleger hineinversetzen: Wenn sie davon ausgehen, dass steigende Inflationsraten auf uns zukommen, wollen sie für längere Anlagezeiten höhere Zinsen, um die befürchtete Inflation auszugleichen. Diese höheren Zinsen für eine längere Zinsbindung schlagen sich in den Zinsaufschlägen für Forward-Darlehen nieder.

Wer seine vorhandene Immobilie finanziert, sollte die Erwartungen professioneller Anleger beachten und sich seine Darlehenszinsen jetzt sichern, denn in einigen Jahren könnten schon wesentlich höhere Zinsen fällig werden. Dagegen ist ein Forward-Darlehen trotz des erhöhten Aufschlages ein ideales Gegenmittel. Allerdings sollte sich jeder im Klaren sein, dass sich auch die Profis irren können und die Zinsen vielleicht doch nicht steigen. Dann zahlt man den Aufschlag für das Forward-Darlehen umsonst – nachträglich ändern kann man es nicht, denn der Vertrag ist bindend.