Rendite-Rechner: Wie gut ist Ihre Lebensversicherung?

Frankfurt 14.10.2011 –– Nahezu jeder Erwachsene in Deutschland hat eine Lebensversicherung für die Altersvorsorge abgeschlossen, doch nur die wenigsten können sagen, welche Rendite sie damit erwirtschaften. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihre Lebensversicherung abschneidet, können Sie den FMH-Rechner „ Rendite von Lebensversicherungen “ nutzen. Damit erfahren Sie schon nach wenigen Angaben, wie es um Ihre Police tatsächlich bestellt ist. Und so einfach geht’s…

Die Daten, die Sie zur Berechnung der Rendite benötigen, sind: der Versicherungsbeitrag, den Sie in gewissen zeitlichen Abständen entrichten (oft monatlich), die Laufzeit Ihrer Versicherung und die Ablaufleistung, die am Ende nach Angaben der Versicherung ausgezahlt wird. Bei der Ablaufleistung können Sie wählen zwischen der garantierten Versicherungssumme und dem Betrag, der die Überschussbeteiligung einschließt. Bedenken Sie, dass die letztgenannte Variante eine Prognose ist, die nicht eintreten muss. Daher sollten Sie auf jeden Fall auch die Garantiezins-Variante berechnen. Noch ein Klick – und Sie kennen die tatsächliche Rendite, die Sie für Ihre Beiträge erhalten.

FMH-Finanzberatung nennt Ihnen die wirkliche Beitragsrendite

Vielleicht wundern Sie sich, dass diese Verzinsung Ihrer Police geringer ausfällt als die Verzinsung, die Ihr Versicherer in seinen Schreiben in der Regel angibt – gleich ob es sich um die Rendite für die garantierte oder für die prognostizierte Auszahlungssumme handelt. Das liegt daran, dass die Gesellschaften sich immer auf die Verzinsung des Sparanteils Ihrer Beiträge beziehen, jedoch nicht auf die gezahlten Beiträge selbst. Der Sparanteil ist das, was übrigbleibt, wenn von Ihrem Beitrag die Kosten für Vertrieb und Verwaltung sowie für den Risikoschutz abgezogen wurden – nach Ansicht von Verbraucherschützern sind dies oftmals nur noch zwischen 60 und 80 Prozent Ihrer Beiträge.

Der Rechner indes errechnet die Rendite in Bezug auf die von Ihnen gezahlten Beiträge, da dies für einen Vergleich mit anderen Sparformen die einzig sinnvolle Vorgehensweise ist. Daher ist diese Beitragsrendite auf Sicht der gesamten Vertragslaufzeit immer niedriger als die Verzinsung, die Ihr Versicherer angibt.

Sie können errechnen lassen, ob sich ein Verkauf der Police lohnt

Falls Sie mit der errechneten Rendite nicht zufrieden sind oder ohnehin über einen Verkauf Ihrer Lebensversicherung nachdenken, können Sie über den Reiter „ Kündigung eines bestehenden Vertrages “ herausfinden, ob sich dieses Vorgehen derzeit lohnen würde. Dazu müssen Sie zunächst bei Ihrer Gesellschaft erfragen, wie hoch die prognostizierte Auszahlungssumme (inklusive Überschussbeteiligung, aber ohne Dynamik bei den Beiträgen) ausfällt, falls Sie die Police weiterführen.

Rückkaufswert kann sehr niedrig sein

Dort erhalten Sie auch den ebenfalls notwendigen Rückkaufswert – das ist der Betrag, den Ihnen die Gesellschaft bei einer Kündigung aktuell auszahlen würde. Dabei gilt: Je kürzer der Vertrag läuft, desto niedriger fällt der Rückkaufswert aus. Das liegt daran, dass in den ersten Vertragsjahren oft überproportional hohe Kosten entstehen, etwa durch Vertriebsprovisionen, sodass nur ein sehr geringer Teil der Beiträge angespart wird. Die Informationen über den Rückkaufswert wie auch die Auszahlungssumme werden übrigens oft postalisch zugestellt, um auszuschließen, dass Unbefugte an Ihre persönlichen Daten kommen.

Die objektive Grundlage für Ihre Entscheidung

Geben Sie die beiden Werte sowie die Restlaufzeit Ihres Vertrages und die Beitragshöhe in den FMH-Rechner ein – und Sie erfahren, welche Verzinsung eine neue Geldanlage bei einer Bank mindestens erwirtschaften müsste, um mit dem laufenden Versicherungsvertrag mitzuhalten. Sie können auch zwei Berechnungen nebeneinander stellen, um besser zu erkennen, wie sich die Veränderung einzelner Größen auswirken würde. Auf dieser objektiven Grundlage können Sie dann prüfen, ob es attraktive Bankangebote für Sie gibt und sich für oder gegen eine Kündigung entscheiden.