Auf welche Sparform Häuslebauer setzen sollten

Frankfurt 12.08.2013 –– Fondssparplan und Banksparplan statt Bausparen, sagen viele Redakteure oder Verbraucherschützer und führen als Grund die höheren Zinsen an. Doch was ist mit dem Risiko? Pro und Kontra der Sparformen – und welche letztlich „gewinnt“.

Geringe Guthabenzinsen: Dieses Manko wird stets als Totschlagargument gegen das Bausparen ins Feld geführt. Und in der Tat, die neuen Bauspartarife wirken mit 0,25 bis 1,25% Guthabenzinsen nicht eben attraktiv – zumal genau dieser Zinsertrag meist für die Bezahlung der Abschlussgebühr draufgeht.

Doch was ist mit dem Banksparplan im Vergleich? Magere 1,5% bis 1,75% Rendite winken innerhalb von 10 Jahren. Einzig der Fondssparplan lockt mit 5% und mehr Zinsen – allerdings nur prognostiziert, nicht garantiert.

Zudem bleibt das Risiko: Sparer müssen jederzeit damit rechnen, dass ihr Erspartes im Fondssparplan an Wert verliert anstatt zu steigen, schließlich unterliegt es den tagesaktuellen Kursschwankungen.

So lassen sich viele Sparer zwar von Aktienfonds und anderen Investment Produkten locken, bekommen aber rasch kalte Füße, wenn sie nach einem Fondsabsturz erkennen, dass sie weniger auf dem Konto haben als ursprünglich eingezahlt. Die meisten begehen dann den klassischen Fehler: Sie kündigen den Fondssparplan und realisieren dadurch erst den Verlust, statt fleißig weiter zu besparen und auf den nächsten Renditeanstieg zu warten.

Der Banksparplan hält keine emotionalen und finanziellen Berg- und Talfahrten bereit. Er ist eine stabile, sichere Geldanlage, die dem Bausparvertrag gegenüber jedoch trotzdem einen Nachteil hat:

Niemand weiß, wie hoch die Hypothekenzinsen in einigen Jahren sein werden. Die Bausparkasse dagegen garantiert dem Sparer am Ende seiner Ansparzeit den vereinbarten Darlehenszins von beispielsweise 2,50%.

Die Rechnung, die viele Redakteure und Verbraucherschützer aufstellen – wer eine hohe Rendite hat, kann sich später auch höhere Darlehenszinsen leisten, da er mehr Eigenkapital angespart hat – geht mit dem Banksparplan nicht auf, dafür sind die Zinsen zu niedrig. Und auch der Fondssparplan ist nur in der Theorie die beste Alternative, denn das Risiko ist zu hoch.

Für Sparer, die tatsächlich auf ein Eigenheim sparen, ist das Bausparen deshalb noch immer die beste Alternative – allerdings nur, wenn der richtige Tarif in der idealen Höhe und Zeitplanung ausgewählt wurde.

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