Anlagesicherheit in Zinsvergleichen

Frankfurt 24.06.2017 –– Hohe Zinsen und höchste Anlagesicherheit. Kunden, die beim Tages- und Festgeld weder auf das eine, noch auf das andere verzichten wollen, haben nun neue Möglichkeiten, sich ihre Wünsche zu erfüllen.

Für viele Anleger ist es die entscheidende Frage: Wie viele Abstriche nehmen sie bei der Rendite in Kauf, um ruhig schlafen zu können? Oder anders herum: Welches Risiko gehen sie ein, um ihr Geld auch in der Niedrigzinsphase zu vermehren?

Wie ein Sparer diese Frage beantwortet, ist stark von seiner Persönlichkeit abhängig – und von den Informationen, auf die er seine Entscheidung stützt. Eine wichtige Erkenntnisquelle sind dabei Zinsvergleiche im Internet. Die allerdings bilden nicht immer den gesamten Markt ab.

Es gibt Vergleiche, die die Angebote einzelner Staaten nicht auflisten, zum Beispiel, weil ihnen das Anlageland zu unsicher ist. Andere verzichten in ihren Listen auf die Angebote von Finanzvermittlern – zu kompliziert in Sachen Steuern oder im Fall einer Bankenpleite.

Tagesgeld und Festgeld: Breite Datenbasis für den Vergleich

Die FMH-Finanzberatung veröffentlicht seit jeher die Angebote aller Banken, die bereit sind, sich in der FMH-Übersicht listen zu lassen.

Um dem Sicherheitsbedürfnis vieler Anleger gerecht zu werden, haben wir zudem schon vor einiger Zeit die Länderbewertungen der Ratingagentur Moodys in unsere Zinsvergleiche eingearbeitet. Anleger erfahren im Vergleich also nicht nur die Renditen eines Fest-oder Tagesgeldangebots. Sie können auch ablesen, wie gut ein Anbieter außerhalb Deutschlands im Länderrating abschneidet. Auswirkung kann dieses Rating dann haben, wenn eine Bank Pleite geht. Das jeweilige Land sollte dann in der Lage sein, den gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherungsfonds zu unterstützen, falls dieser nicht genügend Kapital gebildet hat, um Kundengelder bis 100.000 Euro pro Anleger zurückzuzahlen

Um unsere Zinsvergleiche noch benutzerfreundlicher zu machen, haben wir nun eine weitere Funktion eingearbeitet: Sparer können die Ergebnislisten entsprechend ihren Vorlieben sortieren. Ein Klick auf das Länderrating und schon werden die Zinssätze analog dem besten Rating gelistet. Das führt zum Beispiel dazu, dass im Tagesgeld-Vergleich die Bank of Scotland mit einem Zinssatz von 0,1 Prozent (Großbritannien hat ein Aa1 Rating) vor dem Angebot der Oney Bank mit 1,072 Prozent landet. Denn Frankreich hat ein Aa2 Rating. Bei einem Anlagebetrag von 25.000 Euro und einem halben Jahr Laufzeit nimmt der Sparer bei dem (geringfügig sichereren) Angebot 12,50 Euro an Zinsen ein, bei der (minimal unsichereren) französischen Bank Oney Bank sind es 134,05 Euro.

Auch der Festgeldvergleich arbeitet inzwischen nach diesem System.

Auch bei sicheren Geldanlagen: Ein Restrisiko bleibt

Dennoch bleibt die Entscheidung für ein (wenn auch nur geringfügig höheres) Risiko eine sehr persönliche. Die jüngste Fast-Bankenpleite in Spanien – hier wird die Banco Popular von der Santander übernommen – zeigt zwar, dass die europäischen Regeln zur Bankenabwicklung bisher funktionieren. Ausgeschlossen ist eine Bankeninsolvenz in der EU aber weiterhin nicht. Es ist daher nach wie vor wichtig, auf einer validen Grundlage zu entscheiden.

Wir wollen mit der Erweiterung unseres Vergleichsrechners einen Beitrag dazu leisten.