Forward-Aufschläge steigen

Frankfurt 09.03.2017 –– Die Hypothekenzinsen sinken etwas, doch Forward-Darlehen verteuern sich leicht – kein schlechter Zeitpunkt, um den Zins für das künftige Darlehen festzuschreiben. Jedoch ist die Suche nach dem besten Anbieter wichtiger als das Timing!

Die Zinsen für längere Zinsbindungen fallen derzeit nicht so stark wie die fürs zehnjährige Baugeld; die Forward-Aufschläge steigen sogar. Das könnte eine Antwort auf die aktuell höhere Inflationsrate sein. Denn während die Banken bei kurzfristigen Kreditlaufzeiten auf die fast unverzinsten Anlagegelder der Kunden zurückgreifen, müssen sie Kredite mit längeren Laufzeiten über Pfandbriefe refinanzieren. Und da überlegen sich die Anleger als Vertragspartner der Banken schon, wie es weitergehen könnte mit der Inflation und den langfristigen Zinsen im Euro-Raum.

Beobachten Sie den Markt für Forward-Darlehen!

Nun sind Unsicherheiten auf den Kapitalmärkten selten hilfreich, um zu entscheiden, ob man die Zinsen vorzeitig festschreiben soll. Auch jetzt besteht keine Notwendigkeit, sofort ein Forward-Darlehen abzuschließen. Andererseits sollte man sich nicht zu entspannt zurücklehnen, weil höhere Hypothekenzinsen nicht auszuschließen sind. Unsere Empfehlung an Anschlussfinanzierer lautet: Kümmern Sie sich gezielt um Forward-Darlehen! Nutzen Sie Zinsvergleiche und nehmen Sie Sonderangebote wahr!

Anschlussfinanzierung: Bankwechsel spart oft Geld

Gerade bei Anschluss- und Forward-Darlehen lohnt es sich, nicht bei der Hausbank zu bleiben. Nach unserer langjährigen Erfahrung werden Bestandskunden sehr oft mit schlechteren Zinsen abgespeist als Neukunden. Das hat auch damit zu tun, dass die Bank die Immobilie meist nicht neu bewertet – in Zeiten steigender Preise ist das klar zum Nachteil der Kunden, denn das Beleihungsrisiko wird als unrealistisch hoch eingeschätzt, was zu ungerechtfertigten Zinsaufschlägen führt. Man kann sehr leicht einen ordentlichen Batzen Geld sparen, wenn man sich zum Hausbankangebot mindestens zwei Angebote aus einem aussagekräftigen Zinsvergleich aussucht. Diese Ersparnis kann selbst einen zu frühen Forward-Abschluss finanziell leicht ausgleichen.

Forward-Vergleich der FMH liefert exakte Daten

Der Forward-Vergleich der FMH-Finanzberatung integriert die Aufschläge gleich in die Zinsberechnung, gemäß der gewünschten Vorlaufzeit. Zinsaufschläge und Rabatte werden nach Darlehenshöhe, Beleihungsgrenze, Tilgungshöhe und Zinsbindungen exakt berechnet. Da die Einschätzung des aktuellen Immobilienpreises bei Forward-Angeboten zu anderen Ergebnissen führen kann, empfehlen wir: Setzen Sie unterschiedliche, aber realistische Werte für Ihre Immobilie ein und achten Sie darauf, ob es zu Veränderungen kommt!

42 Monate Vorlauf ohne Aufschlag

Das Aktionsangebot der DEVK bis zum 30. April.2017 lautet: Für 42 Monate Vorlaufzeit kein Forward-Aufschlag. Der Ansturm nach diesem befristeten Angebot war jedoch so groß, dass die Versicherung den Zinssatz angehoben hat, um die Anfragen zu bewältigen. Die Münchener Hypothekenbank vergibt Darlehen bis zu einem Beleihungsauslauf von 90 Prozent zum Zinssatz einer günstigeren 60-Prozent-Finanzierung. Wie elf andere Banken verzichtet die ING-DiBa im Forward-Vergleich der FMH für 12 Monate Vorlauf auf einen Zinsaufschlag, vergibt aber keine Forward-Darlehen mit einer Zinsfestschreibung von 15 Jahre fest.

11.250 Euro in 15 Jahren sparen – so geht’s

Bei Darlehen über 15 Jahre fest mit 12 Monaten Vorlauf bewegen sich die Forward-Aufschläge in unserem Vergleich zwischen null und 0,45 Prozent. Der Effektivzins für eine 60-Prozent-Finanzierung über 15 Jahre inkl. Forward-Aufschlag für 12 Monate Vorlauf reicht von 1,62 bis 2,39 Prozent. Bei einem Darlehen über 100.000 Euro summiert sich der Unterschied zwischen dem billigsten und dem teuersten Anbieter damit auf 11.250 Euro innerhalb von 15 Jahren – da lohnt sich der Vergleich auf jeden Fall!