Hypothekenzinsen versus Immobilienpreise

Frankfurt 02.03.2017 –– Wo geht’s hin mit den Hypothekenzinsen? Was machen die Immobilienpreise? Kauft man jetzt zu teuer? Oder sollte man schnell noch das billige Baugeld mitnehmen? Wir haben die wichtigsten Antworten.

Die Unkenrufe werden lauter. Deutschland befinde sich in einer Immobilienblase, heißt es hier. Das Ende des Booms sei absehbar, tönt es dort. Immer mehr Kaufinteressenten seien nicht mehr bereit, die aktuellen Mondpreise zu bezahlen, die gerade in Ballungsräumen und anderen A-Lagen aufgerufen werden.
Das mag in Einzelfällen zutreffen. Das Beispiel München – bekanntermaßen eine der teuersten Städte Deutschlands – beweist jedoch: Von einer Trendwende sind wir noch weit entfernt. Viele prophezeien der bayerischen Landeshauptstadt bereits seit zehn Jahren ein Ende des Immobilienbooms. Beeindruckt hat das niemanden. Die Preise stiegen weiter. Und sie steigen noch immer.

Daran wird sich auch bis auf Weiteres wenig ändern. Solange die Baugeldzinsen so niedrig sind und so viel Geld im Umlauf ist, solange wird auch die Nachfrage nach Immobilien hoch bleiben – ungeachtet der Preise.

Der Markt bleibt angespannt

Wer sich heute auf Immobiliensuche macht, muss eine Menge Zeit investieren, um das passende Objekt zu finden. Meist braucht es sechs bis neun Monate bis zum Vertragsschluss. Diese lange Vorlaufzeit macht es nicht unbedingt einfacher, die optimale Finanzierung zu ergattern. Denn innerhalb eines dreiviertel Jahres sich können sich die Zinskonditionen deutlich verändern. Die weitverbreitete Panik vor Sprüngen nach oben ist jedoch unbegründet. Wir von der FMH-Finanzberatung rechnen eher damit, dass die Zinsen in den kommenden Monaten noch einmal nachgeben werden.

Diese Prognose fußt auf zahlreichen Indizien. Da ist zum einen die Rendite der Bundesanleihe. Sie gibt seit ein paar Wochen wieder leicht nach. Die Hypothekenzinsen haben darauf noch nicht reagiert. Das liegt auch daran, dass Anleger auf die angekündigte Leitzinserhöhung in den USA und deren Auswirkungen warten, aber keiner genau weiß, welche Folgen die Zinserhöhung in Übersee auf Deutschland hat. Es heißt also abwarten.
Auch die steigende Inflationsrate wird nicht eins zu eins auf den Baugeldzins durchschlagen, denn es ist enorm viel Geld vorhanden, das angelegt werden will. Hinzu kommt, dass der Bund als einer der sichersten Anleihe-Geber, weniger Kredite braucht. Das steigert die Nachfrage nach Bundesanleihen – und drückt deren Rendite zusätzlich.

Hektik ist nicht angebracht – langes Warten auch nicht

Die aktuelle Lage am Zinsmarkt bedeutet allerdings nicht, dass Kaufinteressenten den Immobilienerwerb künstlich nach hinten schieben sollten, weil sie auf fallende Zinsen hoffen. Ebenso wenig sollten jene in Hektik verfallen, die eher ein Anziehen der Zinsen befürchten.

Natürlich sind gute Konditionen beim Hypothekendarlehen wichtig. Eine Zinsdifferenz von 0,25 Prozent ergibt bei einem Darlehen über 250.000 Euro innerhalb von 30 Jahren immerhin rund 15.000 Euro Ersparnis. 10.000 Euro weniger Darlehen, weil billiger eingekauft, reduzieren die Gesamtkosten bei gleichem Zinssatz sogar um 18.000 Euro. Statt sich über Miniaufschläge (oder Abschläge) bei den Zinsen zu sorgen, sollte die absolute Priorität aber darauf liegen, das richtige Objekt zu finden, Preis und Leistung vergleichen, Lage und Ausstattung miteinbeziehen und dann gezielt und überlegt die Finanzierungsentscheidung zu treffen. Wer sich ein Angebot von seiner Hausbank besorgt, dazu Offerten anderer Banken oder Versicherer anfordert und idealerweise auch Vermittlerangebote prüft, der kann eigentlich nicht viel falsch machen. Wer mehrere Angebote hat und nicht weiß, welches Angebot besser ist, kann sich an die FMH wenden.

Tipp: Die FMH-Finanzberatung stellt zwei vorhandene Angebote in verständlicher Form gegenüber. Dabei spielt es keine Rolle wie die beiden Darlehen konstruiert sind. Die FMH macht sie vergleichbar und liefert auch ein Wertungsergebnis. Sie können so ablesen, welches Modell um wie viel günstiger ist als das andere. Kostenpunkt: 175 Euro inkl. MwSt. Den Fragebogen dazu finden Sie hier.