Ratenkredite – ideal für Anschaffungen

Frankfurt 04.05.2017 –– Das Frühjahr ist die Zeit der Anschaffungen – und damit der Ratenkredite! Doch nur wenige Kreditnehmer schauen dabei auf den Zins. Für sie am wichtigsten: Bekomme ich das Geld – und wann? Darüber freuen sich teure Banken besonders.

Im Supermarkt schauen die meisten Kunden genau, was das Mehl oder die Bananen kosten – und wenn sie zu teuer sind, kaufen sie diese woanders ein. Anders sieht es aus, wenn dieselben Menschen ins Möbelgeschäft gehen. Vielleicht vergleichen sie noch, wenn es um die Qualität der Wohnzimmer-Möbel im Verhältnis zum verlangten Preis geht. Doch spätestens bei der Wahl des Ratenkredits lautet für acht von zehn Kreditnehmern die entscheidende Frage nicht „Was kostet mich der Kredit?“, sondern: „Bekomme ich das Geld – und wann?“

Ratenkredit: Paradoxe Logik, aber gute Gründe

Was paradox erscheint, hat gute Gründe: Das Hauptziel ist eben nicht ein möglichst günstiger Kredit, sondern der Kauf der dringend benötigten Möbel oder des heiß ersehnten Autos. Wohl deshalb vermeiden viele Leute den Gang zu Banken mit bonitätsunanbhängigen Krediten – und damit das Risiko, dass der Kreditwunsch von einem Sachbearbeiter abgebügelt werden könnte. Wer indes zu einem Institut mit bonitätsabhängigen Darlehen geht, weiß: „Ich bekomme meinen Kredit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – auch wenn ich dafür mehr bezahlen muss.“

Selbst geringe Bonität kostet knapp 15 % mehr

Die Banken wissen diese Haltung der Kunden zu schätzen. So verteuert sich ein Kredit über 10.000 Euro mit einer Laufzeit von 60 Monaten bei der Targobank um knapp 25 Euro von 179 auf fast 204 Euro im Monat, sofern statt eines Top-Kunden ein Kreditnehmer mit geringer Bonität aufkreuzt. In fünf Jahren summiert sich dieser Unterschied auf 1.460 Euro an Mehrkosten, die zusätzlich bei der Bank landen, sofern der Kunde nicht ausfällt. Ähnlich wie bei der Targobank sieht es bei vielen anderen Häusern aus – unter anderem BBBank, Commerzbank oder 1822direkt. Gleichwohl wird der Interessent aller Voraussicht nach bei der zuerst angesteuerten Bank abschließen, denn er denkt: „Wenn ich hier so eingestuft werde, wird es mir bei anderen Häusern kaum besser ergehen. Und bei einer Bank mit bonitätsunabhängigen Angeboten bekomme ich womöglich gar keinen Kredit.“

Ideale Kunden für teurere Ratenkredite

Dabei zeigt unser Ratenkredit-Vergleich : Ein gutes bonitätsunabhängiges Angebot über 10.000 Euro, etwa von DKB Deutsche Kreditbank oder Oyak Anker Bank, kostet bei einer Laufzeit von 60 Monaten derzeit nur 182 Euro und so kaum mehr als das beste bonitätsabhängige Angebot der Targobank. Gleichwohl finden die teureren Ratenkredite ihre Abnehmer vor allem unter zwei Kundentypen: zum einen unter den bonitätsschwachen Kunden, die froh sind, dass sie sich ihren Wunsch mit dem Kredit überhaupt erfüllen können; zum anderen unter den besser Verdienenden, die es zu mühsam finden, sich wegen ein paar Euro mehr einen neuen Anbieter zu suchen.

Zwei teure Fehler, die Sie vermeiden sollten

Die FMH-Finanzberatung weiß aus langjähriger Erfahrung, dass viele Ratenkredit-Kunden nach diesem oder einem ähnlichen Muster „gestrickt“ sind. Dennoch hier zwei wichtige Hinweise, um teure Fehler zu vermeiden. Erstens: Schließen Sie keine Restschuldversicherung ab, denn diese sind in aller Regel überteuert und bringen Sie Ihrem Kredit in keiner Weise näher (auch wenn Sie das glauben). Zweitens: Falls Sie einen teuren Kredit „erwischt“ haben und in ein günstigeres Darlehen umschulden könnten, tun Sie es. Sie können Ihren Kredit jederzeit zum Monatsende vorzeitig kündigen und müssen dann maximal ein Prozent der Restschuld an Vorfälligkeitsentschädigung zahlen – und selbst darauf verzichten viele Banken inzwischen. So lassen sich teure Fehler sogar im Nachhinein korrigieren. Eine Restschuldversicherung können Sie übrigens innerhalb von vier Wochen nach Abschluss kündigen.