Top-Zinsen fürs Tagesgeld

Frankfurt 28.02.2012 –– Sparer können bei ausgewählten Anbietern auch in den kommenden Monaten mit attraktiven Zinsen für ihr Tagesgeld rechnen. Das jüngste Beispiel, das diese FMH-Prognose von Anfang Januar 2012 bestätigt, ist die Barclays Bank. Die britische Großbank garantiert Anlegern einen Tagesgeld-Zins, der stets 1,75 Prozentpunkte über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt – und das für die Dauer von drei Jahren!

Aktuell liegt der EZB-Leitzins bei 1 Prozent, der Zins der Barclays Bank damit bei 2,75 Prozent. Für Sparer interessant: Die Bank bindet sich nach der Kontoeröffnung für die Dauer von 36 Monaten an die Zusage, einen Zins zu zahlen, der den Leitzins um 1,75 Prozent übersteigt – spätestens drei Wochen nach der Leitzinsänderung muss der Barclays-Zins angepasst werden. Anleger aber können schon morgen wechseln, wenn sie ein besseres Angebot finden. Damit überflügelt Barclays Bank Cortal Consors. Die Franzosen garantieren ihren Tagesgeldzins von 2,6 Prozent für ein Jahr.

Trotz EZB-Zinssenkung: Manche Banken bieten mehr als zuvor

Auch andere Banken trotzen den beiden Leitzinssenkungen der EZB von November und Dezember 2011 und bieten Sparern nun mehr Zinsen als zuvor: So hat die niederländische NIBC Direct den Tagesgeldzins für Neu- und Bestandskunden nach (!) der EZB-Zinssenkung von 2,75 auf 2,85 Prozent erhöht. Überzeugen kann auch die IKANO-Bank: Das 1988 aus dem IKEA-Konzern hervorgegangene Geldinstitut setzte den Tagesgeldzins nach den EZB-Zinssenkungen auf 2,81 Prozent hoch. Moneyou, ebenfalls aus den Niederlanden, bietet Sparern bereits seit Ende November vergangenen Jahres 2,75 Prozent.

Schlecht zahlende Banken zahlen noch weniger

Die Befürchtung mancher Marktbeobachter, die Zinssenkungen der EZB würden die Tagesgeld-Zinsen generell in den Keller schicken, hat sich also nicht bewahrheitet. Zwar zeigt auch der repräsentative FMH-IndeX an, dass die Tagesgeldzinsen für 5.000 Euro nach dem Hoch im September 2011 gefallen sind – von 1,83 auf nun 1,64 Prozent. Das liegt aber vor allem daran, dass ohnehin schlecht zahlende Banken aus dem Sparkassen- und Volksbanksektor ihre Konditionen nach unten anpassen und sich auf die Trägheit ihrer Kunden stützen – ganz nach dem Motto: Wer bisher mit 1 Prozent zufrieden war, wechselt nicht die Bank, wenn die Zinsen auf 0,75 Prozent sinken.

15 Banken bieten mindestens 2,5 Prozent

Sparer, die mit einer Inflationsrate von über zwei Prozent sowie mit Steuern konfrontiert sind, sollten mehr von ihrer Bank erwarten. Etliche Geldinstitute haben das erkannt: Insgesamt bieten 15 Banken ihren Neukunden einen Zins von mindestens 2,5 Prozent fürs Tagesgeld. Und immerhin sieben davon bieten auch ihren Bestandskunden diese Konditionen. Vorteil bei den anderen acht Häusern: Sie garantieren ihre Konditionen teils bis zu einem Jahr. Detaillierte Informationen bekommen Sie hier: www.fmh.de/tagesgeld