Der Staat stellt nur eine begrenzte Geldsumme zur Verfügung, mit der er die Bildung von Wohneigentum subventioniert. Nach hartem Ringen mit Interessenverbänden und Verbraucherschützern wurden sehr enge Fördervorgaben festgelegt.

Die Höhe der Wohn-Riester-Zulage richtet sich nach der Höhe des Sparbeitrages. Die maximale Förderung ab 2018 von 175 Euro (vorher 154 Euro)erhält, wer jährlich vier Prozent seines Jahresbruttoeinkommens vom Vorjahr in ein durch den Wohn-Riester gefördertes Produkt einzahlt. Die eingezahlte Summe wird im Jahr nur bis zum Betrag von 2.100 Euro – gleich vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze von 52.500 Euro für die gesetzliche Rentenversicherung – gefördert.

Ein solches durch den Wohn-Riester gefördertes Produkt kann zum Beispiel ein entsprechend zertifizierter Bausparvertrag sein. Der Riester-Sparbeitrag kann auch zur Tilgung eines zertifizierten Baudarlehens eingesetzt werden – in diesem Fall spricht man auch von einem Darlehens-Riester-Vertrag. Die jährliche Sparrate kann um die Zulage gekürzt werden, um die Vorgaben für die maximale Förderzulage nicht zu überschreiten.

Mittelbare Förderung für Ehepartner möglich

Bei Ehepaaren, bei denen nur ein Partner zur unmittelbaren Wohn-Riester-Förderung berechtigt ist, kann der andere die mittelbare Förderung erhalten – gleich ob es sich um eine(n) Hausfrau/Hausmann, Selbstständige(n) oder Freiberufler(in) handelt, die nicht rentenversicherungspflichtig sind und somit keine Riester-Förderung erhalten würden. Wichtig ist dabei, dass jede Person einen Vertrag auf den eigenen Namen abschließt. In diesem Fall reicht der Mindestbetrag von 60 Euro pro Jahr als eigene Sparleistung aus, um in den Genuss der vollen Förderung zu kommen.

Einige Beispiele für die Auswirkung von Einkommen, Sparrate und Förderung:

Steuervorteil bei Wohnriester

Auswirkung bei geringer SparleistungBeispiele für eine Person
Bruttoeinkommen
pro Jahr
Sparleistung gesamtBasiszulage
(auf Sparrate bezogen)
ergibt eigene Sparleistung
pro Jahr
zusätzlicher möglicher
Steuervorteil*
10.000 €300 €131 €169 €0 €
20.000 €500 €109 €391 €35 €
40.000 €1.500 €164 €1.336 €339 €
60.000 €2.000 €167 €1.833 €663 €
Auswirkung bei idealer SparleistungBeispiel für eine Person
Bruttoeinkommen
pro Jahr
Sparleistung gesamtBasiszulage
(auf Sparrate bezogen)
ergibt eigene Sparleistung
pro Jahr
zusätzlicher möglicher
Steuervorteil*
10.000 €400 €175 €225 €0 €
20.000 €800 €175 €625 €57 €
40.000 €1.600 €175 €1.425 €361 €
60.000 €2.100 €175 €1.925 €696€
Auswirkung bei höherer SparleistungBeispiel für eine Person
Bruttoeinkommen
pro Jahr
Sparleistung gesamtBasiszulage
(auf Sparrate bezogen)
ergibt eigene Sparleistung
pro Jahr
zusätzlicher möglicher
Steuervorteil*
10.000 €2.100 €175 €1.925 €0 €
20.000 €2.100 €175 €1.925 €409 €
40.000 €2.100 €175 €1.925 €527 €
60.000 €3.000 €175€2.825 €696 €
Auswirkung bei idealer SparleistungBeispiel für ein Ehepaar mit 2 Kindern (geb. 2006 und 2008)
Bruttoeinkommen
pro Jahr
Sparleistung gesamtBasiszulage
(auf Sparrate bezogen)
Kinder­zulageergibt eigene
Sparleistung
pro Jahr
zusätzlicher möglicher
Steuervorteil*
30.000 €1.200 €175 € + 175 €185 € + 300 €365 €0 €
50.000 €2.000€175 € + 175 €185 € + 300 €1.165 €0 €
70.000 €2.800 €175 € + 175 €185 € + 300 €1.965 €63 €
120.000 €4.200 €175 € + 175 €185 € + 300 €3.365 €989 €