Mögliche Probleme

Wohn-Riester: Was tun wenn …?

Der Staat macht nicht nur Vorgaben bei der Höhe der Förderung und der Auswahl des Personenkreises. Er gibt auch klare Richtlinien vor, was passiert, wenn die geförderte Immobilie vorzeitig verkauft wird.

Verkauf der Immobilie vor Renteneintritt

Wer seine mit dem Wohn-Riester geförderte Immobilie vor dem Eintritt ins Rentenalter verkauft, hat zwei Möglichkeiten, damit das Finanzamt für das Kapital auf dem Wohnförderkonto keine Steuern nachfordert. Entweder er erwirbt innerhalb von vier Jahren eine neue eigengenutzte Immobilie und setzt dazu mindestens die Höhe des fiktiven Kontostandes auf dem Wohnförderkonto als Eigenmittel ein. Oder er zahlt aus dem Verkaufserlös den Betrag auf dem Wohnförderkonto innerhalb eines Jahres in einen anderen Riester-Vertrag, etwa einen Banksparplan, einen Fonds oder eine Versicherung ein.

Verkauf oder Vermietung aus beruflichen Gründen

Ein vorübergehender Auszug von maximal einem Jahr ist unschädlich für die Riester-Förderung. Kommt es aus beruflichen Gründen zu einer Vermietung, ist entweder ein neues eigengenutztes Objekt zu erwerben oder der Geförderte muss dem Finanzamt glaubhaft machen, dass er spätestens mit 67 Jahren in das bisher geförderte Objekt zurückkehrt und dort seinen Lebensabend verbringen will.

Verkauf oder Auszug nach Renteneintritt

Der Umzug des Geförderten in ein Senioren- oder Pflegeheim ist nur dann förderunschädlich, wenn der Partner weiterhin in dem betreffenden Haus wohnt. Wer sich aber bereits zuvor in eine Anlage für altersgerechtes Wohnen eingekauft hat, kann das Riester-Haus ohne Ausgleichszahlung für die Förderung verkaufen. Sollte einer der beiden Rentner versterben, muss der andere in dem mit Wohn-Riester geförderten Haus wohnen bleiben, damit das Finanzamt keine Nachforderung stellt.

Wird die Riester-Immobilie förderschädlich verkauft, erfolgt eine Nachversteuerung der noch nicht versteuerten Restjahre (bis Endalter 85). Wurde aber die Variante mit dem steuerlichen Rabatt von 30 Prozent gewählt, darf das Objekt 20 Jahre lang nicht veräußert werden. Wird das Riester-Objekt dennoch vorher förderschädlich verkauft, erfolgt eine “Strafbesteuerung” mit dem eineinhalbfachen Betrag des vorher erhaltenen Rabattes von 30 Prozent, wenn der Verkauf innerhalb der ersten zehn Jahre erfolgt. Wird das Objekt zwischen dem 10. und 20. Jahr verkauft, ist der einfache Rabattbetrag zu versteuern.

Scheidung

Wenn es wegen einer Scheidung zum Verkauf der Immobilie kommt, gilt auch hier die Vier-Jahres-Regel (siehe Verkauf der Immobilie vor Renteneintritt). Falls einer der beiden in der mit Wohn-Riester geförderten Immobilie wohnen bleibt, geht die Förderung nicht verloren.

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