Grafik der Woche

Interessante Zinskurven und ihre Hintergründe.

Wer über ein Archiv mit Zinsinformationen der letzten 20 Jahre verfügt und ein leistungsstarkes Grafik-Tool zur Erstellung von Zins-Charts sein Eigen nennt, kann spannende Vergleiche anstellen. Wer zudem in den letzten 30 Jahren wertvolles Fachwissen rund um das Thema Zinsen gesammelt und eine Leidenschaft für die interessanten Aspekte der Zahlenwelt hat, kann diese Vergleiche auch anschaulich erklären.

Deshalb erstellt die FMH-Finanzberatung regelmäßig die „Grafik der Woche“, erklärt Hintergründe, Zusammenhang und Bedeutung.

Diese Rubrik gehört übrigens zu den beliebtesten auf unserer Website. Die neueste „Grafik der Woche“ finden Sie stets auf unserer Startseite – aber auch unser Archiv gewährt spannende Einblicke:

Entwicklung der Tagesgeldzinsen

Entwicklung der Tagesgeldzinsen

Entwicklung der Tagesgeldzinsen

10.09.2014 –– Die Bundesbank erhebt von allen Banken Zinssätze zu Tagesgeldanlagen. Dabei sind natürlich die Sparkassen und Volksbanken die hauptsächlich vertretenen Institute. Und eine kleine Volksbank hat den gleichen Meldewert wie eine große ING-DiBa. Der FMH-IndeX zu Tagesgeldzinsen beschränkt sich auf 35 Banken, aus den verschiedenen Bankgruppen. Dabei stehen jeweils 6 Banken aus dem Sparkassen und Volksbankenlager 7 Direktbanken und 7 Spezialbanken gegenüber. Die restlichen Banken gehören zu den Autobanken, Geschäftsbanken und immerhin 3 Banken bieten lediglich eine gesetzliche Einlagensicherung. Diese unterschiedlichen Zusammensetzung der Datenquellen spiegeln sich im Kurvenverlauf.

EZB-Leitzins und Inflation

EZB-Leitzins und Inflation

EZB-Leitzins und Inflation

31.08.2014 –– Und wieder schaut alles auf die EZB. Was wird Sie unternehmen, um das weitere Absinken der Inflationsrate, die in Deutschlang zuletzt bei 0,8 und EU-weit bei 0,3% liegt, zu stoppen. Das Ziel ist eine Inflationsrate von 2%, die in den letzten 20 Jahren sehr oft unterschritten wurde. Meist wurde gegen eine aufkommende steigende Inflationsrate interveniert, was auch viele Jahre funktionierte. Aber leider ist in den letzten 5 Jahren kein gewünschter langsamer Inflationsanstieg zu erkennen. Die Angst vor einer Deflation wächst.

Festgeldanlage und Inflation

Festgeldanlage und Inflation

Festgeldanlage und Inflation

22.08.2014 –– Es ist schon fast traurig, dass man erst mit Festgeldanlagen von 4 Jahren und länger eine Rendite erzielt, die einen Inflationsausgleich schafft. Sicherlich gibt es immer einzelne Angebote mit höherer Rendite, aber der Durchschnitt schafft eben nur eine Verzinsung in Inflationshöhe. Wenn man dann noch die Abgeltungssteuer abzieht, dann ist man auch dabei kräftig im Minus. Seit Jahren warten die Anleger auf die vielbeschworene und vielleicht kommende Inflationssteigerung.

Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

14.08.2014 –– Mit 1,99% ist der FMH-IndeX für Hypohekenzinsen (10 Jahre fest) das erste Mal unter zwei Prozent gerutscht. Top-Angebote bis 60% Beleihung gibt es schon für 1,67% Effektivzins und Volltilgerdarlehen innerhalb von 10 Jahren sind schon für 1,48% zu bekommen. Zinssätze, die vor einigen Jahren als unvorstellbar gegolten hätten. Und es wird zur Zeit noch nicht von einer Zinswende gesprochen, sondern man geht davon aus, dass dieses Niveau einige Zeit anhalten könnte.

Ratenkredite und Leitzins

Ratenkredite und Leitzins

Ratenkredite und Leitzins

04.08.2014 –– Fast still und leise werden die Ratenkreditzinsen seit Jahren immer billiger. Ab und zu bietet eine Bank einen Sonderzins, aber in der großen Masse der Angebote hat dies auf den FMH-IndeX keine Auswirkung. Ob die Banken die Leitzinssenkungen direkt an den Kunden weiter geben, ist nicht feststellbar, aber einen Zusammenhang gibt es schon. Vor allem auch, weil die Refinanzierung der Kredite durch Spareinlagen der Kunden immer günstiger geworden ist. Die Marge der Banken liegt bei 5% und mehr und dies bei sehr geringen Kreditausfällen. Ein lukratives Geschäft für die Banken.

Inflation ist höher als 2 Jahre Festgeld

Inflation ist höher als 2 Jahre Festgeld

Inflation ist höher als 2 Jahre Festgeld

28.07.2014 –– In den letzten 20 Jahren war es kein großes Kunststück Anlagezinsen über der Inflationsrate zu erwirtschaften. Erst seit dem Jahreswechsel 2010 zu 2011 hat sich das Blatt gedreht und die Inflationsrate ist höher als der Festgeldzins für 2 Jahre. Bei dieser Kurve handelt es sich um den FMH-IndeX für 2 Jahre Festgeld und nicht um die TOP-Angebote. In der Zinsübersicht der FMH finden sich über 30 Institute die einen Anlagezins über der Inflationsrate bieten. Es lohnt sich gerade bei längeren Geldanlagen das beste ZInsangebot auszuwählen.

Tagesgeldzins liegt über dem Leitzins

Tagesgeldzins liegt über dem Leitzins

Tagesgeldzins liegt über dem Leitzins

20.07.2014 –– Die Tagesgeldzinsen laut Bundesbank weisen einen Mittelwert von 0,36% auf und liegen seit einigen Monaten sogar über dem EZB-Leitzins. Das könnte heißen, dass auch die Sparkassen und Volksbanken, die zum überwiegenden Teil zu den Bundesbankzahlen beitragen, höhere Zinsen dafür bezahlen, als dies auf den Sparbuchkonten der Fall ist. Dieser liegt laut FMH-IndeX bei lediglich 0,18%. Die bessere Verzinsung beim Tagesgeld ist vermutlich dem stärkeren Wettbewerb unter den Banken geschuldet.

Geringere Anlagezinsen bedeuten höhere Vorfälligkeitsentschädigung

Geringere Anlagezinsen bedeuten höhere Vorfälligkeitsentschädigung

Geringere Anlagezinsen bedeuten höhere Vorfälligkeitsentschädigung

13.07.2014 –– Bei einer vorzeitigen Kündigung eines Hypothekendarlehens darf die Bank den entsprechenden Schaden laut verschiedenen BGH-Urteilen dem Darlehensnehmer in Rechnung stellen. Je geringer die gegen zu rechnenden Pfandbriefsätze, desto höher die Entschädigungszahlung. Vergehen zwischen der ersten Berechnung einer entsprechenden Entschädigung und der tatsächlichen Kreditrückzahlung einige Wochen und die Anlagezinsen sinken zwischenzeitlich, dann steigt in einem solchen Fall die Entschädigungshöhe an. Gültig ist eigentlich immer der Tag der Rückzahlung und nicht der Planung bzw. ersten Kalkulationsberechnung.

Einige Banken verzichten auf Überziehungszinsen

Einige Banken verzichten auf Überziehungszinsen

Einige Banken verzichten auf Überziehungszinsen

02.07.2014 –– Seitdem die ING-DiBa groß publiziert hat, dass sie keinen erhöhten Zinssatz für eine weitere Überziehung des vereinbarten Disporahmens verlangt, sehen sich immer mehr Banken veranlasst, dem Beispiel der ING-Diba zu folgen. Die DKB hat dies aktuell zum 01.09. angekündigt. Selbst regionale Banken folgen dem Beispiel. Dieser Verzicht kostet die Banken auch nicht viel Geld, weil es sich dabei um relativ geringe Beträge handelt, die noch dazu meist nur für sehr kurze Zeit zusätzlich überzogen werden. Die Kurve zeigt die Differenz aus dem FMH-IndeX Giro zu den weiteren Überziehungszinsen.

Hypothekenzinsen fallen weiter

Hypothekenzinsen fallen weiter

Hypothekenzinsen fallen weiter

26.06.2014 –– Seit dem Beginn der Finanzkrise haben sich die Hypothekenzinsen halbiert. Immerhin 21 von 66 Banken verlangen bei 10 Jahre fest nur effektiv 2% und weniger – das billigste regionale Angebot liegt aktuell bei 1,86%. Bei 15 Jahre fest geben sich 12 von 56 Instituten mit einem Effektivzins von unter 2,5% zufrieden und lediglich 3 Banken wollen Zinsen von über 3% haben. Unterstellt ist dabei eine Beleihung bis 50% und ein Darlehen von 200.000 Euro.

Ratenkredite werden immer billiger

Ratenkredite werden immer billiger

Ratenkredite werden immer billiger

15.06.2014 –– Die letzte EZB-Leitzinssenkung hat bereits einige Banken dazu angespornt, die Zinssenkung an Ihre Kunden weiter zu geben. Oft handelt es sich dabei um Marketing-Maßnahmen. Aber dem Kunden kann es egal sein, was der Beweggrund ist für eine Senkung. Wichtig dabei ist immer nur, dass namhafte Anbieter von Ratenkrediten mit einer echten Senkung vorausgehen, weil dies viele andere dazu animiert, mitzuziehen. Dies funktioniert bereits seit vielen Jahren.

EZB-Leitzins und Euribor 3 Monate

EZB-Leitzins und Euribor 3 Monate

EZB-Leitzins und Euribor 3 Monate

08.06.2014 –– Die EZB hat am Donnerstag den Leitzins nochmals um 0,1 auf 0,15 Prozent gesenkt. Eine Weitergabe der Senkung bei den Dispozinsen wird nicht erfolgen. Vermutlich ca. 95% der Banken haben ihren Dispozins an die Entwicklung des EZB-Leitzinses oder an einen Euribor-Zins gekoppelt. Weil aber gleichzeitig in den meisten Preisverzeichnissen der Banken steht, dass eine Dispoanpassung erst erfolgt, wenn der Referenzzins sich um mindestens 0,25%-Punkte innerhalb eines festgelegten Zeitraums verändert, reicht die aktuelle Senkung nicht aus. Und der Euribor ist schon seit 1,5 Jahren auf dem aktuellen Niveau. Wenn Banken also senken, machen Sie dies freiwillig und nicht wegen der Anpassung auf Grund der Referenzzinsveränderung.

Tagesgeldzins unter Inflationsrate

Tagesgeldzins unter Inflationsrate

Tagesgeldzins unter Inflationsrate

29.05.2014 –– Tagesgeld wird von vielen Sparern seit Jahren als Geldanlagemöglichkeit gesehen. Von anderen als Parkplatz, um gezielt zum richtigen Zeitpunkt in besser verzinste Anlageangebote zu investieren. Die einen haben den Aktieneinstieg verpasst und die anderen warten vergebens auf die höheren Anlagezinsen. Während der Tagesgeldzins laut FMH-IndeX stetig ein wenig billiger wird, steigt die Inflation wieder ein bisschen mehr. Und die EZB tut eigentlich alles, um den Euro zu schwächen und die Inflation auf etwa 2% zu heben. Spricht nicht für die Tagesgeldanlage. Ausnahme, man ist bereit, sein Erspartes öfters zum Spitzenanbieter zu wechseln, dann können auch Renditen leicht über der Inflationsrate erreicht werden.

Zinstief bei den Hypothekenzinsen

Zinstief bei den Hypothekenzinsen

Zinstief bei den Hypothekenzinsen

22.05.2014 –– Das letzte Zinstief hatten wir am 10.Mai 2013 gehabt. Diese Woche wurden über alle Zinsbindungszeiten hinweg neue Tiefststände erreicht. Bei 5 Jahre 1,76% (Mai 2013) zu 1,68% aktuell, bei 10 Jahre 2,30% zu 2,23%, bei 15 Jahre 2,90% zu 2,81% und bei 20 Jahre 3,08 zu 3,02%. Und es ist nicht so, dass man davon ausgehen muss, dass wir sofort wieder kräftig ansteigende Hypothekenzinsen bekommen werden. Die oben genannten Zinssätze sind Effektivzinsen laut dem FMH-Index, der seit Jahren aus 40 ausgewählten Banken gebildet wird.

Sparbuch und Tagesgeld

Sparbuch und Tagesgeld

Sparbuch und Tagesgeld

15.05.2014 –– Der Abstand der Zinsen 1999 und aktuell ist ziemlich identisch. Die Tagesgeldzinsen verzeichneten dreimal in diesem Zeitraum echte Anlagechancen im Vergleich zum konservativen Sparbuch. Der aktuelle Sparbuch-Mittelwert liegt bei 0,2% und beim Tagesgeld im Durchschnitt der Angebote laut FMH-IndeX immerhin noch bei 0,67%. Beide Zinssätze bieten also keinen Inflationsausgleich. Der Mittelwert der vergangenen 15 Jahre liegt beim Sparbuch bei 1,08% und beim Tagesgeld bei 1,99%. Übrigens, die FMH-Finanzberatung pflegt als einziges Unternehmen die reinen Sparbuchzinsen seit 1994 – selbst die Bundesbank bietet keine reinen Sparbuchzinsen mehr in ihrer Statistik.

Sparbrief 4 Jahre oder Tagesgeld?

Sparbrief 4 Jahre oder Tagesgeld?

Sparbrief 4 Jahre oder Tagesgeld?

05.05.2014 –– Viele Anleger parken seit 2009 sehr viel Geld auf dem Tagesgeldkonto, weil sie eine lukrativere Geldanlage nicht verpassen wollen. Dabei denken sie weniger an Geldanlagen in Investments sondern in fest verzinsten Bankprodukten. Wer vor 4 Jahren sein Geld in einem Sparbrief von 4 Jahren angelegt hätte, hätte bei einer durchschnittlichen Verzinsung für 10.000 Euro Zinsen jetzt rund 1.000 Euro auf dem Konto, während der Tagesgeldanleger lediglich 470 Euro an Verzinsung erreichte. Und so kann es die nächsten Jahre noch weiter gehen. Ein guter Sparbrief von 2 bis 4 Jahre sollte eine gute Anlageempfehlung sein.

Tagesgeldzins und Inflation

Tagesgeldzins und Inflation

Tagesgeldzins und Inflation

27.04.2014 –– Irgendwie ist es schon das Ziel einer Geldanlage, höhere Zinsen zu erwirtschaften als die Inflation auf der anderen Seite wieder an Geldentwertung auffrisst. Im Betrachtungszeitraum vom April 2004 bis April 2014 lag der FMH-IndeX fürs Tagesgeld bei 1,73% und die Inflation lag im Durchschnitt bei 1,72%. Wenn man den Anlagezeitraum von April 1995 bis April 2004 betrachtet war der Tagesgeld-IndeX bei 2,60% und die Inflation im gleichen Zeitraum bei 1,36%. Da konnte man selbst nach Steuern ( 1,92% ) noch einen kleinen Vorteil gegenüber der Kaufkraft Entwicklung feststellen. Dies schafft man zur Zeit nicht einmal, wenn man immer beim TOP-Anbieter sein Tagesgeld parkt.

Die Entwicklung der Bauspar-Guthabenzinsen

Die Entwicklung der Bauspar-Guthabenzinsen

Die Entwicklung der Bauspar-Guthabenzinsen

17.04.2014 –– Nicht erst seit der Finanzkrise sondern bereits seit 15 Jahren verzinsen die Bausparkassen das angesparte Guthaben immer niedriger. Der durchschnittliche Zinssatz ist von fast drei Prozent auf mickrige 0,5 Prozent gesunken. Diese Mittelwerte ergeben sich aus etwa 85 Tarifen, die von der FMH-Finanzberatung regelmäßig ausgewertet werden. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich der Mittelwert der Guthabenzinsen den Nullzins erreicht – auch wenn die erste Bausparkasse einen Tarif nur noch mit 0,1% verzinst. Aber es gibt auch aktuell noch Neuverträge mit 1.25% Verzinsung und das ohne Bonus bei Darlehenverzicht.

Euribor 3 Monate und EZB-Leitzins

Euribor 3 Monate und EZB-Leitzins

Euribor 3 Monate und EZB-Leitzins

08.04.2014 –– Seit ein paar Monaten liegt der Zinssatz des Euribors für 3 Monate wieder leicht über dem EZB-Leitzins. Dies ist nichts Ungewöhnliches wie die kleine Kurve auch ausweist. Im Durchschnitt der letzten 15 Jahre hatten wir einen Mittelwert beim Leitzins von 2,36% und beim 3 Monat-Euribor von 2,48%. Bankprodukte, wie variable Darlehen, Dispokredite und manche Sparprogramme, die den Euribor für 3 Monate als Referenzzins verwenden, werden aber vermutlich noch nicht reagieren. In den meisten Bedingungen dürfte vermerkt sein, dass eine Veränderungen von 0,1 bis 0,25 Prozentpunkte für eine Zinsanpassung notwendig ist.

Sparbuch oder Sparbuch mit Festzins?

Sparbuch oder Sparbuch mit Festzins?

Sparbuch oder Sparbuch mit Festzins?

31.03.2014 –– Es liegen Milliarden von Euros auf normalen Sparbüchern und zum Teil mit mickrigen Zinsen von unter 0,5 Prozent. Wer vom Sparbuch nicht lassen will, sollte sich zumindest Anbieter mit höheren Zinsen aussuchen. Gleichzeitig ist zu empfehlen, wenigstens einen Teil des Ersparten für ein Jahr oder länger fest auf einem Sparbuch anzulegen. Hierfür gibt es einiges höhere Zinsen, die meist sogar konkurrenzfähig sind mit einem Festgeldangebot. Bei beiden festgelegten Anlageformen ist eine vorzeitige Verfügung des Anlagekapital ausgeschlossen.

Darlehenszinsen von Bausparkassen und Banken

Darlehenszinsen von Bausparkassen und Banken

Darlehenszinsen von Bausparkassen und Banken

24.03.2014 –– Die Hypothekenzinsen sind im Laufe der letzten 15 Jahre von 6,56 auf 2,51 Prozent gesunken – die Darlehenszinsen der Bausparkassen von 4,88 auf 2,79 Prozent. Der Zinsverlauf der beiden Finanzierungsvarianten nähert sich in den letzten Monaten immer mehr an. Alle Bausparkassen haben reagiert und die Zinsen sowohl bei den Guthaben als auch bei den Darlehen weiter abgesenkt. Da Bausparverträge für die Zukunft abgeschlossen werden, könnten sich diese in 7 bis 10 Jahren, wenn sie die Zuteilungskriterien erfüllt und die Hypothekenzinsen sich wieder verteuert haben, echt lohnen.

Hypothekenzinsen und Inflation

Hypothekenzinsen und Inflation

Hypothekenzinsen und Inflation

18.03.2014 –– Vor einem Jahr haben sich die Effektivzinsen für Hypothekendarlehen mit einer Zinsbindung von 10 Jahren extrem angenähert. In den letzten Monaten ist die Schere wieder etwas auseinander gegangen. Da die EZB intensiv daran arbeitet, dass die Inflationsrate möglichst über 2% liegt, könnte es in ein paar Jahren der Fall sein, dass die Inflationsrate höher ist als die zu zahlenden Hypothekenzinsen. Eine Freude für jeden Bauherrn mit sehr langen Zinsfestschreibungen.

Verlauf von Inflation und EZB-Leitzins

Verlauf von Inflation und EZB-Leitzins

Verlauf von Inflation und EZB-Leitzins

11.03.2014 –– Seit einigen Jahren ist die Inflationsrate höher als der EZB-Leitzins. Und gleichzeitig fehlen der EZB bald die Einflussmöglichkeiten, um die Inflation wieder auf die ideale Höhe von 1,5 bis zwei Prozent zu bringen. Sicherlich kann auch die EZB Anleihen aufkaufen, aber diese Geldvermehrung kommt in Europa und hauptsächlich in Deutschland nicht so gut an. Die Angst vor Inflation ist bei uns “vererbt” und die Angst vor Deflation kennt man nur aus den Nachrichten. Auch die negative Auswirkung von Deflation ist nicht bekannt und folglich auch nicht richtig vorhanden.

EZB-Leitzins und Tagesgeld

EZB-Leitzins und Tagesgeld

EZB-Leitzins und Tagesgeld

06.03.2014 –– Auch wenn die EZB den Leitzins heute unverändert bei 0,25 Prozent belassen hat, müssen die Anleger von Tagesgeld mit leichten fallenden Zinsen rechnen. Warum sollten die Banken den Anlegern wesentlich höhere Zinsen bezahlen als sie dies bei der EZB müssen? Es gibt zwar keine gravierende Bewegung, aber ständig erfolgt irgendeine Absenkung – mal bei den Neukundenangeboten, mal bei der Zinsgarantie und dann auch wieder direkt beim Zinssatz.

Festgeld 12 Monate oder Tagesgeld

Festgeld 12 Monate oder Tagesgeld

Festgeld 12 Monate oder Tagesgeld

24.02.2014 –– In den zurückliegenden Jahren wurde die Festgeldanlage für 12 Monate besser verzinst als das Tagesgeld. Der Mittelwert für Festgeld 12 Monate liegt seit Januar 1996 bei 2,54 und fürs Tagesgeld bei 2,11 Prozent. Seit einigen Wochen ist der Festgeldzins sogar unter den Tagesgeldzins gesunken. Anscheinend glauben viele Anleger, dass es bei der aktuellen Tendenz fallender Leitzinsen eine kurze Festlegungszeit sinnvoller ist als das Tagesgeld, das wesentlich schneller auf Marktveränderungen reagiert. Wer die Niedrigzinsphase überbrücken will, sollte sein Geld wenigstens 2 oder 3 Jahre festlegen, denn dann erhält er eine bessere Verzinsung als beim Tagesgeld und das garantiert.

Bundesanleihe und Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

Bundesanleihe und Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

Bundesanleihe und Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

16.02.2014 –– Die aktuelle Absenkung der Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen und das Absinken der Hypothekenzinsen geschieht ohne dass in unserer direkten Wahrnehmung eine Krise für die Anlegerflucht in sichere Staatspapiere sichtbar wäre. Es sind die Probleme in den Schwellenländern, die eine Unsicherheit bei den Anlegern verursachen und diese auf die extrem sicheren Bundesanleihen zurückgreifen lässt. Im Schlepptau davon verbilligen sich auch die Pfandbriefe und am Ende auch die Hypothekenzinsen. Dass wir einen neuen absoluten Tiefststand erreichen werden, ist zwar keine Prognose, aber nicht mehr ausgeschlossen.

KfW 124 und Hypothekenzinsen 10 Jahre fest oft identisch

KfW 124 und Hypothekenzinsen 10 Jahre fest oft identisch

KfW 124 und Hypothekenzinsen 10 Jahre fest oft identisch

09.02.2014 –– Die Zinsen des klassischen Wohneigentumsprogramms 124 von der KfW sind seit vielen Jahren fast gleich teuer wie die Hypothekenzinsen 10 Jahre fest. Interessant wird dieses Programm vor allem bei den wenigen Banken, die den KfW-Anteil wie Eigenkapital ansehen und somit das Hauptdarlehen der Bank mit besseren Zinsen vergeben können. Unschlagbar günstig sind die KfW-Programme für Energieeffizientes Sanieren und Bauen, denn diese Programme (151, 152 und 153) werden vom Staat subventioniert.

Der unglaubliche Verlauf der Hypothekenzinsen

Der unglaubliche Verlauf der Hypothekenzinsen

Der unglaubliche Verlauf der Hypothekenzinsen

02.02.2014 –– Der aktuelle FMH-Index für Hypotheken mit einer Zinsbindung von 10 Jahre fest liegt bei 2,6%. Zu den frühen Zeiten der Wiedervereinigung 1990 bis 1992 hatten wir Zinsen von knapp 10%. Fast viermal so hoch wie heute und trotzdem konnten die Leute Häuser bauen. Wenn man dieses Zinshoch des Wiedervereinigungsbooms ausblendet sind die Hypothekenzinsen die letzten 30 Jahre immer billiger geworden. Erkennbar ist auch, dass immer wieder ein Zeitraum von etwa einem Jahr dabei war, in dem die Baugeldzinsen leicht angezogen haben, um anschließend noch tiefer zu rutschen. Dieser Verlauf dürfte sich in den nächste Jahren nicht wiederholen. Viele Finanzierungsprofi gehen in nächster Zeit von gleichbleibenden bis leicht steigenden Zinsen aus.

Nicht immer war die Inflationsrate höher als der Sparbuchzins

Nicht immer war die Inflationsrate höher als der Sparbuchzins

Nicht immer war die Inflationsrate höher als der Sparbuchzins

20.01.2014 –– Nicht immer war der Sparbuchzins geringer als die Inflationsrate, wie dies seit 2004 mit einer kleinen Unterbrechung der Fall war. Der durchschnittliche Sparbuchzins der letzten 20 Jahre liegt bei 1,47% und die Inflationsrate bei rund 1,6 %. Interessant ist das fast lineare Absinken des Sparbuchzinses, auch Spareckzins genannt. Übrigens, die reinen Sparbuchzinsen sind nur noch bei der FMH-Finanzberatung für die vergangenen 20 Jahre zu erhalten. Auch von der Bundesbank werden die reinen Sparbuchzinsen nicht mehr erhoben.

Die Guthabenszinsen der Bausparkassen fast konkurrenzfähig.

Die Guthabenszinsen der Bausparkassen fast konkurrenzfähig.

Die Guthabenszinsen der Bausparkassen fast konkurrenzfähig.

13.01.2014 –– So schlecht ist es mit den aktuellen Guthabenszinsen der Bausparkassen gar nicht bestellt, wenn man sich den Kurvenverlauf ansieht. Würde man die Tagesgeldzinsen laut Bundesbankstatistik (etwa 0,4%) gegenüber stellen, wären die Bausparkassenzinsen sogar höher. Nicht berücksichtigt sind die relativ hohen Abschlussgebühren beim Bausparen von 1% bzw. 1,6% der Bausparsumme. Bei niedrigen Bausparzinsen reicht die Verzinsung oft nicht aus, um die Abschlusskosten auszugleichen. Allerdings gibt es auch bei den aktuellen Tagesgeldzinsen eine Zinsspanne von 0,05 bis 1,60%.

Die Marge der Banken schmilzt gewaltig

Die Marge der Banken schmilzt gewaltig

Die Marge der Banken schmilzt gewaltig

07.01.2014 –– Wenn eine Bank einen Ratenkredit vergibt, muss die Bank auf der anderen Seite Spareinlagen von Anlegern einsammeln oder sich bei der EZB refinanzieren oder bei einer anderen Bank. Und je niedriger die Bank die Anlagegelder verzinst und je höher die Zinsen der Kredite (Ratenkredite und Dispo) vergeben werden, desto höher ist der Bankgewinn. Die Anlagezinsen sind seit einiger Zeit auf einem Niveau, das keine großen Senkungen mehr erlaubt. Gleichzeitig sind die Ratenkredite unter Druck geraten, was die Marge der Banken reduziert. Gerade Regionalbanken (Sparkassen und Volksbanken) leiden unter der geringen Marge mit ihren teuren vielen Filialen.

Entwicklung der Tagesgeld- und Sparbuchzinsen seit 1996

Entwicklung der Tagesgeld- und Sparbuchzinsen seit 1996

Entwicklung der Tagesgeld- und Sparbuchzinsen seit 1996

30.12.2013 –– Wie der Verlauf zeigt, waren 1996 die Sparbuchzinsen genauso hoch wie die noch wenig bekannten Tagesgeldangebote. Erst als die Allgemeine Deutsche Direktbank (heutige ING-DiBa) das Tagesgeldkonto als ihr Marketingkonto entdeckt hatte, sind auch viele andere Banken auf den neu entdeckten Kontotyp umgestiegen und haben sich mit Spitzenzinsen überboten. Dem Anleger konnte es Recht sein. In unserem Grafikverlauf sind nur die FMH-IndeX Werte dargestellt und nicht die Spitzenzinsen. Diese erreichten beim Tagesgeld von 10/2000 bis 02/2001 Spitzenwerte von sechs Prozent und im Januar 2009 sogar von 6,5 Prozent.

Tagesgeld laut Bundesbank und FMH-IndeX

Tagesgeld laut Bundesbank und FMH-IndeX

Tagesgeld laut Bundesbank und FMH-IndeX

23.12.2013 –– Aktuell ist der Mittelwert der Tagesgeldzinsen laut Bundesbank 0,3 Prozentpunkte niedriger als der FMH-IndeX für Tagesgeldangebote. Woran liegt dies? An die Bundesbank müssen alle Sparkassen und Volksbanken melden und folgedessen besteht dieser Mittelwert aus einer Menge von vielen kleinen Sparkassen und Banken, die erfahrungsgemäß schlechte ZInsen zahlen. Für den FMH-IndeX haben wir uns für Marktteilnehmer entschieden, die einen Einfluss auf die Zinsentscheidung haben. Auch beim DAX werden nur wichtige Unternehmen gelistet und nicht jede kleine Aktiengesellschaft. Wir glauben, dass wir mit unserer Auswahl wesentlich eher Marktveränderungen abbilden können, als dies mit rund 2.000 Banken der Fall sein kann.

Der fast Parallelverlauf von Bundesanleihe und Sparbrief

Der fast Parallelverlauf von Bundesanleihe und Sparbrief

Der fast Parallelverlauf von Bundesanleihe und Sparbrief

17.12.2013 –– Viele Jahre musste der Bund für seine Anleihen genauso viel Zinsen bezahlen, wie die Banken bereit waren, den Anlegern für einen unflexiblen Sparbrief zu bezahlen. Erst seit der Finanzkrise konnte der Staat seine absolute Bonität ausspielen und musste den Anlegern weniger Rendite zusichern, als dies die Banken machen mussten, um langfristige Kundengelder zu erhalten. Seit einigen Monaten verlaufen die Kurven etwas unterschiedlich und beginnen wieder, ein gemeinsames Niveau zu erreichen.

Ein unglaublicher Verlauf der Hpothekenzinsen

Ein unglaublicher Verlauf der Hpothekenzinsen

Ein unglaublicher Verlauf der Hpothekenzinsen

08.12.2013 –– In den ersten Jahren der Wiedervereinigung waren die Bauherrn in der Lage, Zinssätze von zehn Prozent zu bezahlen. Und die Hauspreise waren auch damals nicht im Keller. Die Hausbesitzer waren nur bereit, für die Immobilie mehr vom Einkommen abzuzweigen. Der Durchschnittszins seit 1990 liegt bei 5,84 Prozent. Bei den aktuellen Zinssätzen wäre also eine Tilgung von drei bis vier Prozent möglich, dann würde die Rate für 100.000 Euro in etwa der durchschnittlichen Zinshöhe mit ein Protent Tilgung entsprechen. Ein 100.000 Euro Darlehen 20 Jahre fest und Tilgung innerhalb von 20 Jahren erfordert eine monatliche Rate von 570 Euro – in etwa identisch mit der durchschnittlichen Belastung bei 5,84 Prozent Zinsen und ein Prozent Tilgung – Finanzierungsdauer 33 Jahre.

Der Tagesgeldzins folgt früher oder später dem EZB-Leitzins

Der Tagesgeldzins folgt früher oder später dem EZB-Leitzins

Der Tagesgeldzins folgt früher oder später dem EZB-Leitzins

01.12.2013 –– Nach dem die EZB die Leitzinsen gesenkt hat, haben auch schon die ersten Banken angefangen, die Tagesgeldzinsen etwas zu senken. Wenn man die Vergangenheitskurve sich ansieht, ist ein Einfluss des Leitzinses auf das Bankangebot unverkennbar. Warum sollten die Banken dem Privatanleger wesentlich mehr Zinsen bezahlen, wenn die Banken sich bei der Zentralbank mit billigem Geld versorgen können? Viele Banken bieten auch schon Tagesgeldzinsen von unter 0,25 Prozent an. Spannend wann sich die ersten Banken mit null Prozent Tagesgeld Zinsen auf den Markt trauen.

EZB-Leitzins und Euribor fast wieder gleich auf

EZB-Leitzins und Euribor fast wieder gleich auf

EZB-Leitzins und Euribor fast wieder gleich auf

21.11.2013 –– Die EZB hat den Leitzins gesenkt und einige Banken haben auch schon den Dispozins gesenkt bzw. eine Senkung angekündigt. Von 63 Banken im FMH-Dispovergleich haben 33 Banken als Referenzzins einen Euriborwert angegeben und nur 11 Banken den EZB-Leitzins. Die anderen haben sich für andere Konstrukte entschieden oder haben keinen gemeldet bzw. im Internet veröffentlicht. Banken mit Koppelung an den Euribor können vorerst nicht davon ausgehen, dass sie von der Leitzinssenkung profitieren werden. Dies hat der Gesetzgeber so gewollt.

Verlauf des Dispozinses seit 1999

Verlauf des Dispozinses seit 1999

Verlauf des Dispozinses seit 1999

10.11.2013 –– Nachdem die EZB die Leitzinsen um weitere 0,25 Prozentpunkte gesenkt hat, werden auch wieder einige Banken ihre Dispozinsen der Leitzinssenkung anpassen. Alle Banken, die den EZB-Leitzins als Referenzzins für die Dispoanpassung gewählt haben, werden im Laufe der nächsten Tage senken. Wer den Dreimonats Euribor als Referenz gewählt haben, wird vermutlich nicht freiwillig etwas verändern, denn dieser Referenzwert von zur Zeit 0,22% wird nicht im gleichen Maße nachgeben. Während der Leitzins seit 2008 von 4,25 auf 0,25% gesenkt wurde, hat sich dies beim Dispo nur mit 2,1 Prozentpunkten ausgewirkt.

Inflationsrate über den Tagesgeldzinsen

Inflationsrate über den Tagesgeldzinsen

Inflationsrate über den Tagesgeldzinsen

31.10.2013 –– Wenn man in die Vergangenheit schaut, dann sieht man, dass es vor der Finanzkrise nur wenige Monate gab, in denen die Inflationsrate höher war als die Tagesgeldzinsen. Zum Glück sind die aktuellen Inflationswerte so niedrig, dass der Kaufkraftverlust bei den Zinserträgen sich fast schon im erträglichen Maße bewegen. Nur Minus bleibt Minus und das vor Abzug der Abgeltungssteuer. Hier hilft nur, nach TOP-Angeboten bei der Geldanlage Ausschau zu halten, die einiges über dem Inflationssatz liegen.

Festgeld war lange Zeit niedriger verzinst als Euribor 3 Monate

Festgeld war lange Zeit niedriger verzinst als Euribor 3 Monate

Festgeld war lange Zeit niedriger verzinst als Euribor 3 Monate

25.10.2013 –– Viele Jahre haben sich die Banken unter einander höhere Zinsen bezahlt, als sie ihren Anlegern / Sparern bezahlt haben (Zinskurve Euribor).Seit der Finanzkrise ist diese Kurve etwas schwankend. Zur Zeit nähert sich der Festgeldzins für 3 Monate wieder dem Euribor für 3 Monate an. Sind keine guten Aussichten für die Anleger. Noch dazu wenn der EZB-Leitzins in den nächsten Monaten vermutlich nicht angehoben werden wird. Es ist also mit weiter leicht fallenden Festgeldzinsen zu rechnen. Ein Tagesgeldkonto oder ein längerfristig gewähltes Festgeldkonto wären hier die bessere Alternative.

Umlaufrendite und Inflation gleichauf

Umlaufrendite und Inflation gleichauf

Umlaufrendite und Inflation gleichauf

18.10.2013 –– Wer hätte sich das vor zehn oder 20 Jahren vorstellen können, dass die Inflation höher oder gleichauf mit der Umlaufrendite liegen würde. Jetzt ist es ja schon richtig offensichtlich, der Staat entschuldet sich auf Grund der Inflation. Kein Wunder, dass die Steuereinnahmen sprudeln, wenn selbst durch die geringe Inflation Löhne erhöht werden. Und wenn sich der Staat das Geld bei den Anlegern zu geringeren Zinsen borgen kann, dann ist eine Staatsentschuldung fast zwangsläufig. Würde der Staat noch etwas mehr sparen, wäre ein spürbarer Schuldenabbau möglich.

Ähnlicher Verlauf bei Geldanlage und Kredit

Ähnlicher Verlauf bei Geldanlage und Kredit

Ähnlicher Verlauf bei Geldanlage und Kredit

10.10.2013 –– Ein Ratenkredit über 60 Monate Laufzeit basiert zwar nicht auf der Refinanzierung von einem Sparbrief über die gleiche Laufzeit, aber es ist ein ähnlicher Kurvenverlauf erkennbar. Ratenkredite werden innerhalb der Laufzeit komplett getilgt und folgedessen besteht die Refinanzierung aus unterschiedlich lange festgelegten Spargeldern. Man sieht im Kurvenverlauf auch, dass der Ratenkredit nicht sehr zeitnah sich den Veränderungen des Sparbriefes anpasst, aber der Einfluss der sinkenden Anlagezinsen ist offensichtlich. Wenn also die EZB die Leitzinsen senkt, sinkt auch der Anlagezins und daraus folgernd auch der Kreditzins, was die Absicht der Zentralbank gewesen ist.

Verlauf von Ratenkredit und Dispozins

Verlauf von Ratenkredit und Dispozins

Verlauf von Ratenkredit und Dispozins

01.10.2013 –– Seit der Einführung des Euro wurden die Ratenkreditzinsen von 10% auf fast 6% abgesenkt. Sicherlich hat dies etwas mit den niedrigeren Leitzinsen und Anlagezinsen zu tun. Mit dazu beigetragen haben sicherlich auch die Online-Angebote und ein relativ intensiv geführter Wettbewerb um die besten Kunden. Nur wenige Banken mit bonitätsabhängigen Zinsen fließen in den FMH-IndeX mit ein und wenn dann nur mit ihren 2/3-Zinssätzen. Aber warum ist der Dispozins aktuell fast wieder auf dem Niveau von 1999? An der Refinanzierung durch Leitzins und Anlagezins kann es nicht liegen – am höheren Ausfallrisiko auch nicht. Wohl doch am Streben nach maximaler Marge von den meisten Banken.

Umlaufrendite und Hypothekenzinsen

Umlaufrendite und Hypothekenzinsen

Umlaufrendite und Hypothekenzinsen

25.09.2013 –– Die Umlaufrendite, durchschnittliche Rendite aller inländischen Anleihen mit erstklassiger Bonität – meist Staatspapiere, ist zwar nicht die Refinanzierung für das Baugeld sondern überwiegend für den Bundeshaushalt, aber eine gewisse Abhängigkeit ist ganz offensichtlich. Und wenn man in den letzten Tagen eine sinkende Umlaufrendite beobachten konnte, ist auch in den nächsten Wochen mit leicht fallenden Hypothekenzinsen zu rechnen. Der Aufwärtstrend bei der Umlaufrendite und beim den Hypotheken ist erstmal gestoppt. Jetzt kommt es auf die Zusammensetzung der neue Regierung an und welche Euro-Katastrophen auf den Tisch kommen.

Hypotheken 10 Jahre fest und KfW-Programm 124

Hypotheken 10 Jahre fest und KfW-Programm 124

Hypotheken 10 Jahre fest und KfW-Programm 124

18.09.2013 –– Das Wohneigentumsprogramm der KfW (124) reagiert nicht so stark auf Kapitalmarktveränderungen, passt sich aber den Zinsveränderungen der Hypothekendarlehen von den Banken relativ zeitnah an. Warum sollte man sich dann für ein KfW-Darlehen (Programm 124) entscheiden? Die KfW-Darlehen werden auch nachrangig zu identischen Zinsen vergeben. Es spielt keine Rolle, ob der Bauherr 50 oder 90 Prozent finanzieren muss – der Zinssatz ist immer der Gleiche. Die Hypothekenkurve besteht jedoch aus erstrangigen Zinssätzen, ohne Aufschläge für höhere Risiken und Beleihungsausläufen. Und hier ist der Vorteil der KfW-Zinsen zu finden.

Verlauf der Hypothekenzinsen und der Bausparzinsen

Verlauf der Hypothekenzinsen und der Bausparzinsen

Verlauf der Hypothekenzinsen und der Bausparzinsen

10.09.2013 –– Wenn man sich den Verlauf der beiden Zinsreihen ansieht, kann man sagen: Bausparen lohnt sich zur Zeit nicht. Bausparverträge, die in den letzten 5 bis 10 Jahre abgeschlossen wurden, lohnten sich meist nicht, weil die Hypothekenzinsen zwischenzeitlich unter die durchschnittlichen Darlehenszinsen der Bausparverträge gesunken sind. Ausnahmen bilden die Tarife mit weniger als zwei Prozent Sollzins. Weil aber Bausparverträge für die Finanzierung oder Darlehensablösung in 10 bis 15 Jahren gedacht sind, könnte der Abschluss eines Bausparvertrags sehr wohl eine gute Entscheidung sein.

Verlauf von Ratenkredit und Hypothek - jeweils 5 Jahre fest

Verlauf von Ratenkredit und Hypothek - jeweils 5 Jahre fest

Verlauf von Ratenkredit und Hypothek - jeweils 5 Jahre fest

01.09.2013 –– Die Tendenz der beiden Zinsverläufe in den vergangenen zehn Jahren ist ziemlich identisch. Bei genauer Betrachtung des Zeitraums sieht man, dass die Effektivzinsen bei den Ratenkrediten von 9,6 auf 6,4 Prozent absinken, während die Effektivzinsen bei den Hypothekenangeboten mit Zinsbindung von fünf Jahren von 4,4 auf 2,2 Prozent nachgeben. Man sieht auch, dass die Ratenkredite nicht die Marktschwankungen mitmachen, wie dies bei den Hypothekendarlehen der Fall ist. Der Grund ist primär in der unterschiedlichen Refinanzierung und den Sicherheiten der Kreditvergabe zu finden.

Differenz aus Dispozins und EZB-Leitzins

Differenz aus Dispozins und EZB-Leitzins

Differenz aus Dispozins und EZB-Leitzins

22.08.2013 –– Wenn man unterstellt, dass sich die Anlagezinsen am EZB-Leitzins orientieren und sich die Banken entweder bei der Zentralbank oder mit den Kundeneinlagen refinanzieren, dann ist der EZB-Leitzins als Refinanzierungsgröße anzusehen. Wenn man sich nun die Differenz aus den Dispozinsen (FMH-IndeX aus 35 ausgewählten Banken) und dem EZB-Leitzins ansieht, dann ist ganz klar zu erkennen, dass die Marge der Banken seit dem Start der EZB im Jahr 1999 größer geworden ist. Sicherlich ist nicht alles Marge sondern auch Risikovorsorge, Verwaltungskosten und andere Refinanzierungskosten, aber der Großteil kann auf Seiten Gewinn verbucht wrden.

Grafik der Woche: Tagesgeld und Inflation

Grafik der Woche: Tagesgeld und Inflation

Grafik der Woche: Tagesgeld und Inflation

11.08.2013 –– Es ist nicht das erste Mal, dass die Inflation höher ist als die durchschnittliche Verzinsung einer Tagesgeldanlage. Während in früheren Jahren diese Situation nur einige Monate angehalten hat, müssen wir uns noch für einige Jahre damit abfinden. Und dies obwohl schon seit drei Jahren die Zinsanlage im Tagesgeld weniger Rendite erwirtschaftet als die Inflation entwertet. Die EZB hat keine Veranlassung gegen eine Inflation von zwei Prozent zu intervenieren oder die Leitzinsen zu erhöhen, was dem Tagesgeldzins eine höhere Rendite verschaffen würde. Die Suche nach höheren Zinsangeboten ist somit fast Pflicht.

Grafik der Woche: Tagesgeld und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Tagesgeld und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Tagesgeld und EZB-Leitzins

29.07.2013 –– Die FMH-Finanzberatung wird regelmäßig von Journalisten gefragt, ob die Tagesgeldzinsen noch weiter sinken werden? Die Aussage ist fast immer die Gleiche: Von 1998 bis 2008 war der Leitzins immer um einiges höher war als der Tagesgeldzinssatz und erst seit der Krise 2008 die Banken den Anlegern höhere Zinsen bezahlen. Daher ist es nicht überraschend, wenn sich die Tagesgeldzinsen dem Leitzins annähern – oder sogar unterbieten. Der Mittelwert für Tagesgeld laut Bundesbank Statistik liegt bereits unter dem Leitzins, weil dieser von der Bundesbank ermittelte Zinssatz überwiegend aus Zinssätzen der Sparkassen und Volksbank besteht.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen 10 Jahre fest

24.06.2013 –– Die Hypothekenzinsen steigen. Für viele Finanzierungskunden Grund genug, vorliegende Finanzierungsangebote genau zu prüfen und dann auch fristgerecht zu unterschreiben. Für Banken sind diese sehr moderat ansteigenden Zinsen eine ideale Situation: Sie können damit beim Kunden etwas Druck aufbauen, dass er sein Angebot unterschreibt und gleichzeitig ist der Anstieg so gering, dass die ausgereichten Angebote noch einige Tage Gültigkeit besitzen. Schwieriger wird die Überlegung der Forward-Kunden: Jetzt doch schon ein Forward-Darlehen unterzeichen oder die nächste Zinsdelle abwarten, die höchstwahrscheinlich kommen wird?

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Hypothekenzinsen

14.05.2013 –– Auch wenn die Leitzinsen und Hypothekenzinsen keinen direkten Bezug haben, so ist doch ein gewisser Einfluss anscheinend schon vorhanden. Während im September 2008 der Abstand zwischen Leitzins und Hypothekenzins gerade mal 0,75%-Punkte ausmachte, haben wir aktuell eine Differenz von 1,8%-Punkten. Und im Juni 2009 waren es sogar knapp drei Prozentpunkte. Da die EZB mit ihrer Zinspolitik auch auf Krisen und Entwicklungen reagiert und der Hypothekenzins aktuell sehr stark von Ängsten der Anleger profitiert, ist auch hier ein gewisser Zusammenhang feststellbar.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen

25.04.2013 –– Wer hätte gedacht, dass die Hypothekenzinsen alle paar Monate neue Tiefststände aufweisen. Der FMH-IndeX ist bereits bei 2,36 Prozent angekommen. Die besten Angebote bis etwa 60 Prozent Beleihung sind schon für 2,09 Prozent zu bekommen und das für 10 Jahre fest. Der FMH-IndeX für die vergangenen 15 Jahre liegt bei 4,70 Prozent, in den letzten 10 Jahren bei 4,18 Prozent und in den vergangenen 5 Jahren bei 3,75 Prozent. Dieser Wert ist fast identisch mit dem Mittelwert aus dem Zinssatz von 04/2008 und dem aktuellen Wert. Auch der Kurvenverlauf zeigt, bis auf einen kleinen Ausreißer, einen fast kontinuierlichen Verlauf nach unten.

Grafik der Woche: Festgeldzins und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Festgeldzins und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Festgeldzins und EZB-Leitzins

17.03.2013 –– Die Festgeldzinsen sind auf dem Weg zu einem fast üblichen Zinsabstand zwischen den beiden Zinssätzen. In den vergangenen 15 Jahren war der Festgeldzins für 12 Monate die meiste Zeit fast identisch mit dem Leitzins, egal ob EZB oder Bundesbank. Nur als die Banken Kundengelder benötigten, gab es einiges mehr an Zinsen. Aber jetzt schwimmen die Banken in Anlagegelder und haben somit auch keine Veranlassung, wieder entsprechend hoch verzinste Angebote zu machen, Umso wichtiger ist es, sich um Angebote zu bemühen, die mehr als das Übliche bezahlen und die gibt es genügend.

Grafik der Woche: Dispozinsentwicklung

Grafik der Woche: Dispozinsentwicklung

Grafik der Woche: Dispozinsentwicklung

02.03.2013 –– Es dauert bei den Banken oft etwas länger, aber bald haben wir auch bei den Dispozinsen einen neuen Tiefststand innerhalb der letzten 15 Jahre erreicht. Der aktuelle FMH-IndeX für Dispozinsen liegt bereits fast einen Prozentpunkt unter dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings beim bisherigen Tiefststand von 10,37 Prozent im Sommer 1999 lag der EZB-Leitzins bei 2,50 Prozent und heute haben wir seit acht Monaten einen Leitzins von 0,75 Prozent aber noch kein neues Dispo-Zinstief.

Grafik der Woche: Entwicklung der Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Entwicklung der Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Entwicklung der Hypothekenzinsen

18.02.2013 –– Die leichte Zinserhöhung in den letzten Wochen war für viele Bauherrn und Bankberater das Ende der Niedrigzinsphase. Obwohl Zinsschwankungen von 0,25 Prozentpunkten nach oben oder unten normale Marktreaktionen darstellen. Erstmal waren alle überzeugt, die Krise ist vorbei. Bedeutet: Man kann wieder in den südlichen Euroländer gut verzinste Anleihen mit wenig Risiko kaufen. Nachdem der Aktienkurs kräftig absackte und die weltweiten Konjunkturaussichten über Einflussnahme auf die eigene Währung erkauft wird, sind auch die Unsicherheiten wieder gestiegen. Was den Hypothekenzinsen nicht geschadet hat.

Grafik der Woche: Umlaufrendite und kurzfristige Anlagezinsen

Grafik der Woche: Umlaufrendite und kurzfristige Anlagezinsen

Grafik der Woche: Umlaufrendite und kurzfristige Anlagezinsen

03.02.2013 –– Die Umlaufrendite (durchschnittliche Rendite der deutschen Staatanleihen) spiegelt den Wunsch nach Sicherheit der Anleger. Die letzten 16 Monate wollten die Anleger nur Sicherheit. Seit ein paar Wochen ist eine leichte Beruhigung festzustellen und der Wunsch erkennbar, etwas mehr Rendite einzufordern. Wenn man den Verlauf der Umlaufrendite sich ansieht, könnte man fast sagen, die kurzfristigen Anlagezinsen haben sich ganz gut gehalten. Allerdings dürfte es hier auch noch etwas dauern, bis die Kurve wieder nach oben zeigt. Wenig ermutigend wird die Betrachtung, wenn man hier noch bedenkt, dass die Inflationsrate aktuell bei zwei Prozent liegt.

Grafik der Woche: Tagesgeldzins und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Tagesgeldzins und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Tagesgeldzins und EZB-Leitzins

20.01.2013 –– Für viele Anleger kann es überraschend und natürlich ärgerlich sein, dass die Tagesgeldzinsen ständig weiter sinken. Fast täglich teilt eine der Banken mit, dass sie den Zinssatz fürs Tagesgeld senken wird. Wenn man einige Jahre zurück blickt, ist diese Entwicklung nicht verwunderlich. Warum sollten die Banken dem Privatanleger mehr bezahlen, als sie bei der EZB zahlen müssten, wenn sie sich dort Geld leihen? Es wäre auch nichts Ungewöhnliches, wenn der FMH-IndeX für Tagesgeld unter die Leitzins Marke absinkt. Auch dies war die Jahre vor der Finanzkrise normal gewesen und wir sind auch dem Weg dahin. Also, die Tagesgeldzinsen werden in den nächsten Wochen und Monaten weiter fallen.

Grafik der Woche: Hypothekenzins und Inflation

Grafik der Woche: Hypothekenzins und Inflation

Grafik der Woche: Hypothekenzins und Inflation

28.12.2012 –– Es ist schwer vorstellbar, dass die Hypothekenzinsen für 15 Jahre fest im Durchschnitt (FMH-IndeX) weit unter drei Prozent sinken werden. Bedeutet: Der Kreditnehmer hat die nächsten 15 Jahre garantiert die gleich hohe Rate und jede Inflationssteigerung reduziert seine prozentuale Belastung – bezogen auf sein Einkommen, wenn man unterstellt, dass auch die Einkommen analog der Inflation angehoben werden. Die Differenz aus den beiden Kurven hat sich innerhalb von zwei Jahren halbiert.

Grafik der Woche: Sparbuchzins und Inflation

Grafik der Woche: Sparbuchzins und Inflation

Grafik der Woche: Sparbuchzins und Inflation

13.12.2012 –– Über 500 Mrd. Euro liegen laut Bundesbank Statistik auf Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist – überwiegend sind dies klassische Sparbücher. Die durchschnittliche Verzinsung innerhalb der letzten zwei Jahre liegt laut FMH-IndeX bei 0,58 Prozent. Gleichzeitig hatten wir eine Inflationsrate von 2,15 Prozent. Diese kleine Differenz von 1,5 Prozent summiert sich jährlich auf 7,5 Milliarden Euro Kaufkraftverlust. In diesen betrachteten zwei Jahren sind es bereits 15 Milliarden Euro und keiner regt sich auf. Nur ganz wenige Anleger tun was dagegen und wechseln in besser verzinste Angebote.

Grafik der Woche: Tagesgeld oder Festgeld 12 Monate

Grafik der Woche: Tagesgeld oder Festgeld 12 Monate

Grafik der Woche: Tagesgeld oder Festgeld 12 Monate

03.12.2012 –– Zur Zeit ist der FMH-IndeX für Festgeld 12 Monate niedriger als der Tagesgeld-Index. Warum sollte man dann Festgeld anlegen, wenn es schlechter verzinst wird? Der Zinssatz beim Festgeld ist die nächsten 12 Monate garantiert und beim Tagesgeld muss man fast täglich damit rechnen, dass auch die Aktionszinsen der ausländischen Banken nach unten angeglichen werden. Die Empfehlung lautet: Sich ein gutes Festgeldangebot aussuchen und zuschauen, wie die Tagesgeldzinsen ständig weiter sinken. Der aktuell höchste Festgeldzins für 12 Monate liegt bei 2,35 Prozent und damit sogar über dem besten Tagesgeldzins. Der Abstand zwischen Festgeld-Index und Spitzenangebot ist relativ hoch.

Grafik der Woche: Tagesgeldzins und EONIA

Grafik der Woche: Tagesgeldzins und EONIA

Grafik der Woche: Tagesgeldzins und EONIA

22.11.2012 –– Wenn man den Tagesgeldzins für den Privatkunden mit dem EONIA, dem Tagesgeldzins, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen, vergleicht, dann kann sich der Tagesgeldanleger fast “glücklich” schätzen. Erst seit der Finanzkrise bekommt der Tagesgeldanleger einen höheren Zinssatz, als sich die Banken selbst bezahlen. Der FMH-IndeX für Tagesgeld von Nov. 2008 bis Nov. 2012 liegt bei 1,51 Prozent, während der EONIA im gleichen Zeitraum nur 0,66 Prozent schaffte. Von Nov. 1999 bis Nov. 2008 verzinst der EONIA mit 3,20 Prozent und der Tagesgeld-IndeX nur mit 2,38 Prozent.

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Tagesgeld

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Tagesgeld

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Tagesgeld

15.11.2012 –– Die Umlaufrendite ist der Durchschnittszins aller inländischen festverzinslichen Wertpapieren – bestehend überwiegend aus Bundesanleihen unterschiedlicher Laufzeiten. Diese Umlaufrendite ist so eine Art Benchmark für verschiedene Zinsaussagen und spiegelt das Anlageverhalten der Großinvestoren. Der FMH-IndeX für Tagesgeld war fast immer wesentlich niedriger als die Umlaufrendite. Aber das Zinsangebot hat sich verändert. Die Umlaufrendite schaffte in den letzten 12 Monaten einen Durchschnitt von 1,35 Prozent und der Tagesgeld-IndeX von 1,46 Prozent. Das Kurzfristgeld schlägt die sicheren meist öffentlichen Anleihen.

Grafik der Woche: Entwicklung der Dispozinsen

Grafik der Woche: Entwicklung der Dispozinsen

Grafik der Woche: Entwicklung der Dispozinsen

04.11.2012 –– Die Dispozinsen ist laut unserem FMH-IndeX innerhalb der letzten 12 Monate um 0,75 Prozentpunkt billiger geworden. Die EZB hat in dieser Zeit den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, aber der Euribor für drei Monate ist in diesem Zeitraum um 1,35 Prozentpunkte gesunken. Wenn man die Dispozinsabsenkung dem Leitzins gegenüberstellt, dann haben die Banken kräftig gesenkt. Stellt man den Wert dem Euribor gegenüber, hätten sie noch mehr machen können.

Grafik der Woche:EZB-Leitzins und Inflation

Grafik der Woche:EZB-Leitzins und Inflation

Grafik der Woche:EZB-Leitzins und Inflation

24.10.2012 –– Bereits seit zwei Jahren ist die Inflationsrate höher als der EZB-Leitzins – eine etwas ungewöhnliche Konstellation. Wegen der weltweiten Rezession ist es für die Notenbanken fast unmöglich, mit höheren Leitzinsen gegen die Inflationsrate zu arbeiten. Aber auch die Inflation wird nicht so schnell weiter steigen, denn die schwache Konjunktur drückt den Ölpreis wie auch die anderen Rohstoffpreise. Wir werden also diesen Kurvenverlauf noch einige Monate haben, was gleichzeitig bedeutet, dass auch die kurzfristigen Anlagezinsen unter der Inflationsrate liegen werden.

Grafik der Woche: Entwicklung von Dispozins und Ratenkredit

Grafik der Woche: Entwicklung von Dispozins und Ratenkredit

Grafik der Woche: Entwicklung von Dispozins und Ratenkredit

17.10.2012 –– Man kann es fast nicht glauben, aber vor 15 Jahren war der Dispozins und der Ratenkredit für 48 Monate Laufzeit gleich teuer. Während der Dispozins im Laufe der Jahre nur geringfügig die Marktschwankungen mitgemacht hat, wurden die Ratenkreditzinsen fast kontinuierlich billiger. Bei einem Ratenkredit ist es auch wesentlich einfacher, auch mit Hilfe des FMH-Zinsvergleichs, bei Bedarf einen günstigen Kreditgeber zu finden. Einen günstigen Dispo sucht man sich nicht so einfach aus, da müssen die gesamten Kontoverbindungen auf eine billigere Bank transferiert werden. Dies kostet schon einiges an Aufwand. Dies wissen vorallem die kleinen regionalen Banken auszunutzen und verlangen Dispozinsen von 13 Prozent und mehr.

Grafik der Woche: Sparbriefzins höher als Hypothekenzins

Grafik der Woche: Sparbriefzins höher als Hypothekenzins

Grafik der Woche: Sparbriefzins höher als Hypothekenzins

09.10.2012 –– Eine verrückte Zinswelt: Die Zinsen für zehnjährige Sparbriefzinsen werden höher verzinst als gleich lang laufende Hypothekenzinsen – und dies sogar analog dem FMH-IndeX. Wenn man den günstigsten Hypothekenzins aktuell von 2,19 Prozent für zehn Jahre fest dem höchsten Sparbriefzins von 4,05 Prozent gegenüber stellt, dann könnte man sogar noch die Abgeltungssteuer abziehen und man hätte damit sogar rechnerisch mit diesem Zinsdifferenzgeschäft einen kleinen Gewinn gemacht, Und das wäre ganz ohne Währungsrisiko möglich. Man bräuchte nur noch ein entsprechend werthaltiges schuldenfreies Grundbuch als Sicherheit – eine verrückte Zinswelt.

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Euribor 3 Monate

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Euribor 3 Monate

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Euribor 3 Monate

03.10.2012 –– Der EZB-Leitzins und der Dreimonat Euribor haben ziemlich gleichlaufende Zinssätze. Die meiste Zeit ist für die Banken die Refinanzierung bei der EZB günstiger als sich untereinander Geld zu leihen (Euribor Zinssätze). Dies verdeutlicht auch, dass wir keine normale Zinssituation haben und der Markt nicht immer so reagiert, wie man dies gerne aus der Vergangenheit ableiten möchte. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass die Tagesgeld- und Festgeldzinsen weiter sinken werden, solange diese beiden Zinssätze Tendenzen nach unten aufweisen.

Grafik der Woche: Lange und kurze Anlagezeiten

Grafik der Woche: Lange und kurze Anlagezeiten

Grafik der Woche: Lange und kurze Anlagezeiten

27.09.2012 –– Die Differenz aus zwei Jahre Festgeld zu den zehnjährigen Sparbriefen hat in den letzten 15 Jahre alle möglichen Abstände erzeugt. Wer in früheren Jahren in langlaufende Sparbriefe angelegt hatte, konnte sich im Laufe der Jahre über hohe Zinsen freuen, während die Kurzanleger sich die meiste Zeit mit ständig sinkenden Zinsen begnügen mussten. Auch heute weiß man nicht mit Sicherheit, ob eine langfristige Geldanlage so falsch sein wird, wie es den Anschein hat. Alle warten seit fast vier Jahren auf die große Inflation und sie lässt sich immer noch Zeit. Vielleicht ist ein zehnjähriger Sparbrief schon etwas lang angelegt, aber wissen tut´s man erst nach zehn Jahren, ob es falsch war.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Inflation

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Inflation

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Inflation

17.09.2012 –– Die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 15 Jahre liegt bei 1,57 Prozent und der FMH-IndeX für fünfjähriges Baugeld bei 4,41 Prozent. Betrachtet man die aktuellen Werte für fünf Jahre Zinsfestschreibung, dann liegt der Mittelwert bei 2,03 Prozent und die Inflationsrate bei 2,1 Prozent. Hier ist die Inflationsrate bereits höher als der zu zahlende Baugeldzins. Betrachtet man die besten Angebote bis 50 Prozent Beleihung lauten bei fünf Jahre fest die Effektivzinsen 1,80 Prozent und für zehn Jahre fest auch nur bei 2,41 Prozent. Die Inflationsrate ist bereits höher als die zu zahlenden Hypothekenzinsen.

Grafik der Woche:Neue Tiefststände bei den Hypotheken

Grafik der Woche:Neue Tiefststände bei den Hypotheken

Grafik der Woche:Neue Tiefststände bei den Hypotheken

02.09.2012 –– Am letzten Augusttag hat die FMH-Finanzberatung neue Tiefststände bei den Hypothekenzinsen für fünf und zehn Jahre registriert. Der Mittelwert bei fünf Jahre fest lag an diesem Tag bei 2,01 Prozent und bei zehn Jahre fest bei 2,58 Prozent. 15 Jahre fest war Anfang Juni etwas tiefer als Ende August und zwar bei 2,97 gegenüber 3,05 Prozent am Monatsende.

Grafik der Woche: Festgeld und Inflation

Grafik der Woche: Festgeld und Inflation

Grafik der Woche: Festgeld und Inflation

26.08.2012 –– Das Ziel jeder Geldanlage sollte es sein, dass die Kaufkraft des Ersparten erhalten bleibt – wenn möglich sogar erhöht wird. Wie der Verlauf der beiden Kurven zeigt, ist dies zur Zeit bei einem durchschnittlichen Zins einer Festgeldanlage nicht möglich. Das Problem ist zur Zeit weniger die Inflationshöhe sondern die sehr niedrigen Anlagezinsen und dies noch vor Abzug der Abgeltungssteuer. Die Suche nach den besten Anbietern ist daher um so wichtiger.

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Hypothekenzins

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Hypothekenzins

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Hypothekenzins

17.08.2012 –– Die Finanzmärkte, aber auch die Bauherrn sind extrem nervös. In den letzten Tagen ist die Umlaufrendite wieder ein ganz klein wenig angezogen und schon haben die Baufinanzierungskunden Angst, dass die Baugeldzinsen steil nach oben gehen könnten. Der Abstand der Umlaufrendite zu den Bauzinsen ist zur Zeit wesentlich größer als vor fünf Jahren. Was bedeutet, dass nicht jede Erhöhung der Umlaufrendite eine identische Baugeldverteuerung zur Folge haben wird. Sicherlich werden die Hypothekenzinsen in nächster Zeit leicht ansteigen, aber aus einem extrem niedrigen Niveau kommend.

Grafik der Woche: Sparbuch oder Tagesgeld

Grafik der Woche: Sparbuch oder Tagesgeld

Grafik der Woche: Sparbuch oder Tagesgeld

01.08.2012 –– Viele Sparkassen und regionale Banken zahlen auf dem Sparbuch 0,5 Prozent und weniger Zinsen. Gleichzeitig zählt das Sparbuch weiterhin mit zu den beliebtesten Geldanlagen. Laut Bundesbank Statistik sind 785 Mrd. Euro mit täglicher Fälligkeit angelegt und fast 520 Mrd. Euro mit 3 monatiger Kündigungsfrist, was für Sparbücher zutrifft. Innerhalb der letzen 12 Monate ist das Anlagevolumen beimTagesgeld um 61,5 Mrd. Euro angewachsen und das Volumen auf den Sparbuchkonten immerhin noch um 6,6 Mrd. und das bei einem Zinssatz weit unter der Inflationsrate.

Grafik der Woche: Tagesgeld und Inflationsrate

Grafik der Woche: Tagesgeld und Inflationsrate

Grafik der Woche: Tagesgeld und Inflationsrate

22.07.2012 –– Seit April 2012 ist die Inflationsrate wieder unter zwei Prozent gesunken und liegt aktuell bei 1,70 Prozent. Und das Mindestziel einer Geldanlage sollte sein, im Anlagebereich eine höhere Verzinsung als die Inflationsrate zu erzielen. Der FMH-IndeX für Tagesgeld liegt bei 1,5 Prozent, was also für einen Inflationsausgleich nicht ausreichend wäre. In der FMH-Zinsübersicht finden sich immerhin 25 Banken mit einem Zinssatz von 1,70 bis 2,50 Prozent. Man müsste als Anleger nur bereit sein, ein attraktives Tagesgeldkonto zu eröffnen. Wer dann noch darauf achtet, dass der Tagesgeldzins für sechs und mehr Monate garantiert ist, kann einiges an Zinsgewinn einstreichen.

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Inflation

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Inflation

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Inflation

03.07.2012 –– Ein gewisser Zusammenhang zwischen Inflation und Leitzinsveränderungen ist in den vergangenen 15 Jahren erkennbar. Wenn die Inflation niedrig ist, ist meist auch der wirtschaftliche Schwung niedrig. Und um die träge Wirtschaft etwas zu stimulieren, senkt die EZB gerne die Leitzinsen und verbilligt somit die Kreditaufnahme. Geht es der Wirtschaft gut, ist dies oft verbunden mit Inflation, was die EZB wiederum veranlasst, mit Leitzinserhöhungen gegen zu steuern.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Umlaufrendite

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Umlaufrendite

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Umlaufrendite

27.06.2012 –– Die Umlaufrendite hat zwar keinen direkt Einfluss auf die Hypothekenzinsen, aber trotzdem verlaufen beide Kurven ziemlich identisch. Je größer die weltweite Anlegerangst, desto niedriger die Umlaufrendite. Folgedessen haben in den letzten Tagen auch die Hypothekenzinsen auf die gestiegenden Renditen für Bundesanleihen reagiert, die als Mittelwert die Umlaufrendite ergeben. Also, wenn in den nächsten Tagen die Kapitalanleger für Deutschland verstärkt Haftungsrisiken bei der Schulden- oder Finanzkrise vermuten, desto höher schneller steigen die Bundesanleihen und im Schlepptau auch die Hypothekenzinsen.

Grafik der Woche: Kreditzinsen 5 Jahre fest

Grafik der Woche: Kreditzinsen 5 Jahre fest

Grafik der Woche: Kreditzinsen 5 Jahre fest

08.06.2012 –– Die ungesicherten Ratenkredite über 60 Monate Laufzeit sind innerhalb der letzen 15 Jahre fast kontinuierlich billiger geworden. Nur zwei ganz kurze Aufwärtsbewegungen sind festzustellen. Anders sieht es aus bei den grundbuchlich gesicherten Hypothekenzinsen über 5 Jahre fest. Hier sind wesentlich mehr Hochs und Tiefs erkennbar. Aber der Abstand zwischen den beiden Kurven was den Durchschnittswert und die höchsten Zinsabstände betrifft, ist bei rund 4,5 Prozent. Die beiden Tiefstpunkte (aktueller Stand) liegen genau fünf Protentpunkte auseinander. Bedeutet, dass die vorhandene Sicherheit in Form von Immobilienbesitz einen Vorteil von 4,5 bis 5,0 Prozentpunkten ausmacht.

Zinsentwicklung der Woche: Festgeld und Euribor 3 Monate

Zinsentwicklung der Woche: Festgeld und Euribor 3 Monate

Zinsentwicklung der Woche: Festgeld und Euribor 3 Monate

23.05.2012 –– Die Banken waren in den vergangenen Jahren sehr selten bereit, dem Privatanleger höhere Festgeldzinsen zu bezahlen, als was sie beim Euribor zu bezahlen hätten. Zur Zeit haben wir wieder so eine Situation, dass der durchschnittliche Festgeldzins laut FMH-IndeX über dem 3-Monat Euribor liegt. Der Zinssatz zu dem sich Banken unter einander Geld leihen, sinkt wesentlich schneller als der Festgeldzins für den Privatkunden. Die Zinsspanne beim Festgeld reicht zur Zeit von 0,25 bis 2,40 Prozent und der FMH-IndeX liegt aktuell bei 0,96 Prozent, während der 3-Monats Euribor nur 0,68 Prozent erreicht.

Grafik der Woche: Euribor für 3 Monate

Grafik der Woche: Euribor für 3 Monate

Grafik der Woche: Euribor für 3 Monate

13.05.2012 –– Der Dreimonats-Euribor dient nicht nur bei den Dispozinsen sehr oft als Referenzzins sondern auch variable Bauzinsen orientieren sich fast immer an dieser Zinsgröße, zu der sich namhafte europäische Banken untereinander Geld leihen. Dispozinsen und variable Bauzinsen werden aber selten monatlich angepasst, sondern in den Bedingungen steht meist, dass dies quartalsweise geschieht. Manche Banken passen laut derer Bedingungen aber erst an, wenn eine Zinsveränderung von über 0,25 Prozentpunkten eingetreten ist. Es lohnt sich, die Vereinbarung nochmals durchzulesen.

Grafik der Woche: 15 Jahre fest ist Pflicht

Grafik der Woche: 15 Jahre fest ist Pflicht

Grafik der Woche: 15 Jahre fest ist Pflicht

29.04.2012 –– Traumhafte Hypothekenzinsen von unter 3,50 Prozent beim FMH-IndeX für 15 Jahre fest und nur drei Prozent bei den besten Angeboten bis 60 Prozent Beleihungen. Dieses Zinsniveau verpflichtet eigentlich jeden Bauherrn eine Zinsfestschreibung von 15 Jahre fest und länger zu wählen. Erstaunlich ist, dass immer noch ein Großteil der Darlehensnträge lediglich mit einer Zinsbindungen von zehn Jahren abgeschlossen werden. 20 Jahre fest erfordern etwa einen Zinsaufschlg von 0,1 Prozent und für 30 Jahre fest wäre etwa 0,2 Prozent teuerer. Extrem lange Zinssicherheit mit der gesetzlichen Erlaubnis sein Darlehen nach 10 Jahren ganz oder teilweise vorzeitig zu kündigen.

Grafik der Woche: Immer neue Tiefststände bei der Umlaufrendite

Grafik der Woche: Immer neue Tiefststände bei der Umlaufrendite

Grafik der Woche: Immer neue Tiefststände bei der Umlaufrendite

16.04.2012 –– Die Umlaufrendite hat zwar keinen direkten Bezug zu den Hypothekenzinsen, aber wenn die Anleger bereit sind, dem Bund das Geld zu extrem niedrigen Zinsen zu leihen, dann profitieren davon auch die Pfandbriefe. Für viele Kapitalanleger sind die deutschen Pfandbriefe fast genauso sicher wie die Bundesanleihen, nur ein klein wenig besser verzinst. Und wenn der Geldeinkauf für die Hypothekenvergabe sinkt, dann sinken auch die Hypothekenzinsen für den Häuslebauer. Und man könnte fast schon behaupten: Die nächste Finanzkrise in einem europäischen Staat kommt bestimmt, was vorerst unsere Hypothekenzinsen niedrig hält. Je größer die Krisen, desto größer der Wunsch nach Sicherheit und diese finden die Anlegerprofis in Bundesanleihen und Pfandbriefen.

Grafik der Woche: Festgeld und Euribor für 6 Monate

Grafik der Woche: Festgeld und Euribor für 6 Monate

Grafik der Woche: Festgeld und Euribor für 6 Monate

07.04.2012 –– Die Banken haben soviel billiges Geld von der EZB erhalten, dass selbst ihr Mißtrauen gegenüber anderen Banken nachgelassen. Es konnte sich ja fast jede Bank mit genügend Geld bei der EZB eindecken. Und wenn die Banken sich billiges Geld unter einander oder von der EZB leihen können, dann müssen Sie dem Privatanleger keine hohen Zinsen bezahlen, damit er bei ihnen sein Erspartes anlegt. Dies führt beim Festgeld und auch beim Tagesgeld zu leicht sinkenden Zinsen. Für den Privatkunden ist daher die Suche nach attraktiven, sicheren Anlagemöglichkeiten umso wichtiger.

Grafik der Woche: EZB und Euribor

Grafik der Woche: EZB und Euribor

Grafik der Woche: EZB und Euribor

16.03.2012 –– Die Banken vertrauen sich wieder untereinander, nach dem die EZB die Banken mit unendlich viel billigem Geld ausgestattet hat. Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass der Drei-Monats-Euribor günstiger ist als der EZB-Leitzins – aber seit der Finanzkrise ist nichts mehr, wie es früher war. Die Kreditkunden kann es freuen, wenn der Euribor als Referenzzins verwendet wird und ihre Zinsen damit auch billiger werden.

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Hypothekenzinsen

07.03.2012 –– Die Krise besteht weiter und auch die Hypothekenzinsen fallen weiter. Die Kapitalanleger suchen die Sicherheit in deutschen Bundeswertpapieren. Sie mißtrauen den schwankenden Aktienkursen, den höher verzinsten Unternehmensanleihen und fast selbstverständlich den anderen spekulativen europäischen Staatsanleihen. Von diesem Wunsch nach Anlagesicherheit profitieren die Hypothekenzinsen. Selbst bei 15 Jahre fest sank der FMH-IndeX auf 3,45 Prozent und bei fünf Jahren fest lautet der IndeX sogar nur 2,42 Prozent. Einzelne Banken bieten bei fünf Jahre fest schon unter zwei Prozent Effekivzins an. Es gibt zur Zeit auch keine Anzeichen, dass sich der Markt kurzfristig und kräftig drehen würde.

Grafik der Woche: Tagesgeld und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Tagesgeld und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Tagesgeld und EZB-Leitzins

20.02.2012 –– Die eine oder andere Bank senkt die Tagesgeldzinsen ganz vorsichtig, um keine Anleger zu verschrecken. Dies sind aber meist jene Banken, die nicht so intensiv die Neukundengewinnung im Fokus hatten. Dies verdeutlicht aber auch, dass der Tagesgeld Anleger verstärkt darauf achten sollte, ob die Bank den Tagesgeldzins für einige Monate garantiert oder auch schon in der Vergangenheit sehr selten den Zinssatz dem Marktumfeld angepasst hat. Um das Verhalten der Banken in der Vergangenheit zu sehen, eignen sich die Auszeichnungen der FMH Finanzberatung.

Grafik der Woche: Nachteile bei Forward-Darlehen

Grafik der Woche: Nachteile bei Forward-Darlehen

Grafik der Woche: Nachteile bei Forward-Darlehen

06.02.2012 –– Forward-Darlehen können bis zu einer Vorlaufzeit von fünf Jahren abgeschlossen werden. Bei steigenden Zinsen wie im März 2007 oder im November 2010 war manch ein Bauherr froh gewesen, dass er sich sein Anschlussdarlehen zum Beispiel für Februar 2012 bereits gesichert hat. Leider haben alle Forward-Kunden mit ihrem Vertragsabschluss verloren, deren Vertragsende Anfang 2012 gelegen ist, weil wenige Kunden ahnen konnten, dass der Hypothekenzins noch weiter fallen könnte als dies im September 2010 der Fall war. Und trotzdem ging es noch tiefer – zum Nachteil der Forward-Verträge. Die FMH hat im Dezember 2010, zu Zeiten steigender Zinsen den Mutigen geraten, mit einem Forward-Abschluss zu warten.

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Sparbrief 5 Jahre

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Sparbrief 5 Jahre

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Sparbrief 5 Jahre

24.01.2012 –– Im Betrachtungszeitraum der letzten 10 Jahre wurden die fünfjährigen Sparbriefzinsen fast immer schlechter verzinst als was der Anleger im Durchschnitt beim Kauf von Bundeswertpapieren bekommen konnte. Erst im letzten halben Jahr werden die Sparbriefe wesentlich besser verzinst als die Staatspapiere. Es gibt zwei mögliche Erklärungen: Erstens, die Banken sind bereit, den Privatanleger an sich zu binden und um ihn zu gewinnen, muss die Bank schon einiges bieten und das bei nachlassender Inflationsgefahr, oder zweitens, der Großinvestor sucht für seine Investitionen die absolute Sicherheit beim deutschen Staat und ist dafür bereit, auf Zinserträge zu verzichten.

Grafik der Woche: Neue Tiefstzinsen bei den Hypotheken

Grafik der Woche: Neue Tiefstzinsen bei den Hypotheken

Grafik der Woche: Neue Tiefstzinsen bei den Hypotheken

11.01.2012 –– FMH-Finanzberatung war eine der wenigen, die bereits Anfang November darauf hingewiesen haben, dass die Hypothekenzinsen weiter fallen werden. Bei 10 Jahren fest gibt es einen neuen Tiefststand von 3,11 Prozent und auch bei 15 Jahre fest ist ein neuer absoluter Niedrigstwert mit 3,54 Prozent erreicht worden. Und ein Ende der Zinssenkungen ist noch nicht ersichtlich. Es sind jetzt zwar keine weiteren Senkung von 0,25 Prozentpunkten und mehr wahrscheinlich, aber man kann zur Zeit in aller Ruhe sich um die besten Zinsangebote bemühen. Aktiv sollten alle werden, die vor 10 Jahren und länger ein Baudarlehen mit Zinsbindung von 15 Jahren abgeschlossen haben, Denn diese Kunden können jetzt vorzeitig zu besseren Zinsen abschließen.

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Inflation

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Inflation

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Inflation

01.01.2012 –– Viele waren erstaunt als die EZB den Leitzins senkte, obwohl die Inflationsrate ungewöhnlicher Weise mehr als einen Prozentpunkt über dem Leitzins liegt. Wie von der EZB bereits richtig eingeschätzt, sinkt die Inflationsrate ab Dezember 2011. Normalerweise sinkt bzw. wird der Anstieg der Inflation gebremst, wenn die EZB den Leitzins erhöht. Dieses erwartete Absinken der Inflationsrate wird auch die Hypothekenzinsen in den nächsten Monaten auf einem niedrigen Niveau halten. Neue Tiefststände sind bei den Zinsbindungen von 10 und 15 Jahre fest zu erwarten.

Grafik der Woche: Sparbuchzins und Inflation

Grafik der Woche: Sparbuchzins und Inflation

Grafik der Woche: Sparbuchzins und Inflation

17.12.2011 –– Die Kurve der Sparbuchzinsen zeigt ganz klar, dass die Sparkassen und Banken keine Notwendigkeit sehen, ihren Sparern höhere Zinsen zu zahlen. Schließlich sind sie mit den Zinsen weit unter der Inflationsrate zufrieden. Wären sie nicht zufrieden, würden sie ihr Erspartes in anderen Sparformen anlegen oder zu einer Bank mit höheren Zinsen wechseln. Das Ziel jeder Geldanlage sollte sein, zumindest die Inflationsrate auszugleichen und das idealer Weise nach Abzug der Abgeltungssteuer.

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Pfandbriefsätze

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Pfandbriefsätze

Grafik der Woche: Umlaufrendite und Pfandbriefsätze

07.12.2011 –– In ruhigen sicheren Zeiten ist der Abstand zwischen der Umlaufrendite und dem DGZF (Reuters Kennzeichen für öffentliche Pfandbriefrendite DekaBank) sehr gering und fast gleich laufend. Je größer die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten, desto mehr vertrauen die Anleger den sicheren Bundesanleihen und begnügen sich mit niedrigen Zinsen. Sollten in nächster Zeit die Bundespapiere wieder teuerer werden, muss dies nicht unbedingt zu einem Anstieg der Hypothekenzinsen führen, weil dieser Anstieg von den bereits teureren Pfandbriefrenditen etwas kompensiert werden kann.

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Euribor

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Euribor

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Euribor

01.12.2011 –– Die meisten Banken haben ihren Dispozins an den Euribor für 3 Monate gekoppelt. Manch ein Bankkunde hat sich vielleicht schon gefreut, dass ihre Bank den Dispozins wieder senken wird, weil der Leitzins Anfang November gesenkt wurde. Nachdem sich aber die Banken unter einander wieder mißtrauen und sich sehr wenig Geld leihen, ist zur Zeit nicht mit einer Absenkung des Euribors zu rechnen. Dies hat zur Folge, dass die Girobank die Zinssenkung nicht an ihre Kunden weiter geben muss. Der Dispokunde kann hoffen, dass der Euribor nicht weiter ansteigt, während der Leitzins der EZB gesenkt wird wie dies schon einmal Ende 2008 der Fall war.

Grafik der Woche: Tagesgeldzinsen und EONIA

Grafik der Woche: Tagesgeldzinsen und EONIA

Grafik der Woche: Tagesgeldzinsen und EONIA

23.11.2011 –– Viele Jahre haben sich die Banken im EONIA (Zinssatz im Interbankenmarkt, zu dem sich Banken täglich für ungesicherte Ausleihungen Geld leihen) höhere Zinsen gezahlt, als sie dies im Durchschnitt dem Privatanleger im Tagesgeld zugestanden haben. Seit der Finanzkrise 2008 hat sich dies gedreht. Plötzlich ist man bereit, für Tagesgeldanlagen höhere Zinsen zu bezahlen als im EONIA. Und der Bedarf an privaten Tagesgeldanlegern steigt, wie die höheren Tagesgeldzinsen trotz EZB-Leitzinssenkung zeigen. Der Privatanleger ist gesucht und den findet man mit attraktiven Zinsen.

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Festgeld

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Festgeld

Grafik der Woche: EZB-Leitzins und Festgeld

06.11.2011 –– Nachdem die EZB den Leitzins ab 09.11.2011 auf 1,25 Prozent gesenkt hat, kann man davon ausgehen, dass auch die Festgeldzinsen im gleichen Umfang sinken werden. Unterstellt wird dabei, dass sich der Festgeldzins wie in den vergangenen 10 Jahren verhalten wird. Entweder der Anleger entscheidet sich jetzt noch schnell für eine Festgeldanlage und sichert sich so die aktuellen guten Zinsen für die nächsten Monate oder entscheidet sich gleich für eine längere Anlagezeit von drei oder vier Jahren.

Grafik der Woche: Mögliche Entwicklung der Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Mögliche Entwicklung der Hypothekenzinsen

Grafik der Woche: Mögliche Entwicklung der Hypothekenzinsen

31.10.2011 –– Wer sich jetzt Gedanken macht über die Zinsentwicklung der Hypothekenzinsen, müsste sich Gedanken machen über die Entwicklung der Schuldenkrise. Je größer das Misstrauen der Finanzmärkte, desto schneller steigen und fallen die Aktienkurse und der Anleger weiß nicht, soll er kaufen oder nicht. Oder von welchem Staat oder Unternehmen kann er überhaupt noch Anleihen kaufen, damit sein Geld sicher ist? Solange diese Unsicherheit hoch ist und eine Leitzinssenkung der EZB nicht ausgeschlossen ist, solange dürften unsere Baugeldzinsen nicht gravierend steigen.

Grafik der Woche: Dispozins

Grafik der Woche: Dispozins

Grafik der Woche: Dispozins

24.10.2011 –– Die Bundesanleihen und Pfandbriefe erreichten in den letzten Wochen neue Renditetiefs, aber die Dispozinsen steigen. Leider nutzen einige Banken die Erhöhungen des Euribors, den sie als Referenzzins für ihre Dispozinsanpassungen verwenden, um ihre Kontozinsen trotzdem zu erhöhen. Weil sich die Banken nicht mehr untereinander trauen, verteuerte sich der Euribor und der Kunde am anderen Ende zahlt dafür höhere Dispozinsen. Zum Glück geben nicht alle Banken die Euribor-Erhöhung an ihre Kunden weiter, was sie laut ihren Geschäftsbedingungen machen dürften.

Grafik der Woche: Hypothekenzins und Inflation

Grafik der Woche: Hypothekenzins und Inflation

Grafik der Woche: Hypothekenzins und Inflation

06.10.2011 –– Die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 15 Jahre liegt bei 1,54 Prozent. Aktuell sind wir also rund einen Prozent über dem Mittelwert. Bei den Hypothekenzinsen liegt der Durchschnitt bei 5,10 Prozent und der aktuelle Bau-Zins bei 3,20 Prozent – also fast zwei Prozent unter dem Mittelwert. Eigentlich beeinflußt die Höhe der Inflationsrate sehr stark die Höhe der Hypothekenzinsen, was zur Zeit höhere Baugeldzinsen bedeuten würde. Die Hypothekenzinsen profitieren momentan stärker von den Unsicherheiten auf dem Kapitalmarkt als vom negativen Einfluss der Inflationsrate.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen vor einem neuen Tiefststand.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen vor einem neuen Tiefststand.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen vor einem neuen Tiefststand.

15.09.2011 –– Der 01. September 2010 weist für die Zinsbindung von 10 Jahren einen Effektivzins von 3,19 Prozent aus und markiert damit immer noch den absoluten Tiefststand seit 1950. Wer hätte gedacht, dass die derzeitige Staatsschuldenkrise bei den Hypothekenzinsen uns nach so kurzer Zeit vermutlich einen neuen Niedrigstwert bescheren wird? Die Häuslebauer profitieren wieder vom Wunsch der Kapitalanleger nach Sicherheit, die sie in den Bundesanleihen und deutschen Pfandbriefen finden.

Grafik der Woche: Tagesgeldzinsen

Grafik der Woche: Tagesgeldzinsen

Grafik der Woche: Tagesgeldzinsen

30.08.2011 –– Die Tagesgeldanlagen profitieren von den beiden Leitzinserhöhungen der EZB (April und Juli) und gleichzeitig von dem Mißtrauen der Banken untereinander. Wie die Kurve zeigt, ist der steile Anstieg erst erfolgt, nach dem die Aktienmärkte unsicher wurden und die Banken wieder die kurzfristigen Kundengelder suchten, statt sich diese Gelder von anderen Banken zu leihen. Dem privaten Anleger kann dies nur Recht sein. Er dürfte noch einige Wochen so weiter gehen, denn es kommen immer neue Banken auf den deutschen Markt, die bereit sind, mehr zu bezahlen als der Durchschnitt der Banken. Es lohnt sich zu wechseln, solange die Anlagesicherheit beachtet wird.

Grafik der Woche: Tagesgeld und Sparbrief

Grafik der Woche: Tagesgeld und Sparbrief

Grafik der Woche: Tagesgeld und Sparbrief

17.08.2011 –– Die Inflationsrate ist weiterhin hoch, die EZB hat erst vor kurzem den Leitzins erhöht und doch sind die Spareinlagen mit zweijähriger Laufzeit auf dem Weg nach unten. Nur auf die Zinserhöhungen beim Tagesgeld ist Verlass. Da sind immer mehr Banken bereit, zumindest für Neukunden einen Zinssatz über der Inflationsrate von 2,4 Prozent zu bezahlen. Laut FMH-Tagesgeld-Vergleich zahlen 13 Banken für den Neukunden 2,4 bis 2,6 Prozent und immerhin fünf Banken machen keinen Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden und vergüten daher die gleich hohen Zinsen auch den Bestandskunden.

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Umlaufrendite

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Umlaufrendite

Grafik der Woche: Hypothekenzinsen und Umlaufrendite

08.08.2011 –– Die Inflationsrate steigt, und die Hypothekenzinsen fallen – obwohl steigende Inflationsraten im Grunde steigende Baugeldzinsen nach sich ziehen müssten. Doch die hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten führt dazu, dass trotz sehr niedriger Zinsen viel Geld in deutsche Staatsanleihen und Pfandbriefe fließt. Dass die Zinsen immer dann am niedrigsten sind, wenn die Angst auf den Kapitalmärkten am größten ist, veranschaulicht die Kurve der Umlaufrendite in unserer „Grafik der Woche“, die einen Mittelwert aus Bundesanleihen verschiedener Laufzeiten repräsentiert. Die Grafik zeigt außerdem, dass sich die Hypothekenzinsen mit gleich bleibendem Abstand zur Umlaufrendite entwickeln. Das Fazit: Wer ein Haus finanzieren will, profitiert von der Krise am Kapitalmarkt.

Grafik der Woche: Hypothekenzins und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Hypothekenzins und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Hypothekenzins und EZB-Leitzins

26.07.2011 –– Wer in den nächsten Monaten ein Hypothekendarlehen für einen Immobilienerwerb oder für ein Anschlussdarlehen benötigt, macht sich natürlich Gedanken wegen der erfolgten und bestimmt noch kommenden Leitzinserhöhungen der EZB. Wie die Vergangenheit zeigt, verändern sich die Hypothekenzinsen nicht sehr zeitnah. Sie haben auch nicht die gleichen Schwankungsbreiten zu verzeichnen, wie sie der EZB-Verlauf aufweist. Auch jetzt steigt der Leitzins leicht an und die Hypothekenzinsen zeigen vorerst nach unten. Bei weiteren Erhöhungen der EZB werden aber auch die Baugeldzinsen leicht steigen.

Grafik der Woche: Inflation und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Inflation und EZB-Leitzins

Grafik der Woche: Inflation und EZB-Leitzins

17.07.2011 –– Die EZB will mit kleinen Zinserhöhungen etwas gegen die Inflation tun. Die minimalen Erhöhungen werden aber mehr als Signal als eine tatsächliche Einflussnahme angesehen. Eine kräftigere Leitzinserhöhung führt automatisch zu steigenden Kreditzinsen und würde europaweit die aufkeimende Konjunkturerholung nachhalig bremsen, was nicht beabsichtigt ist – daher die langsamen und vorsichtigen Erhöhungen. Obwohl die Inflation seit längerer Zeit bereits über dem Leitzins liegt.

Grafik der Woche: Ratenkredite und Dispozinsen

Grafik der Woche: Ratenkredite und Dispozinsen

Grafik der Woche: Ratenkredite und Dispozinsen

01.07.2011 –– Vor 15 Jahren war der Dispozins und der Ratenkredit für 48 Monate Laufzeit gleich teuer. Während sich der Dispozins im Laufe der Jahre immer weiter erhöhte, verbilligte sich der Ratenkredit fast kontinuierlich. Hier hat der Markt funktioniert und zu günstigeren Angeboten geführt. Bei einem Ratenkredit ist es wesentlich einfacher, einen günstigen Anbieter auf dem Markt zu finden, auch mit Hilfe der FMH Zinsvergleiche, die seit dieser Zeit bereits einen Ratenkreditvergleich anbietet. Bei einem teueren Dispo sind die wenigsten Bundesbürger bereit, das Girokonto zu wechseln – und das wissen auch die Banken.

Grafik der Woche: Dispozinsen

Grafik der Woche: Dispozinsen

Grafik der Woche: Dispozinsen

24.06.2011 –– Die Dispozinsen haben anscheinend keine Verbindung zu den Zinsentwicklungen des EZB-Leitzinses oder zu anderen Anlagezinsen. Im Verlauf der Dispozinsen ist gut ersichtlich, dass das Zinsniveau im Laufe der Jahre immer höher wurde und frühere Untergrenzen nicht mehr erreicht werden. Auch jetzt erhöhen bereits einzelnen Banken wieder den Überziehungszins, weil die EZB den Leitzins im April erhöht hat und im Schlepptau auch der Euribor sich verteuert. Auch im Juli ist mit steigenden Kreditzinsen auf dem Girokonto zu rechnen.