Hypothekenzinsen steigen
Baufinanzierung jetzt abschließen – aber mit Bedacht! Hypothekenzinsen und Immobilienpreise werden steigen © pixelkorn / Fotolia

Frankfurt 10.10.2018 –– Wer einen Blick auf Leitzinsen und Staatsanleihen in den USA wirft, weiß: Lange dauert es nicht mehr, bis auch bei uns die Staatsanleihen anziehen – und dadurch die Hypothekenzinsen. Weshalb dadurch die Immobilienpreise ebenfalls steigen und wie sich Interessenten dennoch eine günstige Baufinanzierung sichern.

In den USA werden die Leitzinsen bereits regelmäßig angehoben und auch die Rendite der Staatsanleihen klettert kräftig weiter nach oben. Auch wenn die EZB noch bremst: Langfristig kann sie die anziehenden Renditen der europäischen Staatsanleihen inklusive der Bundesanleihen nicht aufhalten. Zwar gab es am 02.10.2018 noch eine negative Reaktion der Bundesanleihe auf den italienischen Staathaushalt, aber auch dieser Renditeschwenk von 0,50 auf 0,42 dauerte nur einen Tag.

Die Renditen der Bundesanleihen steigen – und damit auch die Zinssätze der Baudarlehen. Deshalb wird sich Baugeld in den nächsten Wochen weiterhin leicht verteuern. Wer sich derzeit um seine Baufinanzierung kümmert, sollte auf dem Schirm haben, dass die Zinssätze im Laufe der Entscheidungsphase vermutlich steigen werden.

Chart Baufinanzierung – Entwicklung Bundesanleihe Baugeld
© FMH-Finanzberatung / FMH Finanzberatung

Dennoch günstig baufinanzieren: Wer kann, sollte dringend Anbieter vergleichen

Dennoch können Kaufinteressenten deutlich günstiger wegkommen als bisher – indem sie Anbieter vergleichen. Denn erstaunlicherweise sind die Sparkassen und Volksbanken nach wie vor die größten Geldgeber in der Baufinanzierung. Und das obwohl sie meist deutlich teurer sind als bundesweite Baufinanzierer. Wer sich den zeitlichen Luxus leisten kann, weil er nicht schon mitten in Vertragsverhandlungen steckt, sondern erst noch seine Fühler ausstreckt, sollte dringend mehrere Angebote einholen. Denn so lässt sich deutlich mehr Geld sparen als durch den torschlusspanischen Sofortabschluss bei der nächstbesten Bank:

Wer beispielsweise aktuell seine Baufinanzierung mit einem Volltilgerdarlehen über 30 Jahre finanzieren will, kann bei 300.000 Euro Darlehen und 400.000 Euro Kaufpreis entweder monatlich 1.120 Euro beim günstigsten Anbieter in der FMH-Datenbank zahlen, oder 1.240 Euro beim teuersten*. Der monatliche Unterschied von 120 Euro mag zunächst verschmerzbar erscheinen, summiert sich jedoch im Laufe der 30 Jahre Finanzierungszeit auf 43.200 Euro. Dafür lohnt es sich in jedem Fall, genau zu vergleichen. Übrigens: Sollten die Zinsen nur um 0,1 Prozentpunkte steigen, würde dies bei dem Beispiel schon eine Verteuerung der Baufinanzierung von 5.500 Euro bedeuten.

Weshalb auch die Immobilienpreise steigen werden

Das Hauptproblem vieler Immobilienkäufer in den nächsten 12 bis 24 Monaten könnten allerdings nicht die leicht steigenden Zinsen sein, sondern die Immobilienpreise. Die werden nämlich weiter anziehen, weil leicht steigende Zinsen einen verstärkten Nachfrageschub zur Folge haben werden – getreu dem Motto: Jetzt oder nie! Hierbei gilt es für Käufer zu beachten, dass ein hoher Preis nicht gleich einen hohen Wert bedeutet. Und so sollten sich Immobilieninteressenten nicht dazu hinreißen lassen, jeden Preis nur um des Kaufens willen zu bezahlen. Stattdessen sollten sie Immobilienangebote und Baufinanzierer in Ruhe vergleichen. Zumindest bei den Immobilienpreisen ist zu erwarten, dass sie angesichts steigender Bauzinsen und Bautätigkeit langfristig wieder sinken, da auch die Nachfrage wieder zurückgeht.

*In der FMH-Datenbank sind 270 Angebote gelistet. Mit Sicherheit gibt es noch teurere Angebote als dieses.

Für Testzwecke können hier alle Rechner aufgerufen werden. Wird auf der richtigen Seite dann nicht mehr angezeigt.
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