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Aktuelle Hypothekenzinsen im Vergleich – So finden Sie den besten Zins für Ihr Vorhaben

Max Herbst: Experte für Baufinanzierung und Zinsentwicklung
Max HerbstExperte für Baufinanzierung und Zinsentwicklung
Erstellt am 01.09.2025, Aktualisiert am 13.09.2026
Mein Tipp

Darlehen für Baufinanzierung selbst verwalten
– bei ING* ist dies schon lange möglich.

Das Wichtigste in Kürze 

Kernpunkt: Zinsen sind wichtig. Der niedrigste Zinssatz allein macht aber noch keine perfekte Baufinanzierung. Auch Tilgungsquote, Objektwert und Eigenkapital beeinflussen, welcher Anbieter zu Ihren Bedürfnissen passt. 

Zinsentwicklung: Weltpolitische Unsicherheiten beeinflussen die Zinsentwicklung, deshalb sind profunde Prognosen unentbehrlich, um die richtige Entscheidung zu treffen. 

Baufinanzierung verstehen: Baufinanzierungsverträge verwenden ihr ganz eigenes Fachvokabular: Wir erklären Ihnen, was sich hinter den Begriffen verbirgt. 

Bank oder Vermittler? Bankberater entscheiden nur selten persönlich über die Kreditvergabe und die Bedingungen. Daher sind auch Vermittler eine gute Wahl: Sie haben Zugriff auf viele Institute und beherrschen die digitalen Anforderungen. 

Zinsvergleich: Unser Zinsvergleich liefert Ihnen wichtige Anhaltspunkte zu den möglichen Konditionen. Der tatsächliche Kreditzins wird generell von den Kreditinstituten erst nach Prüfung der Bonität und Objektwerthaltigkeit festgelegt. 

Für jeden die passende Baufinanzierung

  • Für alle, die persönliche Beratung und beste Konditionen schätzen: Die CE-Baufinanz vergleicht über 500 Banken und bietet Top-Zinsen mit individuellem Ansprechpartner. Vermittler Christian Eckermann* wurde mit dem FMH-Zertifikat für herausragenden Kundenservice ausgezeichnet – geprüft in Kooperation mit dem Handelsblatt.
  • Für alle, die nachhaltig bauen oder kaufen möchten: Die KlimaBaufinanzierung der Sparda-Bank West* belohnt energieeffiziente Immobilien mit einem Zinsvorteil von 0,05 % – gut fürs Klima und fürs Budget.
  • Für alle, die flexibel finanzieren wollen: Die Baufinanzierung der ING* bietet passende Lösungen für Neubau, Kauf oder Modernisierung und berücksichtigt auf Wunsch auch staatliche Förderprogramme – einfach, digital und verlässlich - inklusive 0,10 % Regional-Zins Rabatt.

* Einige Links auf dieser Seite sind sogenannte Affiliate-Links.
Wenn Sie darüber ein Angebot nutzen, erhalten wir eine kleine Vergütung. Für Sie entstehen keine Mehrkosten und Sie unterstützen damit unsere unabhängigen Vergleiche.

Was Sie über Hypothekenzinsen wissen müssen 

Bitte wundern Sie sich nicht, wenn wir verschiedene Bezeichnungen für die gleiche Sache verwenden, die so im Sprachgebrauch eingesetzt werden. Fünf Bezeichnungen für die gleichen Zinsen: Hypothekenzinsen, Bauzinsen, Baugeldzinsen, Immobilienzinsen oder auch Immobilienkreditzinsen.

Der Hypothekenzins ist der Preis, den Sie dafür zahlen, wenn sie sich bei einer Bank Geld leihen, um eine Immobilie zu kaufen. Er entscheidet, wie schnell Sie schuldenfrei sind und wie hoch Ihre monatliche Belastung ausfällt. Schon kleine Zinsunterschiede führen über die typische Finanzierungslaufzeit von 20, 30 oder mehr Jahren zu Tausenden Euro Ersparnis – oder Mehrausgaben 

Abhängigkeit der Bauzinsen von vielen Faktoren

Zinsbindung: Der Begriff beschreibt den Zeitraum, für den die Bank ihnen einen bestimmten Zinssatz garantiert. In den meisten Fällen sind die Bauzinsen bei längeren Zinsbindungen – Dauer der garantierten Zinssicherheit – etwas höher als bei kürzer laufenden Fristen. Die üblichen Zinsbindungen reichen von fünf Jahren bis 30 Jahre. Es gibt aber auch Verträge, die ein und denselben Zinssatz für die gesamte Finanzierungsdauer festschreiben (Volltilgerdarlehen). 

Finanzierungsdauer: Diese ist selten identisch mit der Zinsfestschreibung (Zinsbindung). Ein Großteil der Kunden wollen nach der Zinsbindung bei der gleichen Bank bleiben. Einige entscheiden sich, das Darlehen umzuschulden und zu einer neuen Bank zu wechseln. Dies kann während der Finanzierungszeit auch ein paar Mal der Fall sein. Nach jeder Zinsfestschreibung kann das Darlehen auch vorzeitig getilgt werden. 

Ganz generell ist die Finanzierungsdauer abhängig von der Höhe der Tilgungsquote und auch vom Zinssatz. 

Hier einige Beispiele mit unterschiedlichem Zins- und Tilgungshöhen.

Finanzierungsdauer - abhängig von Zins und Tilgung

Finanzierungsdauer - abhängig von Zins und Tilgung

Darlehen 

Sollzins 

Effektivzins

Tilgung

Rate 

Summe der Raten 

Finanzierungsdauer 

100.000 € 

1,00 % 

1,01 %

1,00 %

166,67 €

138.686 €

69 Jahre. 5 Monate 

2,00 %

250,00 €

121.690 €

40 Jahre 7 Monate 

3,00 %

333,33 €

115.120 €

28 Jahre 10 Monate 

100.000 € 

3,00 % 

3,04%

1,00 %

333,33 €

185.072 €

46 Jahre 4 Monate. 

  

2,00 %

416,67 €

152.905 €

23 Jahre 2 Monate 

  

3,00 %

500,00 €

138.802 €

31 Jahre. 7 Monate 

100.000 € 

5,00 % 

5,12%

1,00 %

500,00 €

215.459 €

35 Jahre 11 Monate 

2,00 %

583,33 €

175.753 €

25 Jahre 2 Monate 

3,00 %

666,67 €

157.259 €

19 Jahre 8 Monate 

Wenn Sie selbst verschiedene Szenarien durchspielen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Tilgungsrecher.

Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins

Die obige Tabelle zeigt, dass der Unterschied zwischen Soll- und Effektivzins in Abhängigkeit von der Höhe des Sollzinses wächst. Das überrascht zunächst, da die Banken keine Bearbeitungsgebühren verlangen dürfen. Doch die Differenz ergibt sich daraus, dass Sie als Kunde die Raten jeweils am Monatsende bezahlen. Würde die Bank akzeptieren, dass Kunden die gesamte Rate einmalig am Jahresende bezahlen müssten, wäre Sollzins und Effektivzins gleich hoch.  

Sollzins und Effektivzins bei Bausparkassen

Bausparkassen dürfen weiterhin eine Abschlussgebühr verlangen. Diese erhöht den Effektivzins etwas stärker als dies ohne Gebühr der Fall wäre. Wer sich für ein sogenanntes Sofortdarlehen - man bekommt von der Bausparkasse sofort das Darlehen ausgezahlt, das später mit einem zu besparenden Bausparvertrag abgelöst wird - entscheidet, sollte darauf achten, dass nicht nur zwei Effektivzinsen (für das Bankdarlehen und das Bauspardarlehen) genannt bekommt, sondern einen Effektivzins für die gesamte Finanzierungsdauer. Dies ist eine gesetzliche Vorgabe. 

Wichtig: Unsere Vergleichsrechner zeigen Ihnen immer transparent den Soll- und den Effektivzins an. 

Folgende Faktoren bestimmen Ihre individuellen Zinsen 

Welche Konditionen eine Bank Ihnen gewährt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Die wichtigsten sind Ihr Eigenkapitaleinsatz, die Werthaltigkeit des Kaufpreises bzw. der Immobilie, der Beleihungsauslauf und Ihre Bonität. Der Zinssatz, den Sie von der Bank erhalten, ist also immer ein individuelles Angebot auf Basis dieser Parameter. 

  • Eigenkapital: Je höher Ihre Ersparnisse sind, desto weniger Risiko besteht für den Geldgeber, da er nur einen kleineren Teil der Immobilie finanzieren muss. Man spricht in diesem Fall auch von einem geringen Beleihungsauslauf (etwa bis 60 Prozent des Kaufpreises). Wenig Eigenmittel bedeuten hingegen einen hohen Beleihungsauslauf (mehr als 80 Prozent des Kaufpreises). Dieses höhere Risiko lassen sich die Banken meist über höhere Zinsen bezahlen. 
  • Bonität (SCHUFA-Score): Ein gutes Einkommen, ein sicherer Arbeitsplatz und eine tadellose SCHUFA-Auskunft sind Voraussetzung für eine Baufinanzierung. 
  • Objektwert und Lage: Die Werthaltigkeit Ihrer Immobilie ist nicht nur vom Zustand ihres Wunschobjekts abhängig, sondern auch von dessen geografischer Lage. Ein in die Jahre gekommenes Haus in der Münchener Innenstadt kann daher deutlich wertvoller sein als ein brandneuer Architektenbau im Brandenburger Land. Die drei wichtigsten Kriterien bei der Wertermittlung von Immobilien sind daher nach wie vor Lage, Lage und Lage.  
  • Banken beziehen ihre Zinsangaben nicht immer auf den Kaufpreis, sondern oft auf den Beleihungswert, der sehr oft pauschal zehn Prozent niedriger angesetzt wird als der eigentliche Kaufpreis. Wenn eine Bank bis 100 Prozent des Beleihungswertes finanziert, sind das also sehr oft nur 90 Prozent des Kaufpreises oder sogar weniger. Es ist daher elementar, die Bezugsgröße des Geldgebers zu kennen.

Aktuelle Zinsentwicklung und Prognose für 2026

Die langfristigen Hypothekenzinsen sind relativ unabhängig von den Leitzinsveränderungen der EZB. Mitte Juni hat die EZB auf die steigende Inflationsgefahr mit einer geringen Leitzinserhöhung reagiert. Wie von uns vermutet, hat dies zu leichten Zinssenkungen bei den Bauzinsen geführt, denn viel wichtiger ist die Entwicklung der deutschen Bundesanleihe. Wer sich Gedanken macht über die Entwicklung der Bauzinsen, sollte Überlegungen anstellen, wie sich die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe entwickeln könnte. 

Zins-Kommentar (Stand 08/2026) 

Die Zinsen bewegen sich momentan leicht steigend, innerhalb einer Spanne zwischen 3,75 und 6,10 Prozent. Der Mittelwert laut FMH-Index liegt Ende August bei 4,14 Prozent. Seit dem Beginn des Iran-Krieges (Febr. 2026) haben sich die Energiekosten extrem verteuert, was auch die Rendite der Bundesanleihe hat steigen lassen. Aktuell reagieren Investoren sehr sensibel auf weltpolitische Veränderungen, die auch ständig zu leichten Veränderungen bei der Rendite der deutschen Staatsanleihe führen. Diese Veränderungen führen gleichzeitig zu analogen Anpassungen bei den Bauzinsen. Zwischenzeitlich ist auch die Hohe Staatsverschuldung fast der gesamten Welt, angeführt von den USA, ins Bewusstsein der Investoren gerückt, was zusätzlich zu einer höheren Rendite bei der Bundesanleihe geführt hat. Und die Bauzinsen werden in den nächsten Monaten weiter leicht steigen. Eine wirkliche Zinssenkung ist derzeit nicht in Sicht.

Diese kleine Grafik zeigt den geringen Einfluss der EZB auf die Bauzinsen und den fast direkten Zusammenhang zu den Renditen der Bundesanleihen.

Ein ausführliche Prognose finden Sie in unserer Baugeld Zinsentwicklung.

Fazit: Weil viele weltpolitische Einflüsse das Anlegerverhalten (Bundesanleihe) bezüglich Sicherheitsaufschläge verändern, gehe ich derzeit - für die nächsten Monate - nur von geringen weiteren Bauzinsanpassungen von 0,15 bis 0,25 Prozentpunkten nach oben aus.

Die Machtspiele der drei Staaten – USA, China und Russland - lassen eigentlich keine langfristigen Überlegungen zu, wie zuletzt der Iran-Krieg verdeutlichte. Das erzeugt nicht nur geopolitische Verwerfungen, sondern beeinflusst auch die Wirtschaft, die Investoren und am Ende auch die Kreditzinsen.

Prognose: Wie geht es weiter bei den Bauzinsen?

Prognose: Wie geht es weiter bei den Bauzinsen?

Zeithorizont

Erwartete Entwicklung 

Unsere Empfehlung

Kurzfristig
(bis Ende 2026) 

Die Zinsen werden weiterhin leicht steigen - kurze kleine Zinssenkungen nicht ausgeschlossen. 

Wenn das Objekt gefunden ist, finanzieren Sie und warten Sie nicht auf bessere Zeiten. 

Mittel- bis Langfristig
(6–12 Monate) 

Kann mir vorstellen, dass wir über 4,5 Prozent (10 Jahre fest) kommen und dieses Niveau längere Zeit beibehalten werden.

Schieben Sie daher Entscheidungen möglichst nicht auf die lange Bank.

Von FMH-Finanzberatung und WirtschaftsWoche ausgezeichnet

Auszeichnungssiegel

Die besten flexiblen Baufinanzierungen 2025

Welche flexiblen Baufinanzierungen wurden ausgezeichnet?

Das Leben verläuft selten nach Plan und das gilt auch für die Finanzen. Eine flexible Baufinanzierung sorgt dafür, dass Käufer bei Veränderungen handlungsfähig bleiben. Die FMH-Finanzberatung hat im Auftrag der WirtschaftsWoche insgesamt 12 bundesweite und 7 regionale Anbieter untersucht, welche die besten Angebote mit Sondertilgungen und Tilgungsanpassungen bieten.

Top 3 - Anbieter bundesweit waren (10 Jahre Sollzinsbindung): DKB Deutsche Kreditbank, Gladbacher Bank und 1822direkt

Top 3 - Anbieter bundesweit waren (20 Jahre Sollzinsbindung): DKB Deutsche Kreditbank, Gladbacher Bank und ING

Top 3 - Anbieter regionalwaren (10 Jahre Sollzinsbindung): PSD Bank RheinNeckarSaar, Sparda-Bank Nürnberg und Sparda-Bank Hessen

Bank oder Vermittler: An wen sollte ich mich wenden? 

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Baufinanzierung ist die Wahl des richtigen Ansprechpartners. Hier gibt es fundamentale Unterschiede, je nachdem, an wen sich ein Interessent mit seinem Anliegen wendet.

Die Hausbank (Filial - und Direktbanken)

Die Hausbank (Filial - und Direktbanken)

Vorteile

Nachteile

Bestandskunden erhalten oft eine schnelle Entscheidung.

Erstes Zinsangebot selten attraktiv.

Zinssatz wird oft nachgebessert.

Die Berater achten sehr oft auf hohe Margen (Koppelgeschäfte). Das verteuert den Kredit unnötig.

Unabhängige Finanzierungsvermittler

Unabhängige Finanzierungsvermittler

Vorteile

Nachteile

Vergleich von bis zu 500 Banken (regional und überregional).

Oft ist die Höhe der Provision wichtiger als die Interessen des Kunden.

Digitale Unterstützung und Optimierung des Angebots möglich.

Reichen die Angebote oft bei mehreren Banken ein. Das kann die Bearbeitungszeit verlängern.

Unsere klare Empfehlung:

Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihre Hausbank oder die Bank vor Ort. Ein unabhängiger Vermittler findet oft bessere Konditionen, da er den gesamten Markt im Blick hat. Ist dieser Vermittler von FMH.de und dem Handelsblatt mit einem Zertifikat ausgezeichnet, kann man zudem sicher sein, dass der oder die Betreffende auch kundenorientiert arbeitet.

Die richtige Wahl der Zinsbindung und Tilgung 

Die Höhe der Tilgungsquote und die Dauer der Zinsbindung haben maßgeblichen Einfluss auf die Konditionen, die Kunden später für ihr Anschlussdarlehen nach dem Ende der ersten Zinsfestschreibung erhalten. 

Die Zinsbindung (Planungssicherheit vs. Flexibilität) 

Die meisten Käufer entscheiden sich für eine Zinsbindung zehn oder 15 Jahre. Aber auch Festschreibungen über 20, 25 oder sogar 30 Jahre sind möglich. Wer davon ausgeht, dass die Zinsen in der näheren Zukunft sinken werden, kann sich auch für fünf Jahre fest entscheiden. Damit kann er bereits nach einem halben Jahrzehnt umschulden und vermeidet die sonst fälligen Entschädigungszahlungen an die Bank. Sie fallen oft bei einer vorzeitigen Vertragskündigung länger laufender Verträge an (Vorfälligkeitsentschädigung). 

  • 10 Jahre fest: Die häufigste Zinsbindung und eine überschaubare Zinsfestschreibung. Sie ist der Standard für Zinsmeldungen. 
  • 15 Jahre fest und länger: Je länger die Zinsbindung, desto leicht höhere Zinsen sind fällig. Dafür besteht mehr Planungs- und Zinssicherheit. Zudem besteht die Möglichkeit, das Darlehen nach zehn Jahren kostenfrei ab Vollauszahlung der vollständigen Kreditsumme mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise zu kündigen. Dies ist im §489 BGB geregelt. 

Die optimale Tilgungsrate – ein Rechenbeispiel, das überzeugt 

Die anfängliche Tilgungsquote in Prozent bestimmt, wie schnell ein Kunde seinen Kreditbetrag zurückzahlt. Schon ein kleiner Unterschied hat massive Auswirkungen auf die Restschuld und die Gesamtlaufzeit des Baudarlehens. In dem Beispiel wird unterstellt, dass nach der Zinsbindung weiterhin 3,5 Prozent Sollzins gilt. So dürfen auch die Banken rechnen, wenn sie eine Hochrechnung vornehmen.

Rechenbeispiel: 300.000 € Darlehen, 3,5 Prozent Sollzins, 10 Jahre Zinsbindung

Rechenbeispiel: 300.000 € Darlehen, 3,5 Prozent Sollzins, 10 Jahre Zinsbindung

Anfängliche Tilgung

Monatliche Rate (Zins & Tilgung)

Restschuld nach 10 Jahren

Laufzeit gesamt (ca.)

1,0 %

1.125 €

ca. 264.142 €

43 Jahre

2,0 %

1.375 €

ca. 228.284 €

29 Jahre

3,0 %

1.625 €

ca. 192.426 €

22 Jahre

Unsere Empfehlung

Wählen Sie möglichst zwei Prozent Tilgung pro Jahr und lassen Sie sich zugleich die Optionen einräumen, die Tilgungshöhe im Laufe der Zeit zu verändern und / oder Sondertilgungen vorzunehmen. So schaffen Sie optimale Bedingungen für einen Schuldendienst, der sich Ihrem Leben anpasst.

Weitere Faktoren: Nebenkosten des Immobilienerwerbs und Flexibilität 

Auch wenn der Kaufpreis den Löwenanteil der Kosten beim Immobilienerwerb ausmacht, die Erwerbsnebenkosten sind ebenfalls ein wichtiger Posten. Je nachdem, in welchem Bundesland das Haus oder die Wohnung liegt, können diese Nebenkosten schnell zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen. 

Als Faustregel gilt: Käufer bzw. Bauherren sollten die Nebenkosten möglichst mit Eigenkapital bezahlen, weil diese Kosten das Immobilienobjekt nicht werthaltiger machen. 

Was verursacht die Nebenkosten beim Immobilienkauf – und in welcher Höhe?

So setzen sich die Nebenkosten zusammen: 

  • Grunderwerbsteuer: Sie beträgt, je nach Bundesland, zwischen 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises. In Bayern ist die Grunderwerbsteuer mit 3,5 Prozent mit Abstand am niedrigsten. Das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg verlangen mit 6,5 Prozent am meisten. 
  • Notar- und Grundbuchkosten: Sie betragen zwischen 1,5 bis zwei Prozent des Kaufpreises - abhängig von der Höhe der Grundschuldeintragungen. 
  • Maklercourtage: Sie kann bis zu 3,57 Prozent inkl. MwSt. ausmachen. Unwichtig, wie hoch die Maklerkosten angesetzt werden, sie müssen immer von Verkäufer und Käufer in gleichen Teilen bezahlt werden. 

Flexible Vertragsgestaltung

Ein Darlehen zur Baufinanzierung läuft in vielen Fällen 30 Jahre oder länger. Um auf Veränderungen in den eigenen Lebensumständen besser reagieren zu können, sollten Kunden sich möglichst viele Optionen offenhalten, um die monatlichen Belastungen entsprechend den Lebenssituationen anzupassen. Wer etwa einen deutlich besser dotierten Job antritt, dem kann es helfen, die Tilgungsquote deutlich nach oben zu setzen. Wer hingegen krank wird oder seinen Job verliert, für den sind Korrekturen nach unten hilfreich. 

Wer langfristig Kosten sparen und flexibel bleiben will, sollte darauf achten, dass die Baufinanzierung folgende Gestaltungsmöglichkeiten enthält. 

  • Sondertilgungen: Viele Banken erlauben Sondertilgungen bis fünf Prozent des ursprünglichen Darlehensbetrags pro Jahr, ohne dafür einen Zinsaufschlag (meist 0,5 Prozent) zu verlangen. Wer sich die Möglichkeit offenhalten will, bis zu zehn Prozent pro Jahr außerplanmäßig zu tilgen, sollte dafür einen Zinsaufschlag von etwa 0,1 Prozent einkalkulieren. 
  • Tilgungssatzwechsel: Diese Option ist fast noch wichtiger als die Möglichkeit zur Sondertilgung, weil sie Ihnen eine Anpassung der monatliche Ratenhöhe, ohne spezielle Rücksprache mit der Bank, ermöglicht. Wie häufig ein solcher Schritt erlaubt ist, hängt vom Vertrag ab. Allerdings darf eine unterschiedlich hohe Mindesttilgung nicht unterschritten werden.  
  • Bereitstellungszinsfreie Zeit: Bereitstellungszinsen sind Kosten, die Banken verlangen, wenn ein Kunde einen schon bereitgestellten Kreditbetrag nicht zeitnah abruft. Gerade bei Neubauten oder Kaufobjekten mit ausgedehnten Sanierungsarbeiten kommt das sehr oft vor, dass Käufer hier in der Regel nur nach Bauabschnitt das Darlehen abrufen dürfen. Da diese Gebühren schnell bis zu 0,25 Prozent der Kreditsumme ausmachen – und zwar pro Monat – sollten Kunden auf eine möglichst lange freie Zeit (idealerweise zwölf Monate oder mehr) ohne diese Gebühren achten.

Speziell für Bestandskunden: Anschlussfinanzierung, Umschuldung oder Forward-Darlehen 

Läuft Ihre Zinsbindung in den nächsten Monaten aus und ihre Ersparnisse reichen nicht aus, um die Restschuld abzutragen? Übrigens, dies ist in den meisten Fällen der Fall. Dann stehen Sie vor der Entscheidung zwischen einer Prolongation ihres Darlehens (Verlängerung beim bisherigen Geldgeber) oder einer Umschuldung (Wechsel zur Konkurrenz).  

Dauert es bis zum Ende der Zinsbindung noch bis zu fünf Jahre, können und sollten Sie allerdings auch schon über die Zinsentwicklung nachdenken und erwägen, ein sogenanntes Forward-Darlehen abzuschließen. 

  • Ab wann sollten Sie sich über eine Anschlussfinanzierung Gedanken machen? Beginnen Sie mit den Verhandlungen mit Ihrer Hausbank spätestens sechs Monate vor Ablauf der Zinsbindung. Dann haben Sie noch genügend Zeit, sich um bessere Angebote zu bemühen, wenn die Offerte ihres Stammberaters Sie nicht zufriedenstellt. Grundsätzlich raten wir allen Kunden dazu, sich auch bei der Konkurrenz umzuhören und die Konditionen zu vergleichen. Vielfach lassen sich dadurch Tausende Euro sparen. 
  • Welche Besonderheiten gelten bei einer Umschuldung?  Ein solcher Schritt ist oft einfacher, als gedacht. Denn als Umschuldungskunde sind sie bei anderen Banken ein gern gesehener Kunde. Der Grund: Sie haben bewiesen, dass Sie schon zehn Jahre und länger pünktlich Ihre Raten bezahlt haben. Zudem ist die Restschuld deutlich kleiner als bei der ersten Finanzierung und der Immobilienwert in der Regel deutlich gestiegen. Alles in allem also ideale Bedingungen für eine neue Bank.  

Forward-Darlehen: Wenn Sie in den kommenden Jahren steigende Zinsen befürchten und Ihre Zinsbindung erst in einem bis fünf Jahren ausläuft, sollten Sie über den Abschluss eines Forward-Darlehen nachdenken. Damit sichern Sie sich für einen geringen Zinsaufschlag die aktuellen Zinsen bereits für die Zukunft.

Tipp: Ein unabhängiger Vermittler kann Ihnen bei Anschlussfinanzierungen in jedem Fall gute Dienste leisten. Anschlussfinanzierer sind begehrte Kunden der Banken - das geringere Finanzierungsrisiko und die meist hohe Tilgungsquote bei der „zweiten Runde“ der Baufinanzierung sind ideale Voraussetzungen für jede Kreditanfrage.  Zusätzlich – oder zur ersten Orientierung – empfehlen wir Ihnen, den unabhängigen Forward-Darlehen-Vergleich von FMH .de zu nutzen.  

Fazit zur Baufinanzierung und zum Hypothekenzinsen-Vergleich 

Die Entscheidung für eine Baufinanzierung ist oft die weitreichendste finanzielle Weichenstellung im Leben. Ob für einen Kauf, den Bau des Familienheims oder eine Umschuldung – die Zinskonditionen eines Hypothekendarlehens legen Ihre monatliche Belastung für viele Jahre fest. Wer vorschnell entscheidet, verschenkt oft fünfstellige Summen. Ein umfassender, tagesaktueller Vergleich hingegen kann ihnen helfen, das richtige Produkt zu wählen – und unnötige Kosten zu vermeiden.  

Wir wollen Ihnen mit all diesen Informationen nicht nur einen günstigen Effektivzins für Ihr Immobilien-Vorhaben aufzeigen, sondern auch was alles zu einer idealen Baufinanzierung dazugehört.

Häufig gestellte Fragen zur Baufinanzierung

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