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- Zinsentwicklung & Prognose 2026 für Bauzinsen

Zinsentwicklung bei den Hypothekenzinsen
Prognose vom 19.08.2026:
Wir nähern uns bei den Bauzinsen langsam den möglichen 4,5 Prozent, die ich auch schon im Dezember 2025 für dankbar gehalten habe. Die Zahlen über die weltweiten Staatsverschuldungen verstärken diese Überlegung.
Wenn man bedenkt, dass nur etwa 45 Prozent in Deutschland eine eigene Immobilie haben, ist es nicht verwunderlich, dass sich so viele Personen für Baufinanzierung und die Bauzinsen interessieren.
Wer sich für eine Immobilie, ob eigenes Haus oder Eigentumswohnung oder ein vermietetes Objekt, entscheidet, sollte sehr früh sich Gedanken machen, was die aktuellen Zinsen sind und wie sie sich entwickeln könnten, denn zwischen dem Immobilienerwerbsgedanken und der Vertragsunterschrift vergehen meist sechs bis zwölf Monate und manchmal dauert es noch länger.
Wenn man sich die Entwicklung der Bauzinsen seit 1980 ansieht, dann fragt sich bestimmt manch einer: wie konnte man damals ein Haus kaufen? 1981 und 1982 kostete Baugeld über zehn Prozent Zinsen. Oder wenn man sich die Zinsen von 2015 bis 2022 ansieht, dann denkt man vielleicht: Ja, damals war es leicht eine Immobilie zu finanzieren. Aber wir leben jetzt und müssen mit dem aktuellen Zinsniveau klarkommen.
Ich möchte hier einmal ganz klar formulieren: Die Bauzinsentwicklung ist wesentlich stärker von der Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihe abhängig als von EZB-Leitzinsentscheidungen. Sicherlich die Inflationsrate beeinflusst die EZB-Leitzinsüberlegungen und am Ende wird auch der Investor bei Staatspapieren von diesen beiden Komponenten bei seiner Anlageentscheidung geleitet. Der Investor überlegt, ob seine Investition in die sicheren deutschen Bundesanleihen genügend gut verzinst werden. Hat er dabei Bedenken, wird er einen Risikoaufschlag verlangen, was die Rendite der Bundesanleihe steigen lässt. Steigen die Renditen für die fast weltweit sicherste Geldanlage, dann möchte auch der Geldanleger höhere Renditen erzielen, wenn er sich für den Kauf von Pfandbriefen entscheidet. Und somit steigen dann auch die Bauzinsen, weil ein Teil der Refinanzierung für das Baugeld sich verteuert.
Zinsentwicklung der Bauzinsen seit 2000
Prognose Entwicklung Bauzinsen
Wer sich Gedanken macht, wie sich die Bauzinsen entwickeln werden, sollte sich Gedanken machen, wie sich die Rendite der deutschen Bundesanleihe entwickeln wird. Ich sehe seit einiger Zeit die enorm hohen Staatsverschuldungen weltweit als Treiber für das gesunkene Vertrauen in die Staaten. Ist wenig Vertrauen in die Staaten vorhanden, verlangen die Anleger in Staatspapier, auch in deutsche Bundesanleihen, höhere Risikoaufschläge, was die Rendite nach oben treibt.
Weil aber der deutsche Staat in den nächsten Jahren extrem hohe Schulden aufnimmt und Kapital von den Investoren benötigt, könnte manch ein Groß- und auch Kleinanleger sich Gedanken machen, ob der deutsche Staat in der Lage sein wird, einem das geliehene Geld wie vereinbart zurückzuzahlen. Wer hier anfängt, zu überlegen und auch die Bedenken teilt, dass Deutschland Probleme bekommen könnte, die Schulden nicht wie vereinbart zurückzuzahlen, sollte nicht vergessen, dass sehr viele namhafte europäische oder weltweite Staaten noch größere Probleme haben könnten, ihren Anlageversprechen gerecht zu werden.
Daher bleibt Deutschland mit Sicherheit ein sichereres Anlageland als viele andere Staaten weltweit und die Investoren sind daher mit weniger Risikoaufschlag zufrieden als vielleicht notwendig wäre. Ich gehe Ende August 2026 davon aus, dass unter diesen Aspekten die Bauzinsen in den nächsten Monaten weiter leicht ansteigen werden. Aktuell bewegt sich der Basis-Bauzins über vier Prozent (4,10 Prozent am 18.08.2026), und dieser könnte sich um etwa 0,25 bis 0,50 Prozentpunkte verteuern, was einen möglichen Effektivzins von rund 4,50 Prozent bedeuten würde – für Zinsen zehn Jahre fest bis zu einer 60 Prozent Finanzierung.