Bankprodukt gut gemacht
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Frankfurt 27.07.2014 –– Wer auf der Suche nach einem günstigen Girokonto ist, das er nicht nur online führen kann, hat derzeit wenig Auswahl: Die Santander Bank bietet jetzt auch ein solches Konto an – mit einem anderen Bonusmodell als bei der Konkurrenz.

Viele Banken konkurrieren derzeit um neue Girokunden. Denn wer sein Girokonto bei einer Bank führt, wird vermutlich dort auch sein Geld anlegen oder einen Kredit aufnehmen. Zudem wird es für die Häuser angesichts der Niedrigzinsen immer schwerer, etwa mit attraktiven Tagesgeldkonten auf sich aufmerksam zu machen. Kein Wunder also, dass die „Schlacht“ um Neukunden sich immer mehr auf das Giro-Geschäft konzentriert.

Angebote gleichen sich wie ein Ei dem anderen

Dabei setzen die allermeisten Banken ganz gezielt auf die Online-Strategie: Kostenlos war ein bundesweit verfügbares Girokonto bis vor Kurzem nur, wenn der Kunde es ausschließlich am PC führt und keine Mitarbeiter in der Filiale bindet. Auch die Kreditkarte gab es bislang nur gratis, wenn sämtliche Bankgeschäfte online erledigt werden. Da sich die Angebote für die Girokonten folglich gleichen wie ein Ei dem anderen, versuchen die Banken, mit Boni zwischen 50 und 100 Euro zum Wechsel zu motivieren – wobei auch hier das Modell stets identisch ist: Der Bonus fließt ausschließlich beim Kontowechsel.

Santander Bank mit frischen Ideen

Vor diesem Hintergrund gefällt das „1|2|3 Girokonto“ der Santander Bank – nicht zu verwechseln mit der Santander Consumer Bank – mit frischen Ideen. Zum einen steht es den Kunden frei, das Girokonto online oder in einer Filiale zu eröffnen. Allerdings ist die Kontoführung nur dann komplett kostenlos, wenn das Konto ausschließlich online geführt wird. Für beleghafte Überweisungen in der Filiale werden jeweils 0,95 Euro fällig – der einzige Schwachpunkt: Andere bundesweit tätigen Banken verlangen zwischen null und zwei Euro.

Keine Kontopauschale, moderate Zinsen Wie auch immer der Kunde sich entscheidet – weder für das Filial- noch für das Onlinekonto zahlt er eine Kontopauschale noch werden Gebühren für die VISA-Card fällig. Zudem verzinst die Santander Bank Guthaben auf dem Filialkonto mit 0,25 Prozent im Jahr, während der Dispozins von 7,89 Prozent die Konditionen der meisten Filialanbieter weit hinter sich lässt. Diese vier Aspekte unterscheiden das Girokonto von anderen bundesweiten Filialkonten.

Bonusmodell belohnt Bindung zur Bank

Doch auch beim Bonusmodell hat sich die Bank etwas einfallen lassen. Belohnt wird nicht der Wechsel, sondern die Nutzung des neuen Kontos und die Bindung zur Bank. Konkret: Gehen mindestens 600 Euro im Monat auf dem Konto ein, fließt monatlich ein Euro auf das dazugehörige Tagesgeldkonto. Werden mindestens drei Lastschriften im Monat ausgeführt, überweist die Bank weitere zwei Euro. Und hat der Kunde auch sein Wertpapierdepot bei der Santander Bank oder dort die Baufinanzierung abgeschlossen, kann er sich zusätzlich jeweils über drei Euro monatlich freuen. Unterm Strich können so maximal 108 Euro im Jahr stehen; bei Verheirateten sind es maximal 120 Euro pro Jahr.

Kommen jetzt weitere Anbieter?

Fazit: Die Santander Bank zeigt mit ihrem Angebot, dass bei Filialbanken nicht zwangsläufig (hohe) Entgelte anfallen müssen. Bleibt zu hoffen, dass auch andere Banken in dieses Segment vorstoßen und so die Konkurrenz beleben. Denn: Sollte das Beispiel Schule machen, könnte dies den reinen Online-Banken Paroli bieten.

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