Monatliche Belastung beim Ratenkredit Rate ist wichtiger als Zinssatz
Monatliche Belastung beim Ratenkredit Rate ist wichtiger als Zinssatz © sasun Bughdaryan / Adobe Stock

Frankfurt 05.10.2018 –– Wenn es um den Ratenkredit geht, haben die meisten Menschen nur zwei Prioritäten: Sie wollen eine feste Kreditzusage und sie möchten das Geld möglichst schnell. Deshalb wählen sie häufig den erstbesten Kredit, ungeachtet der Konditionen. Das kann einerseits zu Überschuldung führen und andererseits hohe Kosten verursachen. Wie es besser geht.

Schulden gehen oft mit einem schlechten Gewissen einher. Deshalb denken die meisten Menschen, sie müssten einen Kredit so schnell wie möglich zurückbezahlen. Das ist oft keine gute Idee. Denn wer die Tilgungszeit zu kurz ansetzt, muss mit hohen monatlichen Raten rechnen. Nicht selten geschieht es so, dass das Zurückbezahlen des Kredits in finanziellen Stress ausartet. Unsere Finanzexperten empfehlen deshalb, eine möglichst niedrige Rate bei langer Laufzeit.

Schritt 1 zum Ratenkredit: Eine realistisch niedrige Rate wählen

Niemand ist gern verschuldet. Deshalb ist es verständlich, wenn Kreditnehmer ihren Kredit so schnell wie möglich zurückbezahlen wollen. Doch es gibt eine deutlich clevere Option, als die Kreditlaufzeit einfach kurz zu wählen. Auch wenn es paradox klingt: Eine möglichst lange Kreditlaufzeit ist viel sinnvoller. Denn so fällt die monatliche Belastung gering aus und der Kredit mutiert nicht zum monatlichen Stressfaktor.

Viele Kreditnehmer haben nicht auf dem Schirm, dass sie jederzeit eine Sondertilgung vornehmen können, wenn Sie am Monatsende Geld übrig haben. Auch kann der Kredit komplett vorzeitig getilgt werden – Banken dürfen maximal 1% des vorzeitig zurückgezahlten Betrages an Vorfälligkeit als Gebühr verlangen. Wer 1.000 Euro als Sondertilgung einsetzt, zahlt so lediglich 10 Euro Strafgebühr. Und selbst darauf verzichten kundenfreundliche Banken.

Wird es jedoch mal knapp, weil die Waschmaschine kaputt geht, das Auto einen Platten hat oder eines der Kinder auf Klassenfahrt fährt, bleibt es mit einer niedrigen monatlichen Rate entspannt. Wer seine Rate dagegen zu hoch wählt, hat in diesem Fall ein Problem. Nicht selten geschieht es dann, dass Kreditraten aus dem Dispo heraus bezahlt werden. Um zu erkennen, dass man mit diesem Vorgehen auf Dauer in der Überschuldung landet, muss man kein Rechengenie sein.

Schritt 2 zum Ratenkredit: Die besten Zinsen finden

Bei langen Kreditlaufzeiten ist der Zinssatz jedoch ein wichtiges Kriterium. Denn je länger der Zeitraum, desto gewichtiger werden Zinsunterschiede. Als Beispiel: Wer 10.000 € als Kredit aufnehmen und innerhalb von 48 Monaten zurückbezahlen will, zahlt aktuell effektiv 2,49% Zinsen beim derzeit günstigsten* Anbieter (PSD Bank Köln, bundesweit tätig) und 7,99% beim teuersten*. Die günstigen Kreditkosten mit einer Monatsrate von 219 € belaufen sich in den vier Jahren auf 510 € und die teuren (monatlich 242,83 €) auf 1.653 €. Das sind immerhin schon 1.143 € Unterschied.

Richtig spannend wird es aber bei einer Laufzeit von 84 Monaten. Denn obwohl die Zinssätze hier gar nicht so unterschiedlich sind, fallen die Kreditkosten dank langer Laufzeit sehr unterschiedlich aus: Am günstigsten leiht man sich 10.000 € bei 84 Monaten Laufzeit aktuell für 2,49%* von der PSD Bank Köln und einer monatlichen Rate von 129,75 €. Das bedeutet Kreditkosten von 896 €. Der teuerste* Kredit kostet bei einem Zinssatz von 7,95% monatlich 154,23 € und die Summe der Zinsen ergibt 2.955 €. Das ist mehr als das Dreifache. Unsere Experten sagen: Wer sich 10.000€ leihen muss, hat keine 2.000 € zu verschenken. Deshalb sollte der Zinsvergleich vor Kreditaufnahme Pflichtprogramm sein.

Ratenkredit Chart 2018 09 28
© FMH-Finanzberatung / FMH Finanzberatung

Fazit: Die monatliche Rate möglichst niedrig ansetzen, da jederzeit unkompliziert Sondertilgungen möglich sind. Anschließend den besten Zinssatz für die gewünschte Rate und daraus resultierende Laufzeit wählen.

*Wir vergleichen hier ausschließlich bonitätsunabhängige Kredit und Kredite für gute Bonität, da unserer Information nach nur 3 bis 5% der Kunden die sehr guten Konditionen erhalten, für die eine „sehr gute Bonität“ vorausgesetzt wird.

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