Ratenkredit Bonität
Wenn der Ratenkredit plötzlich viel teurer ist als im Vergleichsportal gezeigt, liegt es meist an der Bonität © FMH-Finanzberatung / FMH-Finanzberatung

Frankfurt 30.11.2018 –– Im Vergleichsportal ist der Kredit unschlagbar billig, auf dem Antragsformular, das man unterschrieben zurück geschickt bekommt, sind plötzlich andere Zinsen genannt: Wie das sein kann – und weshalb das gar nicht so schlimm ist.

Ratenkredite gibt es mit bonitätsabhängigen und bonitätsunabhängigen Zinsen. Bonitätsunabhängige Zinsen heißen so, weil sie für jeden gelten, unabhängig davon, welche Bonität – also Kreditwürdigkeit – jemand hat. Bonitätsabhängige Zinsen dagegen sind wie der Name schon sagt von der Bonität des jeweiligen Antragstellers abhängig. Die besten Konditionen, also den Superzins, der in der Werbung und in verschiedenen Vergleichsportalen genannt wird, erhalten nur Kunden mit bester Bonität. Wer „nur“ eine gute Bonität hat, erhält schon einen ganz anderen Zinssatz. Und mit mittlerer Bonität sind die Zinsen meist deutlich schlechter als der beworbene Top-Zins. Die Krux an der Sache: Darlehensnehmer schätzen ihre Bonität meist besser ein als die Banken das würden. So gelten angeblich nur drei bis fünf Prozent aller Antragsteller als Kunden mit sehr guter Bonität.

Jemand, der von sich selbst denkt, er habe eine gute Bonität, hat in den Augen der Bank vielleicht nur mittlere Bonität. In intransparenten Vergleichen, wie es bei den meisten Vergleichsportalen der Fall ist, sind nur die Zinsen für die beste Bonität genannt und mit dem sehr kleinen Zusatz „ab oder bis“ versehen. Der Nutzer des Vergleichs erfährt überhaupt nicht, welche Bedingungen gelten, wenn er nicht in die unterstellte beste Bonität eingestuft wird. Anders bei den Vergleichen der FMH. Hier erhält der Kreditsuchende auch gezeigt, was es kosten würde, wenn er in einer anderen Bonitätsstufe landen würde. Im Ergebnis wäre man nicht so überrascht, wenn man nicht den besten Bonitätszins (z.B. 1,49%) erhält, sondern nur den Zinssatz für die mittlere Bonität (z.B. 4,49%). Deshalb fährt man in jedem Fall besser, wenn man sich in unserem Kreditvergleich auch die Konditionen für die anderen Bonitäten bzw. den Zweidrittelzins anschaut und intransparente Vergleiche komplett meidet.

Lieber den Spatz in der Hand: Teurer, aber dafür auch sicher

Raten Bonität Chart
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Da viele Antragsteller den Kreditvertrag vermutlich doch unterschreiben werden, auch wenn die Zinsen deutlich höher sind als gedacht, könnte man den Banken und Vergleichsportalen beinahe eine „Masche“ unterstellen. Dabei hat der bonitätsabhängige Kredit auch durchaus seinen Vorteil: Wer nämlich einen bonitätsunabhängigen Kredit beantragt, läuft eher Gefahr, wegen einer nicht ausreichend guten Bonität abgelehnt zu werden. Bei bonitätsabhängigen Krediten gibt es einen gewissen Spielraum – man erhält zwar keine Topzinsen, aber letztlich fast immerhin den Kredit.

Zudem ist die Diskrepanz zwischen den Zinszahlungen – bedingt durch die Niedrigzinsphase – bei klassischen Ratenkreditbeträgen auch nicht riesig groß: Bei einem Kredit von 10.000 Euro macht das bei der gleichen Bank rund 600 Euro mehr oder weniger Zinsen aus. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man mehr Zinsen zahlen muss als jemand mit einer besseren Bonität. Aber letztlich geht es um monatliche 14 Euro mehr oder weniger. An einer solchen Summe wird die Kreditentscheidung nicht scheitern, was auch die Banken wissen.

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