Frankfurt 12.01.2009 –– Was machen die Zinsen in den nächsten Wochen und Monaten? Soll ich schon jetzt mein Hypothekendarlehen unterschreiben oder besser noch warten? Wie lange soll ich mein Geld festlegen? Das sind einige der Fragen, die der FMH-Finanzberatung fast täglich gestellt werden.

Max Herbst, Chef der FMH-Finanzberatung, rechnet ab Mitte Februar mit stark fallenden Hypothekenzinsen – dann, wenn alle schlechten Jahresabschlüsse der Banken und der anderen Unternehmen auf dem Tisch liegen, die Prognosen für 2009 sich erneut verschlechtern und die Angst wieder richtig hoch kommt. Dann werden die Anleger aus Aktien fliehen und massiv auf festverzinsliche Anleihen setzen. Die Nachfrage nach Pfandbriefen wird ebenfalls steigen. Das drückt die DGZF-Renditen und führt zu sinkenden Baugeldzinsen.

Aber: Dieses Zins-Tief dürfte nur so lange anhalten, bis die Staaten Geld für ihre Konjunkturprogramme am Kapitalmarkt aufnehmen oder ihre Notenpressen anwerfen. Dann werden entweder durch die steigende Nachfrage nach Kapital oder durch das zusätzliche Geld die Zinsen steigen, denn auch steigende Inflationsraten treiben den Baugeldzins nach oben. Denkbar wären dann sogar Zinssätze, die wir uns heute kaum vorstellen können.

Dies ist ein Szenario, wie sich die Baugeldzinsen entwickeln könnten. Wie bei jeder Prognose, kann jedoch alles ganz anders eintreten.