2020: Das waren die Trends
2020: Das waren die Trends © weedezign / Adobe Stock

Frankfurt 08.01.2021 –– Im letzten Jahr war alles schlecht? Zumindest finanziell scheint das nicht zu stimmen, wenn man sich die Nutzerzahlen in unseren Vergleichsrechnern anschaut: Tatsächlich scheint es den Deutschen (noch) gut zu gehen. Sie stemmen höhere Immobilienkosten mit mehr Eigenkapital und legen im Durchschnitt fast ebenso viel Geld an wie im Vorjahr.

Über unsere Vergleichsrechner werden monatlich rund 140.000 Berechnungen durchgeführt. Die Berechnungen lassen spannende Rückschlüsse zu – und sich vor allem wunderbar in Vergleich zu Vorjahreswerten setzen. Wir haben vier interessante Fakten und Trends für Sie zusammengetragen.


Trends in der Baufinanzierung: Immobilien werden teurer, Eigenkapital ist vorhanden

Spannend zu sehen: An Eigenkapital mangelte es den Deutschen 2020 nicht. Zwar sind die Immobilienpreise gestiegen, das zeigt auch der Anstieg des durchschnittlichen Kaufpreises um etwa 8% im Gegensatz zum Vorjahr. Dadurch werden zwar auch die Kredite höher – nicht aber die Beleihung. Denn auch das eingebrachte Eigenkapital ist gestiegen, und zwar um knapp 9%. Damit scheinen deutsche Immobilienkäufer mehr Geld in der Tasche gehabt zu haben als noch 2019. Ob dieser Trend auch 2021 anhalten wird, bleibt abzuwarten. Für die Immobilienpreise wird einheitlich weiterhin eine Steigerung prognostiziert.


Baufinanzierung Veänderungen 2020
© FMH-Finanzberatung / FMH-Finanzberatung


Trends in der konventionellen Geldanlage: Mehr Tagesgeld, weniger Festgeld

Ein bisschen erstaunt es schon, dass ausgerechnet das Tagesgeld 2020 zugelegt hat, während das Festgeld unbeliebter wurde: Beim Tagesgeld gab es 2020 quasi gar keine Zinsen zu holen, beim Festgeld immerhin noch ein bisschen. Dennoch stieg 2020 die durchschnittlich angefragte Tagesgeldsumme im Gegensatz zum Vorjahr von 36.200 € auf 36.900 €, während die durchschnittlich angefragte Anlagesumme für das Festgeld von 37.600 € auf 35.400 € sank. Insgesamt bleibt die durchschnittliche Anlagesumme jedoch fast gleich, von 2019 auf 2020 sank sie leicht um durchschnittlich 1.500 €.

Eine mögliche Interpretation: Es ist davon auszugehen, dass viele Festgeldanleger zu den deutlich lukrativeren Wertpapieranlagen und -sparplänen wechseln. Weniger Geld insgesamt dürfte nicht vorhanden sein, wie auch Studien wie die der ING nahelegen, dass 2020 mehr Geld beim Einzelnen blieb, da Freizeitaktivitäten, Urlaube, Shoppingtouren und Restaurantbesuche kaum möglich gewesen seien.


Festgeld/Tagesgeld Vergleich Anlagebeträge 2019 vs. 2020
© FMH-Finanzberatung / FMH-Finanzberatung


Ein weiterer Trend in der konventionellen Geldanlage: Kürzere Anlagedauer

Auch das ist eine interessante Entwicklung: Die angefragte Anlagedauer ist sowohl beim Tagesgeld als auch beim Festgeld leicht gesunken. Mit einem steigenden Sicherheitsbedürfnis scheint das nicht zusammenzuhängen – die erweiterte deutsche Einlagensicherung war den deutschen Anlegern 2020 offenbar weniger wichtig als noch ein Jahr zuvor.


Tagesgeld/Festgeld Vergleich Anlagezeit in Monaten
© FMH-Finanzbeartung / FMH-Finanzberatung
Festgeld/Tagesgeld bevorzugte Einlagensicherung
© FMH-Finanzberatung / FMH-Finanzberatung


Wie es 2021 weitergeht? Geben Sie gern Ihre Prognose ab, wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Für Testzwecke können hier alle Rechner aufgerufen werden. Wird auf der richtigen Seite dann nicht mehr angezeigt.
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