Für wen ist Bausparen optimal?

Frankfurt 21.10.2013 –– In welchem Alter sollte man mit dem Bausparen beginnen? Lohnt es sich mehr für Geringverdiener oder Gutverdienende? Macht man das heutzutage überhaupt noch? Weshalb Bausparen zeitlos ist und weder Einkommen noch Alter wichtig sind.

Das Bausparen schüttelt sich den Staub vom Image, in der Spießer-Kampagne der LBS-Bausparkassen ebenso wie im wahren Leben. Der Wunsch nach einem Eigenheim wächst in allen Altersgruppen und allen sozialen Schichten:

Steigende Mieten und so unsicher wie gering verzinste Geldanlagen schüren Zukunftsängste, an die Inflationsrate mag man angesichts der Milliardenbeträge, die Zentralbanken munter auf Papier, Kunststoff oder Baumwolle drucken, gar nicht erst denken.

Da erscheint ein eigenes Haus als erstrebenswerter Sicherheitsanker – da hat man was in der Hand, ganz gleich, wie hoch die Mieten steigen und was ein Brot mal kosten wird. Aber für wen lohnt sich der Weg zum Eigenheim mittels Bausparen? Kurz gesagt: Für jeden.

Nicht nur für Geringverdiener – auch Gutverdiener profitieren vom Bausparen

Wer viel verdient, kann sich hohe Raten leisten – dadurch verkürzt sich die Ansparphase. Zwar muss das Bauspardarlehen dann ebenso schnell zurückgezahlt werden, doch auch die hohen Tilgungsraten können Gutverdiener stemmen. Sie profitieren von niedrigen Darlehenszinsen.

Wer wenig verdient, kann auch weniger auf die Seite legen, macht das aber meist mit einem längeren Sparhorizont. Bei optimaler Tarifwahl hat der Sparer dafür die Option, sein späteres Bauspardarlehen auch ganz langsam und mit niedrigen Raten zu tilgen. Das lässt sich mit dem Bausparvertrag-Vergleich der FMH-Finanzberatung wunderbar nachvollziehen. Hier greift das alte Bauspargesetz: Zeit mal Geld.
Noch dazu werden gerade Geringverdiener vom Staat unterstützt. Zwar nicht üppig, aber geschenkt ist geschenkt:

Wer als Lediger im Jahr weniger als 17.900 Euro zu versteuerndes Einkommen hat, wird mit der Arbeitnehmersparzulage gefördert – maximal 43 Euro, die vom Finanzamt beigesteuert werden. Wer maximal 25.600 Euro jährlich versteuern muss, bekommt über die Wohnungsbauprämie noch 45 Euro vom Staat dazu. Für jede Förderung sind rund 500 Euro an eigener Sparzuleistung pro Jahr nötig – das sind monatlich knapp 42 Euro, mit dem Eigenheim als Ziel ein Klacks.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, der späte ebenso

Wer in jungen Jahren mit dem Bausparen beginnt und der Bausparkasse das Ersparte deshalb lange zur Verfügung stellt, hat mehr Zeit, das spätere Darlehen zu tilgen.

Doch auch, wer erst ab 35 Jahren aufwärts mit dem Bausparen beginnt, kann davon profitieren. Denn in diesem Alter spart man vermutlich wesentlich gezielter auf das eigene Haus. Zudem verdient man meist ein paar Euro mehr als der junge Berufsanfänger und kann so durch hohe Raten schneller ansparen – und auch schneller tilgen.

Fazit: Alter und Einkommen sind nicht so wichtig wie der Entschluss und das Ziel, für das eigene Haus zu sparen.