Höhere Zinsen, aber unterschiedliche Bedingungen

Frankfurt 24.08.2017 –– Gute Nachrichten für Sparer: Die Zinsen für Festgeld haben sich seit Herbst 2016 stabilisiert und sind teils sogar gestiegen. Manche Bank wartet jetzt wieder mit attraktiven Festgeld-Zinsen auf. Doch es kommt auch auf das Kleingedruckte an.

Vor kurzem gab’s für Tagesgeld, wie wir es in unserem FMH-IndeX erfassen, oft gleich hohe oder sogar höhere Zinsen als für einjähriges Festgeld. Mit dieser verkehrten Welt hat es jetzt wohl ein Ende: Die Festgeld-Zinsen stabilisieren sich oder steigen sogar, während jene fürs Tagesgeld sinken. Es kann sich also lohnen, über Festgeld nachzudenken.

1,5 Prozent sind beim Festgeld drin

Das gilt insbesondere bei den attraktivsten Angeboten. So bringt das beste Tagesgeld für Neukunden über sechs Monate einen Garantiezins von einem Prozent; bei zwölf Monaten überweist der am meisten zahlende Anbieter 0,77 Prozent – jedoch ohne Garantie, dass der Zins über diese Zeit so hoch bleiben wird. Das beste Festgeld für sechs Monate kommt auf 0,91 Prozent und für zwölf Monate sind es 1,35 Prozent. Für die Dauer von zwei Jahren zahlt der Top-Anbieter sogar 1,51 Prozent.

Der „Haken“ an der Sache: Diese Angebote stammen von ausländischen Banken, die „nur“ der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen; zudem werden diese Top-Zinsen ohne Zinseszins-Effekt und erst am Laufzeitende ausgezahlt. Die Rendite reduziert sich somit in unserem letzten Beispiel von 1,51 auf 1,50 Prozent.

Erste Bank mit monatlicher Zinszahlung

Inzwischen gibt es im FMH-Festgeldvergleich sogar eine Bank, die East West Direct Bank aus Luxemburg, die die Festgeld-Zinsen monatlich auf ein Tagesgeldkonto überweist. Wer dort 50.000 Euro für zwei Jahre anlegt, bekommt monatlich 45,83 Euro Zinsen ausgezahlt. Generell kann der Nutzer unseres Festgeld-Vergleichs zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Varianten wählen. Bei der thesaurierenden Anlage erhöht sich der Kontostand im Lauf der Jahre im Vergleich zur ausschüttenden Version. Mit der letzteren kann man sich am Jahresende indes über eine Extrazahlung freuen: Bei 50.000 Euro und zwei Jahren Laufzeit überweist der beste Anbieter (Alpha Bank) 700 Euro.

Da viele Angebote nur über Vermittler wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo zu erreichen sind, lohnt es sich, diese gezielt auszuwählen und auf mehr zu achten als auf attraktive Willkommens-Prämien. Bei Vermittlern muss man sich nur einmal legitimieren und kann später unkompliziert zu anderen Bankpartnern des Vermittlers wechseln, wobei man auch auf die steuerlichen Besonderheiten des jeweiligen Anlagelandes achten sollte.

Die besten Festgeldzinsen finden Sie in unserem Vergleich