Sparpläne mit Aktienfonds bringen langfristig hohe Renditen

Frankfurt 21.12.2013 –– Wer jungen Menschen Gutes tun will, sollte über Sparpläne mit Aktienfonds nachdenken. Auf lange Sicht lassen sich so höhere Renditen erzielen als mit anderen Anlagen. Lesen Sie, auf was zu achten ist und welche Banken Top-Konditionen bieten!

Von außen betrachtet, sind die Deutschen schon ein seltsames Volk: Sie produzieren Waren und Dienstleistungen, die weltweit benötigt werden und für die das Ausland gerne gutes Geld bezahlt. Doch sie selbst investieren kaum in diese erfolgreichen Unternehmen – das überlassen sie lieber denen, die ihre Produkte kaufen: Nach aktuellen Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) haben nur 9,4 Millionen Deutsche direkt oder über Fonds in Aktien investiert – das sind gut 11,5 Prozent der Bevölkerung. Zum Vergleich: In den Niederlanden hält jeder Dritte Aktien; in Japan sind es mit 27 Prozent fast eben so viele.

Zweistellige Jahresrenditen sind nicht ungewöhnlich

Dabei zeigt der Blick in die Geschichte, dass Anleger mit Aktien auf lange Sicht respektable Renditen erzielen können. So weist das DAI in seinem „Rendite-Dreieck“ nach, dass Investoren seit Anfang der 1960er-Jahre bei einer Anlagedauer von mehr als zehn Jahren keine Verluste zu verbuchen hatten. Im Gegenteil: Bei 15 Jahren Anlagezeit und mehr ist eine jährliche Durchschnittsrendite zwischen acht und zwölf Prozent eher die Regel als die Ausnahme. Dennoch schrecken viele Bundesbürger davor zurück, einen Teil (!) in Aktienfonds anzulegen. Ihre Angst: Die Kurse könnten einbrechen und ihre Ersparnisse abschmelzen lassen.

Anleger mit Fonds-Sparplänen können von Kursschwankungen profitieren

Keine Frage, kurzfristig kann das passieren. Doch mit Hilfe von Fonds-Sparplänen, die meist ab 50 Euro monatlich angeboten werden, können insbesondere junge Leute, die langfristig anlegen, solche Schwankungen sogar zu ihrem Vorteil nutzen. Denn: Wer monatlich einen bestimmten Betrag anlegt, bekommt bei Kursrückgängen mehr Fondsanteile für sein Geld. Erholen sich die Kurse, freut sich der Anleger über den gewachsenen Depotwert. Vorsichtig kalkuliert kann man über zehn Jahre hinweg mit einer durchschnittlichen Rendite von sechs Prozent rechnen – aus monatlich 50 Euro werden auf diese Weise 8.165 Euro. Ein Bank-Sparplan mit gleicher Laufzeit indes wird derzeit bestenfalls mit 2,5 Prozent verzinst und wirft lediglich 6.813 Euro ab.

Passiv oder aktiv? Das ist hier die Frage

Wer sich für einen Sparplan mit Aktienfonds entscheidet, sollte die Managementkosten für den Fonds wie auch die Kaufgebühren bei der Bank so niedrig halten wie möglich. Die erste Entscheidung muss daher sein: Kauft man einen sogenannten Indexfonds (ETF) oder einen aktiv gemanagten Fonds? Die passiven ETFs bilden den gesamten Markt, zum Beispiel den DAX, eins zu eins ab und haben daher sehr geringe Managementkosten – etwa 0,2 Prozent. Im Gegenzug können sie nicht besser abschneiden als der Index, was wiederum die aktiv gemanagten Fonds anstreben. Das lassen sich deren Fondsmanager mit jährlichen Verwaltungsgebühren von rund 1,5 Prozent teuer bezahlen. Doch nur wenige dieser aktiven Fonds bringen auf Dauer höhere Renditen als der Markt, an dem sie sich messen.

DKB Deutsche Kreditbank: Bei aktiven Fonds am günstigsten

Ist die Entscheidung zwischen passiven und aktiven Fonds gefallen, geht es um die Frage, welche Depotbanken die jeweiligen Fondssparpläne anbieten und was das kostet. Nach einer aktuellen Erhebung der FMH-Finanzberatung verlangt die DKB Deutsche Kreditbank, die dem Sparkassenverbund angehört, für 180 aktiv gemanagte Fonds weder einen Ausgabeaufschlag noch eine Orderprovision beim Verkauf. Üblicherweise beträgt der Ausgabeaufschlag beim Kauf von Aktienfonds zwischen vier und sechs Prozent des Anlagebetrages. Eine ähnlich große Auswahl an Fonds ohne Ausgabeaufschlag bieten derzeit nur noch 1822direkt und Targobank; allerdings werden beim Verkauf der Fonds an der Börse Gebühren fällig.

Indexfonds: Comdirect bank, DAB bank und CortalConsors punkten

Wer sich für Indexfonds entscheidet, fährt mit comdirect bank, DAB bank oder Cortal Consors am besten. Diese Banken verlangen nur bis zu 1,5 Prozent des Ordervolumens als Provision – ein ETF-Kauf über 100 Euro monatlich kostet so im Jahr 18 Euro. Die DAB bank verfügt mit über 215 ETFs über das umfangreichste Angebot; comdirect bank und CortalConsors stellen über 150 bzw. 79 Indexfonds zur Auswahl.