Schnelles Geld oder günstige Kreditzinsen?

Frankfurt 09.11.2017 –– Wenn es um einen Ratenkredit geht, rücken gute Zinsen bei Darlehensnehmern schnell in den Hintergrund – meist kommt es ihnen auf zwei Fragen an: Gibt es überhaupt eine Kreditzusage und wie schnell kann das Geld bereitgestellt werden? Unsere Empfehlung: Besser den Fuß vom Gaspedal nehmen und durch einen Zinsvergleich Bares sparen.

Wer schnell an Geld kommen möchte, hat heutzutage gute Chancen: Spezielle Banking-Apps versorgen eilige Darlehensnehmer in nur einer Stunde mit der Kreditzusage – natürlich vorausgesetzt, das alles passt. Erlaubt man der kreditgebenden Bank, den Kontoverlauf bei der Hausbank einsehen zu dürfen, beschleunigt dies die Kreditprüfung enorm. Auch die Schufa-Auskunft dauert über die Online-Abfrage nicht lange. Zudem akzeptieren immer mehr Banken die Video-Ident zur Identitätsprüfung des Neukunden – der Gang zur Post entfällt.

So haben Kreditnehmer oft bereits nach ein bis zwei Tagen die gewünschte Summe auf ihrem Konto. Wer den konventionellen Weg auf Papier geht, wartet selbstverständlich ein paar Tage länger auf die Auszahlung. Doch obwohl der schnelle Weg verlockend ist: Er hat seinen Preis.

Kreditzinsen: Kostenunterschiede im vierstelligen Bereich

Der Zinsvergleich auf der FMH-Seite zeigt bei einem Kreditbetrag von 10.000 Euro und einer Laufzeit von 48 Monaten zwischen dem günstigsten Anbieter und einem teuren Angebot einen Unterschied von effektiv 7,49 Prozent. Diese Differenz summiert sich in 48 Monaten immerhin auf 1.029 Euro. Deshalb gilt: Wer die Kreditsumme nicht sofort benötigt, sollte sich die Zeit für einen Zinsvergleich nehmen – es lohnt sich durchaus, nach günstigen Kreditangeboten Ausschau zu halten.

Was tun, wenn das teure Darlehen schon ausgezahlt wurde?

Sollte sich jemand zu voreilig für ein Darlehensangebot entschieden haben, kann der Fehler unter Umständen korrigiert werden: Zum einen gibt es eine gesetzliche, mindestens 14-tägige Widerrufsfrist. Zudem erlauben sehr viele Banken eine kostenlose vorzeitige Rückzahlung des Darlehens. In diesem Fall wäre es möglich, das geliehene Geld einfach wieder umgehend zurückzugeben. Wird eine Entschädigungszahlung verlangt, liegt diese maximal bei einem Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrages – beispielsweise würden dann bei 8.000 Euro 80 Euro Entschädigungszahlung fällig. Ob sich die Inkaufnahme der Entschädigungszahlung zugunsten eines günstigeren Kredits lohnen würde, lässt sich anhand eines Ratenkredit-Vergleichs herausfinden.

Restschuldversicherung meist teuer und überflüssig

Was einen Ratenkredit meist ebenfalls unnötig verteuert, ist die so genannte Restschuldversicherung. Diese soll die Kreditrückzahlung auch dann sichern, wenn der Kreditnehmer die monatlichen Raten, beispielsweise durch den Verlust seiner Arbeitsstelle, nicht mehr bedienen kann. Doch auch wenn manche Banken ihren Kunden das Gefühl vermitteln, dass eine Restschuldversicherung die Kreditzusage erleichtere, sollte diese Entscheidung gut überdacht sein – die meist überflüssige Versicherung verteuert den Ratenkredit enorm. Zum Beispiel kostet ein Rundumpaket für ein Darlehen von 10.000 Euro mit einer Laufzeit von 36 Monaten zwischen 330 und 1.100 Euro. So liegt gerade bei Restschuldversicherungen der Verdacht nahe, dass es der Bank weniger um die Absicherung des Kunden und mehr um die eigene Provision geht.

Was viele nicht wissen: Die Versicherung erhöht zudem die Kreditsumme und damit die Darlehenskosten, denn der angegebene Effektivzins wird nur für die reine Darlehenssumme angegeben.

Fazit: Wer es eilig hat, ist sicher dankbar für jede schnelle Finanzierung. Doch ist ein wenig zeitlicher Spielraum vorhanden, sollte man sich den Ratenkredit zu günstigeren Konditionen sichern. Eine überlegte Kreditwahl lohnt sich auf jeden Fall.

Nutzen Sie unseren Ratenkreditvergleich für eine gezielte Kreditentscheidung