Wer schlau baut, kann viel sparen: Energieeffizienz fördert die KfW jetzt noch stärker
Wer schlau baut, kann viel sparen: Energieeffizienz fördert die KfW jetzt noch stärker © Andrey Popov / Adobe Stock

Frankfurt 01.07.2021 –– Bis zum 30.06.2021 konnte man die KfW-Darlehen “Energie¬effizient Bauen (153)” und „Energieeffizient Sanieren (430) noch beantragen – nun gibt es diese nicht mehr. Ersetzt wurden sie zum 01.07.2021 durch die „Wohngebäudekredite 261 und 262“. Weshalb, für wen die neuen Kredite gedacht sind und wo Sie die neuen KfW-Darlehen für energieeffizientes Bauen und Sanieren beantragen können.

KfW-Darlehen stellen für viele Menschen, die ein eigenes Haus bauen oder sanieren wollen, eine wertvolle Säule der Baufinanzierung dar: Standard ist und bleibt zwar das Programm 124, das Wohneigentum fördert und keine weiteren Vorgaben beinhaltet – dafür allerdings auch nicht zu extrem günstigen Zinsen zu haben ist. Der große KfW-Renner sind deshalb die Darlehen für das energieeffiziente Bauen und Sanieren.

Diese Darlehen sind in der Regel zu günstigeren Konditionen erhältlich und zudem häufig mit einem Tilgungszuschuss versehen – es lässt sich damit also richtig viel Geld sparen. Dafür müssen die Bau- oder Sanierungsprojekte jedoch bestimmte Auflagen erfüllen. Und genau die ändern sich nun im Bereich des energieeffizienten Bauens und Sanierens.

Was gilt für energieeffizientes Bauen und Sanieren ab dem 01.07.2021?

Die gute Nachricht vorab: Auch wenn die Änderungen aufgrund ihres Umfangs zunächst kompliziert klingen, eines wird definitiv einfacher – die Beantragung der Förderung. Es ist nämlich nur noch ein Antrag nötig, Fach¬planung und Baubegleitung inklusive.

Ab dem 01.07.21 startet die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“. Interessant ist für Privatleute nur die Geltung für alle Wohngebäude, insbesondere der Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser.

Konkret ändern sich die Programm 153, „Energieeffizient Bauen“ und 430, „Energieeffizient Sanieren“, die fallen nämlich weg. Dafür gibt es den „Wohngebäudekredit“ (261 und 262). Der kann sowohl für einen Neubau als auch die Sanierung zum Effizienz¬haus sowie einzelne energetische Maßnahmen beantragt werden. Das Programm 261 bezieht sich dabei auf den gesamten Bau- oder Umbau, das Programm 262 nur auf einzelne energierelevante Maßnahmen, wie z.B. neue Fenster oder Fassade. Die genauen Konditionen und Förderungsdetails finden Sie hier. Die Sanierung wird förderungswürdig für Gebäude, die älter als 5 Jahre sind. Wer einen Sanierungsfahrplan (iSFP) einreicht, kann sich weitere 5% Tilgungszuschuss sichern. Eine Baubegleitung durch eine:n Expert:in für Energieeffizienz aus der Liste der Deutschen Energie-Agentur (dena) ist für alle Darlehen Pflicht, die Baubegleitung wird separat mit einem zusätz-lichen Kredit¬betrag und Tilgungs¬zuschuss bzw. einem zusätz¬lichen Zuschuss gefördert.

Was ändert sich im Gegensatz zu vorher?

Geförderte KfW-Darlehen für energieeffizientes Bauen und Sanieren gibt es schon seit über 10 Jahren. Dabei wurde wie jetzt auch sowohl der Neubau also auch die Sanierung gefördert, wenn durch bestimmte energieeffiziente Maßnahmen der jeweilige CO2-Ausstoß entsprechend reduziert wurde.

Dabei wird und wurde die Sanierung stets stärker gefördert, da der Staat bei Neubauten durch Vorschriften regulierend eingreifen kann – für Bestandsimmobilien allerdings nicht, weshalb ein Anreiz zur Sanierung geschaffen werden soll. Neben den niedrigen Zinsen ist der Tilgungszuschuss besonders attraktiv für Darlehensnehmer: Die KfW erstattete bei Sanierungen bisher bis zu 40% der Darlehenssumme, nun sind es bis zu 50%. Auch die maximalen Förderungssummen wurden erhöht, das gesamte Förderungsprogramm differenzierter, wie Sie den folgenden Tabellen entnehmen können.


Energieeffizient Sanieren 151 und 153
bis 30.06.2021
ProgrammMaximale FörderungTilgungszuschussmax. in Euro
151 (Sanieren)120.000 €40,00%48.000
153 (Neubau)120.000 €25,00%30.000


Wohngebäude - Kredit (261) - für Bau und Ausbau zu energieeffizientem Gebäude - Neubau ab 01.07.2021
EffizienzhausLaufzeitMax. KreditProzent des Darlehensbetrages
Effizienzhaus 40 Plus4 - 30 Jahre150.000 €25,00%
Effizienzhaus 404 - 30 Jahre120.000 €20,00%
Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeits-Klasse4 - 30 Jahre150.000 €22,50%
Effizienzhaus 554 - 30 Jahre120.000 €15,00%
Effizienzhaus 55 Nachhaltigkeits-Klasse4 - 30 Jahre150.000 €17,50%


Wohngebäude - Kredit (261) - Tilgungszuschuss Sanieren ab 01.07.2021
EffizienzhausProzent des Darlehensbetragesmax. in Euro
Effizienzhaus 4045,00%54.000
Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energie-Klasse50,00%75.000
Effizienzhaus 5540,00%48.000
Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energie-Klasse45,00%67.500
Effizienzhaus 7035,00%42.000
Effizienzhaus 70 Erneuerbare-Energie-Klasse40,00%60.000
Effizienzhaus 8530,00%36.000
Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energie-Klasse35,00%52.500
Effizienzhaus 10027,50%33.000
Effizienzhaus 100 Erneuerbare-Energie-Klasse32,50%48.750
Effiizienzhaus Denkamal25,00%30.000
Effizienzhaus Denkmal Erneuerbare-Energie-Klasse30,00%45.000


Weshalb wurden die KfW-Darlehen geändert?

Teil des Klimaschutzprogramms 2030 ist es, energieeffizientes Bauen und Wohnen noch attraktiver zu machen – denn ca. 25% unseres CO2-Ausstoßes werden durch Gebäude und deren Energieversorgung verursacht. Natürlich verursachen Klinikgebäude und andere große gewerbliche Gebäude deutlich mehr CO2-Aussstoß als ein kleines Einfamilienhaus – doch gefördert werden alle und davon profitieren Eigenheimbesitzer und private Bauherren.

Deshalb hat der Bund die Förderung in diesem Bereich zentralisiert, um den Primärenergiebedarf von Gebäuden bis 2050 um rund 80% gegenüber 2008 zu senken. Oder anders: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und erneuerbare Energien sollen beim Bauen und Sanieren zukünftig deutlich stärker im Fokus stehen – und werden deshalb stärker gefördert.

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