Alle Unterlagen parat: So werden Sie Bankers Liebling.
Alle Unterlagen parat: So werden Sie Bankers Liebling. © bnenin / Adobe Stock

Frankfurt 20.05.2021 –– Erst die Immobilie finden, dann zur Bank – und dann endlos viele Unterlagen für die Finanzierung zusammensammeln? Das kann Probleme machen. Gerade, wenn die Zeit drängt. Besser ist es, schon zu Beginn der Suche die wichtigsten Unterlagen zusammenzustellen. Doch welche sind das eigentlich?

Wer die Unterlagen für eine Baufinanzierung zu sammeln beginnt, darf in etwa denselben Spaßfaktor erwarten, wie bei der Steuererklärung. In beiden Fällen geht es darum, diverse Finanzinformationen zu bündeln. Und wie beim Finanzamt kann man auch bei Banken nie 100-prozentig sicher sein, welche Dokumente am Ende wichtig und welche entbehrlich sind. Doch die Mühe lohnt sich.

Jeder Kauf ist anders

„Je nachdem, wo und was ein Kunden kauft, welche und wieviel Eigenmittel er vorweisen kann und welchen Beruf er ausübt, können die Banken sehr unterschiedliche Maßstäbe bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit anlegen“, sagt Max Herbst, Chef der FMH Finanzberatung in Frankfurt. Auch das Alter spielt zunehmend eine Rolle. „Wer bis zum Rentenalter noch nicht schuldenfrei ist, muss daher nicht nur Gehaltsnachweise beibringen, sondern auch offenlegen, welche Geldeingänge er im Alter erwarten kann“, so der Experte.

Es gibt aber einen Grundstock an Unterlagen, den fast jede Bank sehen will. Diese Dokumente sollten Kaufinteressenten möglichst schon zu Beginn ihrer Recherchen zusammenstellen. Das beschleunigt in jedem Fall die Bearbeitung bei der Bank – und verschafft ihnen somit einen echten Wettbewerbsvorteil. „Gerade in sehr begehrten Lagen ist Schnelligkeit oft der entscheidende Faktor dafür, wer am Ende den Zuschlag – und damit die Immobilie – erhält“, so Experte Herbst. Weitere wichtige Tipps zum richtigen Timing finden sie in unserem FMH-Beitrag: Zeitplanung bei der Baufinanzierung.

Detaillierte Selbstauskunft

Um die finanzielle Lage der Kaufinteressenten richtig einschätzen zu können, verlangen Banken in der Regel folgende Papiere:

  • Eine Kopie beider Seiten des Personalausweises aller Käufer,
  • die letzten drei Gehaltsnachweise bei Arbeitnehmern, bei Selbstständigen die Jahresabschlüsse der vorangegangenen drei Jahre plus die aktuelle BWA und bei Rentner ihre Rentenbescheide.
  • Zudem fordern immer mehr Banken aktuelle Renteninformationen bzw. Hochrechnungen der Versorgungsträger, welche Summen der Versicherte im Alter erwarten kann.
  • Ebenfalls zum Pflichtprogramm gehört der letzte Lohnsteuerbescheid – bei Selbstständigen die Steuererklärungen bzw. Jahresabschlüsse der Vorjahre
  • Wichtig und hilfreich sind zudem eine aktuelle SCHUFA-Selbstauskunft,
  • eine Übersicht über laufende Versicherungen inklusive der durch sie entstehenden Kosten und
  • eine Auflistung bereits laufender Kredite
  • Selbstständige müssen, so vorhanden, zudem den Gesellschaftervertrag und einen Auszug aus dem Handelsregister vorlegen.

Unterlagen über die Immobilie

Nicht nur die Finanzlage ihrer (potenziellen) Kunden ist für die Bank von Interesse. Bevor sie Geld verleiht, will sie auch wissen, wofür sie das Darlehen vergibt. Vor allem muss sie prüfen, ob der Wert der Immobilie die Höhe des Kredites rechtfertigt. Dabei geht es ihr nicht zuletzt um die eigene Absicherung. Denn wenn ein Kunde seine Raten nicht mehr bezahlen kann, muss die Bank wissen, dass sie bei einer Zwangsversteigerung genug einnehmen würde, um die Restschuld zu begleichen.

Deshalb verlangen die Geldhäuser in der Regel folgende Unterlagen:

  • Bauplan und Grundrisse,
  • Wohn-/ Nutzflächenberechnung,
  • Lage-/ Katasterplan
  • Grundbuchauszug
  • Detaillierte Baubeschreibung

Wer kauft, statt selbst zu bauen, braucht zudem:

  • Den Kaufvertrag oder zumindest einen Kaufvertragsentwurf für das Haus oder die Wohnung
  • die Teilungserklärung (bei Eigentumswohnungen),
  • eine Berechnung der Wohnnebenkosten und
  • Fotos des Objekts.

Bei einem Neubau verlangen Banken zudem:

  • die Baugenehmigung bei Bauvorhaben,
  • Kostenaufstellung des Bauvorhabens oder einen Werksvertrag,
  • Aussage zum Grundstückswert oder – kauf oder Infos zum Erbpachtvertrag,
  • Zeitplan für Fertigstellung bzw. des Baufortschritts.
  • Unterlagen – je nachdem, ob es sich um einen Neubau oder eine Bestandsimmobilie handelt, können (gute) Makler oder der Bauträger bei der Beschaffung helfen. Bei Kauf von privat, muss man meist selbst die Unterlagen zusammentragen bzw. den Verkäufer oder dessen Hausverwaltung ins Boot holen.

Je nachdem, ob es sich um einen Neubau oder eine Bestandsimmobilie handelt, können (gute) Makler oder der Bauträger bei der Beschaffung der Dokumente helfen. Bei Kauf von privat, muss man meist selbst die Unterlagen zusammentragen bzw. den Verkäufer oder dessen Hausverwaltung ins Boot holen. „Ideal ist es, wenn Kunden alle Dokumente, in digitaler Form vorliegen haben“, sagt Experte Herbst. Erstens erleichtert das den Banken die Arbeit. Zweitens lassen sich die Papiere dadurch schnell und unkompliziert an mehrere Institute senden, die als Geldgeber in Frage kommen. Welche Banken derzeit mit besonders guten Konditionen punkten, erfahren Sie hier.

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