Wie viel „sparen“ steckt im Bausparen?

Frankfurt 18.07.2014 –– Noch immer schließen viele, die nach einer Geldanlage-Möglichkeit suchen, Bausparverträge ab. Dabei lohnt sich das selbst in Zeiten wie diesen, in denen Sparbuchzinsen bei nur 0,18 % liegen, äußerst selten.

Kennen Sie das laxe „Mach doch einfach einen Bausparvertrag!“, das unweigerlich erschallt, sobald jemand in der Runde laut überlegt, ob und wie er etwas Geld ansparen sollte? Hartnäckig hält es sich, das Sichere-Bank-Image des Bausparens. Doch ist der Spargroschen im Bausparvertrag wirklich gut aufgehoben?

Sparzinsen im Rekordtief – wird der Bausparvertrag konkurrenzfähig?

Der FMH-IndeX für Sparbuchzinsen liegt zurzeit bei 0,18 Prozent, der Höchstwert immerhin bei 1,3 Prozent. Auch beim Tagesgeld sieht es mau aus: Gerade mal 0,62 Prozent zeigt der FMH-IndeX hier, der Spitzenwert liegt bei 1,4 Prozent. Da kann der Bausparvertrag mit Guthabenszinsen zwischen 0,25 Prozent und 1,25 Prozent doch locker mithalten? Nicht ganz, denn was beim schnellen Überschlag im Kopf häufig vergessen wird, ist die Abschlussgebühr.

Wer einen Bausparvertrag abschließt, muss dafür eine Gebühr bezahlen, mit denen Kosten wie Vertragseinrichtung und Beraterleistungen abgedeckt werden. Diese Gebühr liegt je nach Vertrag zwischen 1,0 und 1,6 Prozent. Der Bausparvertrag beginnt also genau genommen im Minus. Selbst bei einer Bausparverzinsung zum aktuellen Spitzensatz von 1,25 Prozent benötigt ein Bausparer ganze 72 Monate, bis die Zinsen eine Abschlussgebühr von 1 Prozent ausgleichen – von einem Zinsertrag kann man nach diesen sechs Jahren noch gar nicht sprechen, bis jetzt ist noch kein Cent verdient.

Bausparen lohnt sich nur für BAUsparer

Zusammengefasst: Bausparen ist Quatsch für den reinen Sparer, es lohnt sich nur für den tatsächlichen Bausparer. Denn der garantierte spätere Darlehenszins von 1,0 bis 3,5 Prozent ist es, der den Bausparvertrag so attraktiv macht. Der sichert den künftigen Bauherrn nämlich vor hohen Hypothekenzinsen ab.

Klar gibt es auch hier lukrativere Alternativen wie ETF-Aktiensparpläne, die dem Sparer mehr Rendite versprechen, weshalb er ein kleineres Darlehen bräuchte und somit auch höhere Kreditzinsen bezahlen könnte. Das große Aber ist hier allerdings das Risiko. Denn garantiert ist die Rendite nicht, ganz im Gegenteil, es kann sogar zu Verlusten kommen.

Wer also auf ein Eigenheim spart und wenig risikofreudig ist, ist mit dem Bausparvertrag also bestens bedient. Wer allerdings mit unbestimmtem oder nicht wohnwirtschaftlichem Ziel sparen will, sollte eine andere Anlagemöglichkeit vorziehen.

Die einzige Ausnahme: Staatlich geförderte Bausparverträge

Wer Chance auf die Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage hat, für den könnte sich der Bausparvertrag auch dann lohnen, wenn er nicht auf ein Eigenheim spart. Diese Option lässt sich für alle, die es wissen wollen, ganz einfach ausrechnen. Kontaktieren Sie hierfür bei Bedarf unseren Kooperationspartner rund um das Thema Bausparen: Bausparteam Wolfgang Neukirch.