Bausparen: Ein großer Geldtopf für alle

Serie zur optimalen Baufinanzierung, Teil 7

Frankfurt 07.11.2011 –– Wenn es um Immobilienfinanzierung geht, schwören viele Häuslebauer auf das Modell „Bausparen". Stärkstes Argument ist der garantierte und vergleichsweise niedrige Zinssatz für das Bauspar-Darlehen. Die Branche konnte mit diesem Modell gigantische Verkaufserfolge erzielen: Über 30 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme von über 760 Milliarden Euro haben die Deutschen bei Wüstenrot, LBS, Schwäbisch Hall und Co. abgeschlossen. Doch nicht immer ist ein Bausparvertrag die beste Wahl. Lesen Sie im siebten Teil  der Serie „Auf dem Weg zum Eigenheim", wie Bausparen funktioniert und wann es sich für Sie lohnt.

Für viele Häuslebauer ist Bausparen zum Synonym für die Immobilienfinanzierung geworden, denn in vielen Fällen bildet es den Grundstock für das Vorhaben. Das große Plus des Bausparens: Schon bei Vertragsabschluss steht der spätere Darlehenszins fest – gleich, ob das Bauspardarlehen in fünf oder erst in 20 Jahren in Anspruch genommen wird.

Feste Zinszusage dank Unabhängigkeit vom Kapitalmarkt

Möglich ist diese Zusage, weil dieser Zins unabhängig vom Kapitalmarkt zustande kommt. Die Bausparkassen nehmen das Geld, das sie verleihen, nicht wie andere Banken am Kapitalmarkt auf, sondern schöpfen es aus dem Topf, in den alle Bausparer eine gewisse Zeit lang einzahlen müssen. Im Gegenzug für diesen garantierten Darlehenszins nehmen die Bausparer in der Ansparphase eine vergleichsweise magere Verzinsung hin. Aktuell bewegt sie sich in vielen Tarifen bei einem Prozent.

Maximal 50 Prozent selbst ansparen

Und so funktioniert Bausparen: Zu Beginn steht der Vertragsabschluss über eine frei zu wählende Bausparsumme, wofür eine Abschlussgebühr von meist einem Prozent der gewählten Summe fällig wird. Anschließend wird der  Bausparvertrag entweder mit monatlichen Raten oder durch Einzahlung des kompletten notwendigen Ansparguthabens bespart. Die Bedingungen der Bausparkassen schreiben vor, dass der Bausparer zwischen 25 und 50 Prozent der Bausparsumme selbst anspart.

Bewertungszahl entscheidet über Zuteilung

Ist die geforderte Ansparsumme erreicht, wird die Differenz zur kompletten Bausparsumme als zinsgünstiges Darlehen ausbezahlt – aber erst nachdem eine je nach Bausparkasse unterschiedlich hohe Bewertungszahl erreicht wurde. Um diese Zahl zu errechnen, setzen die Bausparkassen das angesparte Guthaben in monatlichen oder vierteljährlichen Abständen ins Verhältnis zur Bausparsumme. Wird die notwendige Bewertungszahl erreicht, ist das Darlehen zuteilungsreif – das heißt: Der Bausparer kann es in Anspruch nehmen. Durch den Zwang, zunächst die Bewertungszahl zu erreichen, wird verhindert, dass jemand, der viel Geld in einen Vertrag eingezahlt hat, schon nach kurzer Zeit ein günstiges Darlehen abruft. Der Darlehenszins liegt aktuell zwischen 1,5 und fünf Prozent.

Fazit: Durch den Verzicht auf eine höhere Verzinsung seines angesparten Geldes sichert sich der Bausparer das Recht, ein zinsgünstiges Darlehen zu bekommen. Bausparen lohnt sich daher besonders dann, wenn in der Zukunft höhere Darlehenszinsen zu befürchten sind.

Lesen Sie im nächsten Teil der Serie „Auf dem Weg zum Eigenheim", wann sich Bausparen für Sie lohnt und wann Sie besser die Finger davon lassen sollten.

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