Entspannte Weihnachten trotz Krise: So bleiben Sie in schwierigen Zeiten liquide
Dispo, Raten- oder Abrufkredit
In der Pandemie mussten und müssen wir auf vieles verzichten – auch aus finanziellen Gründen. Gott sei Dank gibt es nach wie vor gute und günstige Möglichkeiten, (vorübergehende) Liquiditätsprobleme zu überbrücken.


Corona prägt auch in diesem Jahr die Pläne für das gemeinsame Weihnachtsfest mit der Familie. Doch der Wunsch, ein paar entspannte Feiertage zu verleben und die Liebsten reich zu beschenken, lebt weiter: Trotz Krise werden die Deutschen daher im Durchschnitt 325 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das sind zwar zwei Prozent weniger als 2020. Dennoch ist das eine beachtliche Summe in einem Jahr, in dem Millionen Menschen in Kurzarbeit waren oder ihren Job verloren haben.
Vielfach werden die Präsente daher wohl auch auf Pump finanziert. Doch wo leiht man sich am besten Geld für kurzfristige Konsumausgaben?
Für jeden Typ der passende Kredit
Zur Auswahl stehen der Dispo mit Zinsen von mehr als acht Prozent, Ratenkredite mit Zinsen von 3,58 Prozent im Durchschnitt und klassische Rahmen- oder Abrufkredite mit einem Zinssatz von etwa sechs Prozent. Auf den ersten Blick scheint die Antwort schnell gefunden. Allerdings wäre es falsch, die Entscheidung für oder gegen eine Variante allein vom Zinssatz abhängig zu machen.
Die wichtigsten Fragen, die sich Verbraucher mit Liquiditätsproblemen stellen sollten, lauten daher: Innerhalb welches Zeitraums lassen sich die Schulden zurückbezahlen? Wie häufig braucht man eine kleine Finanzspritze? Und wie flexibel sollte der Verleiher sein?
Der Dispo ist oft besser als sein Ruf
Wer Fehlbeträge auf dem Girokonto im Lauf des nächsten Jahres zurückzahlen kann, kann problemlos seinen Dispo nutzen, auch wenn die Zinsen dort am höchsten sind.
Das klingt erst einmal erstaunlich. Allerdings müssen Kontoinhaber, die im Minus sind, den Zins ja nicht die ganze Zeit auf den vollen Fehlbetrag zahlen, da der Kontostand mit jedem Geldeingang und -ausgang schwankt. Wer zudem ein günstiges Girokonto wählt, spart zusätzliches Geld. Die besten Angebote finden Interessenten hier.
Für wen günstige Ratenkredite sinnvoll sind
Verbraucher, die normalerweise gut mit ihrem Geld auskommen, jetzt aber eine größere Anschaffung finanzieren müssen, sind mit einem günstigen Ratenkredit am besten bedient. Für ihn sprechen nicht nur die niedrigen Zinsen, sondern auch die hohe Flexibilität.
Grundsätzlich werden Ratenkredite zwar mit einer fixen monatlichen Summe bedient. Wer zwischendurch zu Geld kommt, kann sie aber auch vorzeitig ablösen. Vielfach sind auch Sondertilgungen möglich. Banken dürfen in diesem Fall maximal ein Prozent des vorzeitig gezahlten Betrages als Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Bei 1.000 Euro Sonderzahlung auf einen Ratenkredit kostet dies lediglich 10 Euro. Und selbst auf diesen Betrag verzichten viele Banken.
Weil Sonderzahlungen problemlos möglich sind, empfiehlt die FMH-Finanzberatung Kunden, eine komfortable Laufzeiten von 36 oder gar 48 Monaten zu wählen. Bei 36 Monaten kosten 5.000 Euro Ratenkredit pro Monat rund 145 Euro. Bei 48 Monaten sinkt die Rate auf etwa 112 Euro.
Tipp: Wer sich für die lange Laufzeit entscheidet, sollte in jedem Fall auf kostenfreie Sondertilgungen achten. Möglich ist dies unter anderen bei der ING, der Deutschen Bank, BBBank oder auch einigen Sparda-Banken und Sparkassen. Die Details zu den einzelnen Anbietern finden Interessenten in unserem kostenlosen Ratenkredit-Vergleich.
Rahmenkredite: Flexibler Puffer für größere Anschaffungen
Wer sich Luft für (mehrere) spontane Anschaffungen verschaffen will oder über längere Zeit Kreditbedarf hat, für den sind Rahmen- oder Abrufkredite eine gute Wahl.
Das Prinzip dieser Produkte: Kunden vereinbaren mit der Bank einen Kreditrahmen, der einem Dispo auf dem Girokonto ähnelt. Allerdings ist das Darlehen nicht an das Konto gebunden und seine Höhe hängt nicht ganz so strikt vom monatlichen Nettoeinkommen des Kunden ab.
Weiterer Vorteil: Kunden können den Kreditrahmen ausschöpfen, müssen es aber nicht. Dadurch wird das Darlehen zwar ein bisschen teurer als klassische Ratenkredite, dafür aber ist es wesentlich flexibler und Kunden können mehrfach Gelder abrufen, ohne jedes Mal eine Bonitätsprüfung zu durchlaufen. Den Klassiker in diesem Segment bietet die ING mit einem Zinssatz von 5,99 Prozent.
Abrufen nur, wenn Geld benötigt wird
Unterstellen wir, ein Verbraucher hat mit seiner Bank Kreditrahmen von 10.000 Euro vereinbart. Zunächst ruft er davon 1.800 Euro ab, um sein Girokonto auszugleichen, weitere 2.100 Euro verwendet er, um einen offenen Ratenkredit abzulösen. Zusätzlich steckt er 1.700 Euro in die lange überfällige Modernisierung des Kinderzimmers. Insgesamt hat unser Kunde damit 5.600 Euro abgerufen. Auf diese Summe (und nur sie) zahlt er nun die effektiv 5,99 Prozent Zinsen (monatlich 27,21 Euro). Zusätzlich muss er eine bestimmte Summe tilgen- wie hoch der Betrag ist, lässt sich individuell vereinbaren. Die meisten Banken erwarten eine monatliche Rückzahlungsrate von etwa zwei Prozent des abgerufenen Betrages: In unserem Beispiel wären das 112 Euro.
Wer sich für einen Rahmenkredit entscheidet, sollte allerdings gezielt nach besten Lösung Ausschau halten. Preisgekrönte Anbieter finden Interessenten hier.

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