Immobilienkauf 2024: Attraktive Immobilienpreise und sinkende Bauzinsen
Immobilienkauf: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Mieten oder kaufen? Die Antwort auf diese ewig aktuelle Frage fällt derzeit eindeutig aus. Denn die Immobilienpreise und Bauzinsen sind so günstig wie lange nicht, was den Immobilienkauf wieder lohnenswert macht.


Mehr als die Hälfte der Deutschen träumt davon, im Eigenheim zu leben. Das belegt eine aktuelle Umfrage der Meinungsforscher von Allensbach. Ihre Zahl dürfte auf absehbare Zeit weiter steigen.
Die Wohnungsnot in Deutschland ist groß, bezahlbare Mietobjekte in guten Lagen sind praktisch nicht mehr zu haben. Und da die Bundesregierung ihre Wohnungsbauziele von ca. 400.000 Einheiten per anno seit Jahren konsequent verfehlt, dürfte sich an diesem Befund bis auf Weiteres auch wenig ändern.
Im Jahr 2023 gab es gar nur rund 260.000 Baugenehmigungen. Solange Deutschland nicht in der Lage ist, ausreichend viele Wohnungen zu bauen, solange wird Wohnungsnot bestehen – und so bleiben Mieten hoch oder steigen sogar noch weiter.
Für all jene, die es leid sind, mit Hunderten anderer Bewerber um eine sündhaft teure Mietwohnung zu konkurrieren, stellt sich daher zunehmend die Frage, ob Kaufen nicht doch eine sinnvolle Option wäre.
Bauzinsen: Entwicklungen und Prognosen
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen macht Mut: Die Immobilienpreise haben sich in den vergangenen Jahren auf ein erträgliches Niveau zurechtgeschrumpft. Allerdings geht der Trend inzwischen wieder leicht nach oben. Im Vergleich zu den Mondpreisen Anfang 2022 sind gute Objekte aber immer noch vergleichsweise günstig.
Gleiches gilt für die Finanzierungen: Nachdem sich Hypothekendarlehen in den vergangenen Jahren deutlich verteuert hatten, zeichnet sich nun eine leichte Zinsdelle ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gerade damit begonnen, die Leitzinsen leicht zu senken, obwohl die Inflation im Juli leicht angezogen hat: Dennoch gibt es bei den Bauzinsen eine erfreuliche leichte Abwärtstendenz. Das passt mit Blick auf die Inflation nicht zusammen, aber große Investoren lieben die Sicherheit der deutschen Bundesanleihen. Der aktuelle schmerzliche, weltweite Aktiencrash verstärkt den Wunsch nach Sicherheit und dürfte die Rendite der deutschen Staatspapiere weiter kräftig verbilligen. Und sinkt die Rendite der Bundesanleihe, sinken auch die Bauzinsen weiter.
Dennoch sollten Interessenten nicht darauf hoffen, bald wieder Zinsen unterhalb der Drei-Prozent-Marke zu sehen. Diese Zeiten sind erst einmal vorbei. Das liegt auch daran, dass die EZB künftig peinlich darauf achten dürfte, die Inflation bei gesunden zwei Prozent zu halten und Ausschläge nach oben oder unten vermeiden wird.
Eigenkapital und Finanzierungstipps
Was die finanzielle Grundausstattung potenzieller Käufer anbelangt, gilt von jeher: 20 Prozent Eigenkapital sollten Kunden mitbringen. Diese Faustregel wurde in den Zeiten kaum noch messbarer Mini-Zinsen und horrenden Kaufpreise zwar aufgeweicht. Jetzt, da sich der Markt normalisiert, sehen wir bei der FMH-Finanzberatung aber einen klaren Trend zurück zu dieser Marke.
Die meisten User, die unsere Zinsvergleiche nutzen und Finanzierungsmöglichkeiten berechnen, setzen einen Eigenkapitaleinsatz zwischen 20 und 30 Prozent des Kaufpreises an. Es ist also genug Geld vorhanden, um die Vorstellungen einer idealen Konstellation aus Kredit und Barmittel zu erfüllen.
Wer ein besonders üppiges (und sicheres) Einkommen hat, kann aber nach wie vor auch 100 Prozent des Kaufpreises finanzieren.
Fazit: Der Traum vom Eigenheim bleibt realisierbar
Medienberichte, wonach eine eigene Immobilie „nur noch etwas für Reiche“ und „kaum noch finanzierbar“ ist, lassen sich damit nicht halten.
Zwar zeigen unsere Zahlen durchaus, dass die meisten Kaufinteressenten wegen der Lohnerhöhungen zum Inflationsausgleich deutlich mehr verdienen als 2022. Umgekehrt aber sind viele Kunden inzwischen auch bereit, mit geringerer Tilgungshöhe von weniger als zwei Prozent zu finanzieren und die Finanzierungszeit von früher unter 30 Jahren auf 35 Jahren auszudehnen.
Mit der richtigen Strategie lässt sich der Traum vom Eigenheim daher sehr wohl realisieren – und zwar so gut, wie lange nicht. Das mag einige überraschen. Wir von der FMH-Finanzberatung hatten diese Entwicklung allerdings schon Anfang 2023 gesehen.
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