Die besten Festgeldangebote
Warum warten sich nicht immer lohnt
Wer sein Geld sicher anlegen möchte und für eine gewisse Zeit darauf verzichten kann, findet im Festgeld weiterhin eine verlässliche Option. Die FMH-Finanzberatung hat im Auftrag des Handelsblatts untersucht, welche Banken aktuell die besten Festgeldkonditionen bieten – und wo sich ein genauer Blick lohnt.


Warum Festgeld für sicherheitsorientierte Sparer interessant bleibt
Festgeldkonten zählen zu den klassischen Sparformen. Der Zinssatz wird bei Vertragsabschluss fest vereinbart und gilt über die gesamte Laufzeit. Zusätzlich greift bis zu einer Anlagesumme von 100.000 Euro pro Bank die EU-weite gesetzliche Einlagensicherung.
Der größte Vorteil liegt in der Planungssicherheit. Der Nachteil: Während der Laufzeit ist das Geld nicht verfügbar. Aktuell liegen die besten Festgeldzinsen je nach Laufzeit zwischen zwei und drei Prozent pro Jahr. Damit lässt sich die Inflation zwar nicht schlagen, aber zumindest weitgehend abmildern.
So wurde getestet
Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt insgesamt 57 bundesweite Anbieter analysiert. Bewertet wurde der Zinssatz einer Bank über die Laufzeiten ein, zwei und drei Jahre.
Grundlage der Berechnung war eine Beispiel-Anlagesumme von 5.000 Euro. In die Auswertung flossen auch ausgewählte ausländische Banken ein, allerdings nur solche mit einem Moody’s Länderrating von mindestens A.
Die Analyse zeigt: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Festgeldzinsen gesunken. Besonders bei kurzen Laufzeiten ist der Rückgang schon spürbar, bei längeren Laufzeiten fällt er stärker aus.
Die besten Festgeldanbieter im Überblick
In der Auswertung erhielten sechs Anbieter die Bewertung „sehr gut“.
An der Spitze steht Raisin. Hier sind, je nach Angebot, mindestens 5.000 Euro Anlagesumme erforderlich. Die Festgelder werden häufig bei Partnerbanken im EU-Ausland geführt, was höhere Zinsen ermöglicht. Wer sein Geld lieber in Deutschland anlegen möchte, findet bei der Bank11 ein attraktives Angebot. Mit einer niedrigeren Einstiegssumme überzeugt die Volkswagen Bank. Bereits ab 2.500 Euro ist ein Festgeldabschluss möglich. Ebenfalls mit „sehr gut“ ausgezeichnet wurden die J&T Direktbank, die Bigbank und die GRENKE Bank.
Je nach Laufzeit liegen die Zinsen der „sehr guten“ Anbieter zwischen 2,30 und 2,85 Prozent.
Warum Details über die Zinsen hinaus wichtig sind
Neben dem Zinssatz sollten Sparer auch auf die Art der Zinsgutschrift achten. Manche Banken schreiben die Zinsen jährlich gut, andere erst am Ende der Laufzeit gesammelt.
Eine spätere Gutschrift kann Nachteile haben:
- Es entsteht kein Zinseszinseffekt.
- Bei höheren Beträgen können steuerliche Effekte auftreten, da der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr schneller überschritten wird, wenn mehrere Jahre Zinsen auf einmal ausgezahlt werden.
Fazit: Sicherheit ja – vergleichen unbedingt
Die Auswertung der FMH-Finanzberatung für das Handelsblatt zeigt: Festgeld bleibt eine solide Option für alle, die Wert auf Sicherheit und feste Zinsen legen. Trotz gesunkener Zinsen, im Vergleich zum Vorjahr, gibt es Anbieter mit attraktiven Konditionen.
Wer Laufzeiten, Mindestanlagen, Zinsgutschrift und steuerliche Aspekte vergleicht, kann auch im aktuellen Umfeld eine passende Lösung finden.
Der FMH-Festgeldvergleich bietet dafür einen transparenten Überblick über die besten Angebote.
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