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02.01.2024
Die Rückkehr des kostenlosen Girokontos

Die Rückkehr des kostenlosen Girokontos

2024 das Jahr des Girokontos

Mehr Zinsen von der EZB für Guthaben auf dem Girokonto und der Wandel von der Girocard zur Debitkarte: Für Bankkunden könnte 2024 einen erfreulichen Wendepunkt markieren.

Max Herbst: Experte für Baufinanzierung und Zinsentwicklung
Max HerbstExperte für Baufinanzierung und Zinsentwicklung
Erstellt am 02.01.2024, Aktualisiert am 02.01.2024
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Die Rückkehr des kostenlosen Girokontos

Nach dem chinesischen Kalender wird 2024 das Jahr des Drachen. Das verheißt viel Gutes: Der Drache symbolisiert unter anderem Macht, Reichtum und Glück. In Drachenjahren geborene Menschen sind daher – nach chinesischem Glauben – zu großen Taten und auch zum Erfolg berufen. Jedoch können andere Tierkreiszeichen in Drachenjahren ebenfalls ihren Wohlstand mehren. Und tatsächlich bietet 2024 dafür hervorvorragende Voraussetzungen. Denn nicht nur beim Festgeld und beim Tagesgeld stehen im neuen Jahr einige Veränderungen an. Auch kostenlose Girokonten könnten 2024 eine Renaissance erleben.

Darum ist ein kostenloses Girokonto wieder möglich

  1. Hauptgrund für die erfreuliche Entwicklung: Dank der Europäischen Zentralbank können Banken mit Guthaben auf dem Girokonto wieder satte Zinsdifferenzgeschäfte machen – bis zu vier Prozent sind möglich und machen neue Girokunden wieder attraktiv.
  2. Zudem wollen die Banken ihre neuen Debitkarten auf den Markt drücken: Mit ihnen verdienen sie höhere Provision als mit den alten Girokarten.
  3. Kostenlos und online passen gut zusammen – und die Online-Kontoführung ist fast schon zum Standard geworden ist.

Zurück in die Zukunft - das Comeback der kostenlosen Girokonten

Die Geschichte kostenloser Girokonten begann in den Zeiten nach der Finanzkrise und vor der Pandemie. In dieser Phase haben viele Banken mit den unverzinsten Guthaben ihrer Kunden auf den Girokonten horrende Summen verdient. Entsprechend setzten die Institute alles daran, möglichst viele Kunden anzulocken. Dies war die Geburtsstunde des kostenlosen Girokontos.

Etwa zehn Jahre später änderten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dann drastisch. Als in der Corona Zeit erstmals Verwahrentgelte für Banken eingeführt wurden, endete auch die Zeit des kostenlosen Girokontos und immer mehr Banken kehrten zurück zu den klassischen Kontoführungsgebühren.

Da jedoch nichts beständiger ist, als der Wandel, dreht sich der Wind nun erneut. Schuld ist die Zinswende. Die ersten Banken beginnen bereits damit, die Kontoführungsgebühren wieder zu streichen. Um neue Kunden anzulocken, bieten etliche Institute auch wieder kostenlose Debitkarten an – und selbst die Buchungen, die in den vergangenen Jahren extra kosteten, sind vielfach wieder kostenfrei zu haben.

Kontoführungsgebühren: Vergleichen lohnt sich immer noch

Das ist aus Kundensicht sehr erfreulich – und aus Sicht der Geldhäuser clever. Denn über das Girokonto erhalten Banken Zugang zu den Kontobewegungen, Krediten und Geldanlagen ihrer Kunden – und können auf diese Weise auch andere Produkte an den Mann oder an die Frau bringen.

Dennoch wäre für die meisten Beteiligten noch Luft nach oben – etwa bei der Frage, wie das Konto genutzt wird. Aktuell finden sich lediglich drei kostenfreie Giroangebote im FMH-Girokonten Vergleich. Dies sind die C24 Bank (C24 Smartkonto), die Consorsbank (Girokonto Essential) und die regional tätige PSD Bank München. Dann folgen zehn Banken, die weniger als fünf Euro monatliche Girokonto-Kosten verursachen.

Dies ist das Ergebnis des FMH-Girokonto Vergleichs, bei dem sich die Kosten für jede individuelle Kontonutzung berechnen lassen – egal, ob dies die Anzahl von Buchungen ist, oder ob es um Daueraufträge, Überweisungen, Kartennutzungen oder Dispozinsen geht.

Mit dem Kontowechsel mehr als 200 Euro pro Jahr sparen

Zum Vergleich: Der Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Girokonto beträgt derzeit rund 225 Euro im Jahr – ohne große Besonderheiten und ohne Dispozinsen.

„Ich glaube schon, dass es sich lohnt, sein Girokonto aber auch generell die Dienstleistung der Hausbank von Zeit zu Zeit in Frage zu stellen. Nur so wird man ein überzeugter Kunde seiner Bank und kein unzufriedener Bankkunde, der nur zu bequem ist, zu wechseln. Aber auch diese Kunden sind bei den Banken sehr beliebt.“, so Max Herbst, Finanzexperte und Inhaber der FMH-Finanzberatung.

Wenn wir Sie nun animiert haben, sich wieder einmal über die Kosten des Girokontos Gedanken zu machen, können Sie unsere kostenlosen und aussagekräftigen Zinsvergleiche heranziehen.

Die FMH-Finanzberatung bietet für jede Anlageform die interessantesten Zinsanlagen

  • Nutzen Sie unseren Girokonto-Vergleich für die schnelle Berechnung.
  • Wollen Sie genau die Unterschiede der einzelnen Banken für Ihre Art der Kontonutzung berechnen lassen, dann sollten sie die Detailversion unseres Girokonto-Vergleichs für die Berechnung nutzen.
  • Wenn Sie Ihr Guthaben lieber auf einem gut verzinsten, täglich verfügbaren Tagesgeldkonto parken wollen, können Sie auf unseren Tagesgeld-Vergleich zurückgreifen.
  • Sollten Sie hingegen überlegen einen größeren Betrag langfristig zu hohen, garantierten Zinsen anzulegen, möchten wir Ihnen unseren Festgeld-Vergleich empfehlen.
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